Corona in NRW: Jetzt ist es raus! Landtag verlängert den Ausnahmezustand! ++ Bald können SIE geimpft werden

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Bundes-Notbremse in NRW! Die Folge: nächtliche Ausgangssperren und erneuter Notbetrieb in Kitas beziehungsweise Distanzunterricht in Schulen. Zudem wurde jetzt die epidemische Corona-Lage in NRW verlängert werden.

Zeitgleich öffnet das Nachbarland wieder die Geschäfte und Außengastronomien. In den Grenzregionen zu den Niederlanden schauen Kreise und Städte besorgt auf diese neue Situation.

Die Angst vor neuen Ansteckungen ist groß. Daher sind die Appelle an die deutsche Bevölkerung groß.

Corona in NRW: Erstes Mai-Wochenende steht jetzt an - Polizei und Ordnungsamt kontrollieren verstärkt

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Freitag, 30. April

22 Uhr: Priorisierungsgruppe 3 könnte schon bald geimpft werden

Bei der Corona-Impfkampagne soll noch im Mai die Priorisierungsgruppe 3 umfassend mit einbezogen werden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Dazu zählen unter anderem 60- bis 69-Jährige, Polizisten, Feuerwehrleute, Wahlhelfer sowie Menschen mit bestimmten schweren Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herzinsuffizienz.

Es könne vorkommen, dass bereits jetzt Personen aus der Gruppe 3 in einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten ein Impfangebot erhielten, so die Sprecherin. Sollten kleinere Mengen an Impfstoff am Ende einer Impfaktion übrig bleiben, seien die Impf-Teams angehalten, diese für Personen mit höchster oder hoher Impfpriorität zu verwenden - also Priorität 1 oder 2.

21 Uhr: Trauige Nachrichten aus Herne

Jetzt ist es bestätigt: Die Cranger Kirmes fällt auch im Jahr 2021 wegen der Pandemie ins Wasser. Jetzt hat der Oberbürgermeister von Herne, Frank Dudda, sich mit emotionalen Worten an die enttäuschten Fans gewandt. Erfahre hier mehr >>>

19.39 Uhr: Ruhrfestspiele starten am Samstag digital

Zum Auftakt der 75. Ruhrfestspiele in Recklinghausen sind am Samstag anstelle des traditionellen Volksfestes zahlreiche Online-Veranstaltungen geplant.

Das Festival steht unter dem Motto „Utopie und Unruhe“. Bis zum 20. Juni sind 90 Produktionen in rund 210 Veranstaltungen geplant. Erste Präsenzveranstaltungen soll es ab dem 21. Mai geben.

17.32 Uhr: „Lolli“-Tests werden nicht in allen Kitas eingeführt

PCR-Lolli-Tests für kleine Kinder können nach Aussage von Familienminister Joachim Stamp (FDP) nicht in allen Betreuungseinrichtungen in NRW angeboten werden. Das sei „objektiv unmöglich“. Die Logistik und die Labor-Kapazitäten stünden nicht überall und nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Das Schulministerium hatte angekündigt, bis Mitte Mai PCR-basierte Lolli-Tests an allen Grund- und Förderschulen anzubieten. In diesem Bereich gehe es nur um 3.700 Schulstandorte. In der Kindertagesbetreuung gehe es aber um 10.500 Kitas in unterschiedlicher Trägerschaft plus rund 20.000 Tageseltern. Das sei nicht zu schaffen, sagte Stamp.

13.41 Uhr: Landtag verlängert „epidemische Lage“ in NRW

Der nordrhein-westfälische Landtag hat die Feststellung einer „epidemischen Lage von landesweiter Tragweite“ um sechs Wochen verlängert. Damit hat die Landesregierung weiterhin außerordentliche Befugnisse zur Bekämpfung der Corona-Krise. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP stimmten mit den Oppositionsfraktionen von SPD und den Grünen für den gemeinsamen Antrag. Die Gefährdungslage sei weiterhin hoch, heißt es in der Begründung. Zudem seien erst knapp 25 Prozent der Menschen in NRW mindestens einmal geimpft. Die AfD folgte der Argumentation nicht und stimmte dagegen.

