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„Wladimir Putin kann das aussitzen“ – Experte überzeugt, Russland wird Sanktionen überstehen

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

In Folge des Ukraine-Kriegs bekommt Russland zahlreiche EU- und US-Sanktionen aufgedrückt. Und auch immer mehr Unternehmen ziehen sich aus dem Land zurück. Doch ein Experte ist sich sicher: Wladimir Putin und Russland werden das überstehen!

Die Invasion in die Ukraine bringt für die russische Bevölkerung und Machthaber Wladimir Putin zahlreiche Konsequenzen mit sich. Der Westen setzt auf Wirtschaftssanktionen, damit dem Krieg ein Ende gesetzt wird.

Wladimir Putin: Experte glaubt nicht, dass Sanktionen ihm ernsthaft schaden

Doch Jeffrey Sachs, Entwicklungsökonom und Russland-Kenner, ist sich sicher: Diese Strategie wird nicht aufgehen! Das verriet er in einem Interview mit dem „Spiegel“.

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Das ist Wladimir Putin:

  • Wladimir Wladimirowitsch Putin wurde am 7. Oktober 1952 in Leningrad geboren
  • Seit dem 7. Mai 2000 ist er Präsident der russischen Föderation
  • Vorher war er Agent des KGB

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„Amerika glaubt, man habe alle Trümpfe in der Hand, von Exportsanktionen bis zum Swift-System. Natürlich kann es sein, dass sich das Spiel damit gewinnen lässt – aber ich glaube nicht daran. Die Sanktionen werden zu einer massiven Wirtschaftskrise in Russland und bedeutenden negativen Wirtschaftsfolgen im Rest der Welt führen“, betont Sachs.

Wladimir Putin: Experte kritisiert Sanktionen

Dass sich damit aber der Krieg stoppen lässt, glaubt der 67-Jährige nicht. „Sanktionen sind ein typisches Werkzeug der amerikanischen Außenpolitik: Sie werden häufig gebraucht und funktionieren selten.“ Als eine „unfassbar unwahrscheinliche“ Idee halte es Sachs für ein so großes Land wie Russland, welches über 1.600 Atomsprengköpfe verfügt, so in die Knie zu zwingen. „Ich weiß nicht, was die Leute sich dabei gedacht haben.“

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Auch wenn das Land zunehmend wirtschaftlich isoliert ist und zahlreiche Russen protestieren – für Sachs ist das kein Grund, dass Putin aufgibt. „Das kann Putin aussitzen. Anders als Joe Biden oder Donald Trump muss Wladimir Putin für seine Wiederwahl keine politischen Großkampagnen organisieren, bei denen er die finanzielle Unterstützung wohlhabender Spender braucht.“

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Darauf zu hoffen, dass „die Sanktionen zu einem Regimewechsel in Moskau führen könnten, ist politische Zockerei zulasten der Ukraine“, findet der Russland-Experte. Stattdessen schlägt Sachs vor, mit Putin zu reden und zu einem Deal zu kommen. „Russland muss sofort mit den Bombardierungen aufhören, einen Waffenstillstand unterzeichnen und die Souveränität der Ukraine anerkennen. Im Gegenzug verzichtet der Westen auf die Nato-Osterweiterung“, sagt er gegenüber dem „Spiegel“.

Wie Wladimir Putin sein eigenes Volk ins Verderben stürzt, liest du hier. (cf)