Bahn in NRW: Ticket-Aktion geht nach hinten los – weil der Verbund DIESES Detail komplett vergisst

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Am Wochenende steht ein großes Event in Köln an: der Christopher Street Day. Dafür kommen Menschen nicht nur aus NRW, sondern ganz Deutschland in die Domstadt. Viele nutzen für die Anreise die Bahn.

Deshalb hat sich der Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) eine besondere Ticket-Aktion überlegt. Doch statt Begeisterung gibt es nur Spott und Häme.

Bahn in NRW: Angebot geht nach hinten los

Vom 1. bis 3. Juli wird es in Köln noch bunter und lauter als sonst. Der Kölner CSD ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ) Community in Europa. Wie jedes Jahr bietet der Kölner Verkehrsverbund allen Teilnehmern des CSDs ein kostengünstiges Ticket für das ganze Wochenende an.

„Mit dem CSD-Ticket kreuz und queer unterwegs“, lautet das Angebot. Für nur 18,71 Euro können Inhaber das ganze Wochenende über rund um Köln/Bonn mit dem Nahverkehr fahren. An sich eine tolle Aktion, hätte der Verbund da nicht ein kleines Detail vergessen.

Bahn in NRW: VRS übersieht DIESES Detail und erntet Lacher

Und zwar das 9-Euro-Ticket, das noch bis Ende August gilt. Denn damit können Menschen nicht nur in Köln, sondern deutschlandweit mit Bus und Bahn für nur neun Euro fahren. Mit dem CSD-Ticket sparen Inhaber in diesem Jahr also keinen müden Cent – im Gegenteil!

Auf Social Media sorgt die Aktion deshalb für mächtig Belustigung. „Genau mein Humor: Die Kölner Verkehrs-Betriebe bieten ein CSD-Ticket (1. bis 3. Juli, gesamtes VRS-Gebiet) an. Während man mit dem 9-Euro-Ticket mehr Leistung für weniger Geld bekommt“, amüsiert sich der Aktivist Marcel Darms.

Und auch Frank Laubenburg, der Bundeschef von Die Linke.queer, scherzt: „Für Queers bieten die Kölner Verkehrsbetriebe ein ganz besonders CSD-Ticket für nächstes Wochenende an. Da könnt Ihr euch dann das 9-Euro-Ticket sparen.“

Bahn in NRW: VRS reagiert auf Spott und Häme im Netz

Ein Mann, der von sich selbst behauptet, viel mit der Bahn unterwegs zu sein und sich bei Twitter „Der Pendler“ nennt, könnte eine plausible Erklärung haben: „Das CSD-Ticket wird jedes Jahr angeboten. Die Werbekampagne dafür startete dieses Jahr bereits, bevor die Bundesregierung das 9-Euro-Ticket beschlossen hatte. In der Zentrale des Verkehrsverbundes wurde dann aber offenbar vergessen, dass man dieses Angebot hat.“

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Dafür spricht auch, dass der VRS am Montagmorgen ganz still und heimlich die Werbeseite für das CSD-Ticket rausgenommen hat. Ob mit CSD-Ticket oder dem 9-Euro-Fahrschein, sicherlich werden über das Wochenende viele Menschen mit der Bahn nach Köln kommen. Nach zwei Jahren Corona-Pause rechnen die Veranstalter mit mehr als 800.000 Zuschauern. Bei gutem Wetter könnten sich noch weitaus mehr anschließen. (cg)