12.59 Uhr: Klinikchef: Impfung für Kinder und Jugendliche wichtig

Die Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche wäre nach Einschätzung eines Kinderklinikleiters ein großer Schritt nach vorne. Dass der Hersteller Biontech die Zulassung seines Vakzins für Kinder von 12 bis 15 Jahren in der EU beantragen wolle, sei ein „gutes Etappenziel“, sagte der Direktor der Westfälischen Kinderklinik Dortmund, Dominik Schneider, am Freitag im „Morgenecho“ auf WDR5. Er hoffe sehr, dass eine Corona-Schutzimpfung möglichst bald für Kinder und Jugendliche komme, im nächsten Schritt auch für unter 12-Jährige. Bei jüngeren Kindern seien Studien zu Verträglichkeit und bester Dosierung allerdings „etwas kniffliger“.

Nach der Ankündigung von Pfizer am Donnerstag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Falle einer Zulassung für 12- bis 15-Jährige eine erste Immunisierung im Sommer in Aussicht gestellt. Auch wenn schwere Infektionen bei Kindern und Jugendlichen nach Angaben von Mediziner Schneider eher selten auftreten, komme es doch auch in dieser Altersgruppe zu gravierenden immunologischen Folgeerkrankungen. Zudem leiden Kinder erheblich an den Pandemie-Einschränkungen, wie der Experte betonte. Eine Impfung ermögliche ihnen wieder mehr soziale Teilhabe und einen Weg zurück in die Normalität auch im schulischen Bereich.

09.48 Uhr: Traumzeit-Festival in Duisburg auf September verschoben

Das Traumzeit-Festival, das eigentlich im Juni im Landschaftspark Duisburg-Nord stattfinden sollte, wurde auf September verschoben. Das teilte die Stadt am Freitagmorgen mit. Dann soll es am 24. bis zum 26. September stattfinden. Bereits gekaufte Tickets bleiben gültig, können aber auch erst für das Festival im Juni 2022 genutzt werden. Bis zum 11. Juni können sie aber auch storniert werden. Mehr Infos hier >>>

07.50 Uhr: „alles dicht machen“: Schauspieler-Kampagne als Thema im Landtag

Der nordrhein-westfälische Landtag setzt sich am Freitag (10 Uhr) in einer Aktuellen Stunde auf Antrag der AfD-Opposition mit dem Thema Meinungsfreiheit auseinander. Anlass ist die umstrittene Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen.

Meinungsfreiheit müsse auch für unpopuläre Äußerungen gelten, unterstreicht die AfD in ihrem Antrag: „Eine Meinungsfreiheit, die nur populäre oder "Main-stream"-Meinungen schützen würde, ist nichts wert.“ Dafür müssten alle Demokraten im Landtag gemeinsam ein Zeichen setzen.

07.12 Uhr: Verschärfte Corona-Regeln am Maifeiertag

Kontaktregeln, Ausgangssperren und das Partyverbot verderben in der andauernden Corona-Pandemie viele sonst so gesellige Traditionen zum 1. Mai. Die Regeln der Bundesnotbremse und Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten auch am Maifeiertag, appellierten die Krisenstäbe und Ordnungsbehörden mehrerer Kreise und Städte in NRW an ihre Bürger. Die Stadt Hamm nahm sogar ausdrücklich für das Maiwochenende ein „Bollerwagen- und Musik-Verbot“ auf öffentlichen Plätzen, Parks und Wegen in den geltenden Corona-Regelkatalog auf.

