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Bahn-Streik in NRW: Notfall-Fahrplan steht – diese Züge fahren trotzdem

Die GDL macht erneut von ihrem Streikrecht Gebrauch. Die Deutsche Bahn hat einen Notfall-Plan erstellt. Pendler können auf diese Züge zählen.

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Neues Jahr, neuer Bahn-Streik in NRW. Nach dem Weihnachtsfrieden hat die Bahn-Gewerkschaft GDL die Lokführer ab Mittwoch (10. Januar) bundesweit zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen. Zwar geht die Deutsche Bahn gerichtlich gegen den Streik vor. Doch Pendler müssen damit rechnen, dass der Zugverkehr bis Freitag extrem eingeschränkt sein wird.

Die Deutsche Bahn hat sich bereits auf alle Eventualitäten vorbereitet. Für NRW steht schon jetzt ein Notfallfahrplan, wie ein Sprecher gegenüber DER WESTEN bestätigt. Damit soll der Zugverkehr auf einigen Strecken im Regional- und Fernverkehr rollen.

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Bahn-Streik in NRW: Diese Züge fahren trotzdem

Der Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, dass es „im Wesentlichen die gleichen Angebote“ wie beim GDL-Streik im vergangenen November geben würde. Schon da betraf die Arbeitsniederlegung nicht alle Zuglinien. So sind etwa Lokführer von National Express, VIAS oder der Rurtalbahn nicht an die GDL angeschlossen. Deshalb können etwa die meisten RRX-Züge zwischen Ruhrgebiet und Rheinland fahren. Wegen Umbauarbeiten ist die Hauptverkehrsstrecke zwischen Essen und Bochum allerdings gerade gesperrt. Dort fährt ein Schienenersatzverkehr. „Die Busse sind nicht vom Streik betroffen“, stellt der Bahn-Sprecher klar.


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Das gilt auch für den Schienenersatzverkehr zwischen Oberhausen und Emmerich. Weil seit kurzem die Strecke von Hagen Richtung Siegen von VIAS betrieben wird, bleiben die Pendler auch hier vom Streik verschont. Zudem will die Deutsche Bahn den Verkehr unter anderem auf folgenden Linien aufrechterhalten:

  • RB 53 Dortmund – Iserlohn
  • RE 34 Dortmund – Siegen
  • RE 17 Hagen – Kassel
  • RE 42 Münster – Mönchengladbach

Diese Regionalbahnen verkehren mit Einschränkungen:

  • RE 2 nur zwischen Münster Hbf und Osnabrück Hbf
  • RB 20 alle 60-Minuten zwischen Alsorf-Annapark und Stolberg
  • RB 30 / RB 39 Bonn im 120-Minuten-Takt zwischen Remagen und Walporzheim
  • RB 24 Köln – Euskirchen / Kall im 60-Minuten-Takt bis 21 Uhr
  • RB 27 Mönchengladbach – Koblenz im 120-Minuten-Takt bis 20 Uhr
  • RB 33 im 120-Minuten-Takt zwischen Aachen und Mönchengladbach bis 20 Uhr
  • RB 33 Zwischen Heinsberg und Lindern fahren Ersatzbusse im 60-Minuten-Takt
  • RB 38 nur Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Bedburg und Horrem
  • RB 40 nur Schienenersatzverkehr zwischen Bochum Hbf und Witten Hbf
  • RB 43 nur Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Wanne-Eickel Hbf – Gladbeck West
  • RB 51 im 120-Minuten-Takt zwischen Lünen Hbf und Enschede
  • RB 52 nur Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Dortmund- Hagen und Hagen/Rummenohl – Lüdenscheid
  • RB 54 Schienenersatzverkehr nur zwischen Unna – Fröndenberg und Fröndenberg – Neuenrade
  • RB 63 Münster – Coesfeld im 60-Minuten-Takt
  • RB 64 Münster – Enschede im 60-Minuten-Takt

Die meisten S-Bahn-Verbindungen fallen aus. Es gibt allerdings manche Linien (S1, S6, S8, S19 und S23), die im 60-Minuten-Takt fahren sollen. (Stand: 8. Januar)


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Der Bahn-Sprecher wies allerdings darauf hin, dass es auch kurzfristig zu Änderungen im Betriebsablauf kommen kann. Fahrgäste sollten sich vor Reiseantritt über ihre Fahrten unter „www.zuginfo.nrw“ informieren.