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SPD: Irrer Vorschlag kommt aus Parteikreisen – „Noch alle Latten am Zaun?“

SPD queer Berlin
Die SPDqueer Berlin Tempelhof-Schöneberg sorgt mit einem irren Vorschlag für Aufregung. Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

Dieser irre Vorschlag aus den Reihen der SPD schockiert! Die älteste Partei Deutschlands (150 Jahre) ist stolz auf ihre Vielfalt – ob in ihrer politischen Arbeit oder in ihren eigenen Reihen. Doch eine Gruppierung aus der bunten der Partei scheint nun den Bogen überspannt zu haben.

Nachdem die Regierung um SPD-Kanzler Olaf Scholz (64) erst Ende Juni beschlossen hat, dass ab Mitte 2023 jeder Bürger ab 14 Jahren einmal pro Jahr Geschlecht und Vornamen, auch ohne körperliche Geschlechtsumwandlung, wechseln kann, will eine Arbeitsgemeinschaft der SPD weiter gehen.

SPD: Auch Siebenjährige sollen Geschlechtseintrag und Namen ändern können

Die SPDqueer Tempelhof-Schöneberg in Berlin fordert: Auch Siebenjährige sollen diese Möglichkeit haben! Es gebe „keinen sachlichen Grund dafür, hier von den allgemeinen Regelungen zur Geschäftsfähigkeit Minderjähriger abzuweichen“, so die SPDqueer in dem entsprechenden Antrag. Ab Vollendung des siebenten Lebensjahres sind Kinder nämlich beschränkt geschäftsfähig.

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Pikant an der Geschichte ist, dass dem Vorstandsmitglied der SPDqueer Tempelhof-Schöneberg Rüdiger Lautmann (86) eine Nähe zur Pädophilie vorgeworfen wird.

SPD queer Berlin
Die SPDqueer Berlin Tempelhof-Schöneberg erregt mit einem irren Vorschlag für Aufregung. Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

Der Jurist und Soziologe Lautmann hat 1994 ein Buch mit dem Titel „Die Lust am Kind“ veröffentlicht, welches der „Spiegel“ als „Pädophilie verherrlichendes Buch“ bezeichnet. Grund: Er unterscheidet darin zwischen Sexualstraftätern und „echten“ Pädophilen. Letztere wünschten sich seiner Meinung nach nicht zwangsläufig sexuellen Kontakt mit Kindern.

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„Ich bin kein ‚Befürworter‘ des Missbrauchs oder der Pädophilie; vielmehr habe ich versucht, die pädophilen Täter zu verstehen und ihre Vorgehensweisen zu beschreiben“, weist Lautmann den Vorwurf zurück.

Der Berliner SPD-Landesverband zeigt sich zurückhaltend

Der Berliner Landesverband zeigt sich zurückhaltend. „Beschlüsse unserer Kreise kommentieren wir grundsätzlich nicht.“ Das eigene Geschlecht bereits im Alter von sieben Jahren ändern zu dürfen, sei jedoch nicht Beschlusslage des Landesverbandes. Zu den Vorwürfen gegenüber Lautmann schreibt der Landesverband: „Herr Lautmann ist in der SPD auf Landesebene und in der SPDqueer Berlin nicht aktiv“, so der Berliner Landesverband Anfrage der „Bild“-Zeitung.


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So zurückhaltend der Landesverband reagiert, so empört reagiert die Öffentlichkeit. Auf Twitter fragt ein Nutzer: „Habt ihr noch alle Latten am Zaun?!“ Eine weitere Nutzerin empört: „Habt ihr völlig euren Verstand verloren?.“ „Mir fehlen die Worte“, bekennt eine andere Userin fassungslos. (jfo)