Bollerwagen, Handkarren oder ähnliches dürfen nicht mitgeführt werden, es sei denn es handelt sich um einen Bollerwagen für kleine Kinder, den Eltern ziehen. Auch Lautsprecheranlagen und Ghettoblaster sind tabu, verboten sind Picknicks und das Grillen im Park, für einige Bereiche gilt ein Alkoholverbot. Nach Auskunft der Stadt Hamm sind gegen die Regelung aber noch Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Arnsberg anhängig. Hamm gehört mit einer auf 300 zusteuernden Sieben-Tage-Inzidenz zu den NRW-Spitzenreitern bei den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Unter Verweis auf die bereits geltenden Regeln belassen es die meisten Kreise und Städte bei dem Appell, diese auch bei Maitraditionen einzuhalten: „Das Amt für öffentliche Ordnung bittet Verliebte, die Birkenbäumchen vor 21 Uhr oder nach 5 Uhr am Haus ihrer Angebeteten aufzustellen, damit die Ausgangsbeschränkung eingehalten wird“, teilte beispielsweise ein Sprecher der Stadt Köln mit. In vielen Regionen gilt ein Maibaum als Liebesbeweis.

Anderswo steht der erste Maifeiertag im Zeichen feucht-fröhlicher Wanderungen oder Tänze in den Mai - normalerweise. Weil Treffen in den meisten Regionen NRWs auf den eigenen Haushalt mit einer weiteren Person beschränkt und Partys ohnehin gänzlich verboten sind, teilte beispielsweise Soests Kreisdirektor Dirk Lönnecke mit: „Größere Treffen sind also nicht denkbar, auch die Grillparty mit Gästen im heimischen Garten ist untersagt.“

Donnerstag, 29. April

17.33 Uhr: Erhalten alle Erwachsenen ihre Erstimpfung bis Ende Juni?

Die Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein geht nach vorsichtigen Schätzung – im Schnitt 50 Impfungen wöchentlich pro Praxis – davon aus, dass bis Anfang August alle impfbereiten Erwachsenen in NRW eine Erstimpfung bekommen. Nehme man in einem „ehrgeizigen Szenario“ 100 Impfungen pro Woche und Praxis an, könnten schon bis Ende Juni alle impfbereiten Erwachsenen ihre Erstspritze erhalten.

16.40 Uhr: NRW verzeichnet neuen Impfrekord

In NRW sind am Mittwoch 230.857 Impfdosen gespritzt worden, wie aus der nun veröffentlichten Statistik des RKI hervorgeht. „Nordrhein-Westfalen hat einen weiteren Rekord erzielt“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. An einem Tag wurden etwa 1,3 Prozent der Bevölkerung in NRW geimpft.

11.32 Uhr: Inzidenz in NRW leicht gesunken

Der Sieben-Tages-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut leicht gesunken. Er lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag bei 171,2, am Mittwoch waren es 178,2, am Dienstag 186,6 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. NRW liegt aber weiter deutlich über dem bundesweiten Wert von derzeit 154,9.

Binnen 24 Stunden steckten sich laut RKI in Nordrhein-Westfalen 5419 Menschen neu an, die Zahl der Todesfälle stieg landesweit um 60 auf 15435.

07.06 Uhr: Niederlande öffnen wieder - Grenzregionen in NRW besorgt

In den Niederlanden wurde der Lockdown am Mittwoch massiv gelockert. Die Geschäfte durften am Mittwoch wieder Kunden empfangen - ohne vorherigen Termin. Um 12.00 Uhr sollten auch die Außenbereiche der Cafés und Restaurants wieder öffnen. Die unpopuläre abendliche Ausgangssperre wurde abgeschafft.

Doch in den nordrhein-westfälischen Grenzgebieten gibt es derweil Sorge vor möglichen Ansteckungen. Der Kreis Heinsberg hatte die Bürger gebeten, nicht notwendige Reisen und Tagesausflüge zu unterlassen. Der Landrat des Kreises Borken, Kai Zwicker (CDU), appellierte ebenfalls an die Bevölkerung, nun nicht in die Niederlande zum Einkaufen oder Cafébesuch zu fahren.

