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Olaf Scholz: Explosive Szene auf Pressekonferenz – Kanzler geht Reporter scharf an

"Etwas Politisches": Scholz fordert DFB zu Equal Pay auf

Equal Pay im Fußball wird zum Politikum: Bundeskanzler Olaf Scholz hat seine Forderung nach gleichen Prämien für die Männer- und Frauen-Nationalmannschaft bekräftigt. "Das ist aus meiner Sicht etwas Politisches", sagte der SPD-Politiker bei seinem Besuch beim DFB.

Kanzler Olaf Scholz und sein schlumpfiges Grinsen: Sein ironische Lächeln ist zum Markenzeichen des Politikers geworden. Doch hilft ihn das auch durch die Krise, die seine Karriere zu gefährden scheint?

Am Donnerstag stellte sich Olaf Scholz in seiner ersten Pressekonferenz nach der Sommerpause den Hauptstadtjournalisten. Dabei wurden ihm auch brisante Fragen zur „Cum-Ex“-Affäre gestellt. In einer Szene reagierte der Kanzler aufsehenerregend und sichtlich angespannt.

Kanzler Olaf Scholz auf PK: Herbst und Winter wird uns „viel abverlangen“

Natürlich ging es bei der Pressekonferenz auch viel um die Energiekrise. Der Kanzler kündigte weitere Entlastungen an: „Wir werden alles dafür tun, dass die Bürgerinnen und Bürger durch diese schwierige Zeit kommen.“ Man lebe schließlich in ernsten Zeiten und der kommende Herbst und Winter werde Deutschland „viel abverlangen“, so seine ernste Prognose.

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Der Bundeskanzler glaubt aber nicht, dass es zu Unruhen kommen könnte, weil Deutschland als Sozialstaat stabil genug sei.

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Bundeskanzler Olaf Scholz über gefundenen 200.000 Euro von Kahrs: „Keine Ahnung“

Unangenehm wurde es für Scholz, als es um die „Cum-Ex“-Affäre rund um die Warburg-Bank in Hamburg ging. Als damaliger Erster Bürgermeister der Hansestadt wird die Rolle von Olaf Scholz kritisch beleuchtet, insbesondere nachdem in einem Schließfach des ehemaligen Hamburger SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs 200.000 Euro Bargeld gefunden wurden.

Was Scholz über dieses Geld wisse, wollte eine „Bild“-Reporterin wissen. Der 64-Jährige setzte sein bekanntes Grinsen auf: „Nichts“. Auf die Nachfrage, ob er wisse, woher das Geld stammt, entgegnete der Bundeskanzler bissig: „Keine Ahnung – ich nehme an, Sie wissen das eher als ich“.

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Scholz geht Reporter an: „Bedenken Sie das, wenn Sie sowas sagen“

An einer anderen Stelle der PK reagierte Scholz deutlich angespannt und hart auf eine weitere Frage zum „Cum-Ex“-Skandal. Auf jeden Fall zeigte er Nerven.

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Er warnte einen Journalisten davor, falsche Tatsachen zu behaupten, die gegebenfalls sogar juristische Probleme mit sich ziehen könnten. „Bedenken Sie das, wenn Sie sowas sagen“, ermahnte er ihn.

Der Journalist hatte behauptet, die Banker hätten nach einem Treffen mit Scholz „geklautes“ Geld behalten dürfen.

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Beobachter bewerten die Aussage des Kanzlers so, dass er eine Klage-Möglichkeit in den Raum stellte. Er „zähle aber nicht zu den Leuten, die so etwas machen“, versicherte Scholz offenbar in Bezug auf eine denkbare Klage gegen den Journalisten. Manche interpretieren die Aussagen des SPD-Politikers sogar als Einschüchterungsversuch.