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und der niederländische Justizminister Ferdinand Grapperhaus hatten die Bevölkerung in NRW gebeten, nicht in die Niederlande zu fahren.

06.40 Uhr: Epidemische Lage soll in NRW verlängert werden

Die sogenannte Epidemische Lage soll in Nordrhein-Westfalen erneut um sechs Wochen bis Mitte Juni verlängert werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Regierungsfraktionen von CDU und FDP zusammen mit der SPD und den Grünen im Landtag vorgelegt. Der aktuelle Beschluss läuft am Freitag um Mitternacht aus.

Solange der Landtag die epidemische Lage als medizinischen Ausnahmezustand feststellt, hat die Regierung besondere Befugnisse. Festgelegt sind sie im sogenannten Pandemie-Gesetz, das vor wenigen Wochen in einer neuen Version mit Unterstützung aller Fraktionen außer der AfD verabschiedet wurde. Es sieht unter anderem eine stärkere Beteiligung des Landtags vor.

Im aktuellen Antrag von CDU, FDP, SPD und Grünen heißt es zur Begründung, dass die Gefährdungslage weiterhin hoch sei. Zudem seien erst knapp 25 Prozent der Menschen in NRW mindestens einmal geimpft.

Mittwoch, 28. April

20.21 Uhr: Erste Infektionen mit indischer Coronavirus-Mutante in Köln

In Köln sind erstmals zwei Fälle von Infektionen mit der indischen Corona-Virusmutation nachgewiesen worden. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwochabend mit. Seit einem Vierteljahr werden in der Domstadt alle positiven Tests auch auf die Virusvarianten untersucht. So wurde nachgewiesen, dass es schon 6242 Fälle mit der mutierten britischen Variante gab, 330 Fälle mit der südafrikanischen und 8 mit der brasilianischen.

Nun kommt die indische hinzu. Insgesamt wurden in Köln seit Ausbruch der Pandemie 47 227 Corona-Infektionen dokumentiert. Die Wocheninzidenz war in der Stadt am Mittwoch mit 230,7 Infektionen relativ hoch. In Indien sorgt eine heftige Infektionswelle für eine besonders dramatische Lage. Die dortige Variante ist aus Sicht von Experten allerdings nur ein Faktor von mehreren für die vielen Ansteckungen in dem südasiatischen Milliardenstaat.

18.51 Uhr: 32-Jährige stirbt nach Impfung mit Astrazeneca

Nach Angaben des Kreises Herford ist eine 32-jährige Frau im Zusammenhang mit einer Impfung mit Astrazeneca gestorben. Der Mitteilung von Mittwoch zufolge führte nach einem Befund des auf solche Immunreaktionen spezialisierten Instituts für Immunologie und Transfusionsmedizin der Universität Greifswald eine Immunreaktion auf den Impfstoff zum Tod der Frau. Ursache war demnach eine Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld war die Frau von der Rechtsmedizin in Münster obduziert worden. Sie war mehrere Tage nach ihrer Impfung am 9. März gestorben.

Der Kreis hat das Landeszentrum für Gesundheit und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eingeschaltet. Das PEI mit Sitz in Frankfurt ist für Zulassung und Bewertung von Arzneimitteln zuständig.

„Wir sind über den Tod der jungen Frau, die mitten aus dem Leben gerissen wurde, tief traurig. Mit der Impfung wollte sie sich selber und vor allem andere Menschen schützen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen“, sagte Landrat Jürgen Müller (SPD) laut Mitteilung.

Seit dem 1. April empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung mit dem Produkt von Astrazeneca nur noch bei Menschen ab 60 Jahren. Der Grund waren seltene Fälle bestimmter Hirnvenenthrombosen. Diese schweren, teilweise tödlich verlaufenden Nebenwirkungen wurden laut Robert Koch-Institut überwiegend bei Frauen im Alter bis zu 55 Jahren beobachtet.

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(red mit dpa)