„Maybrit Illner“: Christian Lindner bringt entscheidendes Problem Deutschlands mit dieser Zahl auf den Punkt: „Wie eine Weinbergschnecke“

FDP-Chef Christian Lindner was am Donnerstag bei „Maybrit Illner“ im ZDF zu Gast.
FDP-Chef Christian Lindner was am Donnerstag bei „Maybrit Illner“ im ZDF zu Gast.
Foto: dpa

Der Klimawandel schreitet immer weiter voran. Daran zweifelt kaum noch ein Klimaforscher. Schon jetzt spüren wir die Auswirkungen der Erderwärmung.

Das Pariser Klimaabkommen soll sicherstellen, dass die Erde sich im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter nicht um mehr als zwei Grad erwärmt. Doch bisher steigt der Ausstoß an CO2 unaufhaltsam.

„Maybrit Illner“ im ZDF: Lindner kritisiert Politik der Bundesregierung

Der Stand des Klimaschutzes und dessen Probleme waren am Donnerstag wegen der drängenden Fragen auch Thema bei „Maybrit Illner“ im ZDF. Zu den Gästen zählte auch FDP-Chef Christian Lindner.

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Er kritisierte die aktuelle Klimaschutzpolitik der Bundesregierung: „Wir waren gegen Kernenergie und wir sind gegen Kohle. Wir sind gegen Fracking, wir sind gegen die unterirdische Speicherung von CO2. Wir sind immer gegen alles. Wenn man immer gegen alles ist, wird der Klimaschutz nicht gelingen.“

Diese Zahl bringt die Probleme auf den Punkt

Die Probleme der aktuellen Mammutaufgabe Energiewende bringt Lindner mit einer Zahl auf den Punkt. Dabei geht es um den Energietransfer vom Norden Deutschland in den Süden. Im Norden kann an der Küste viel Windenergie gewonnen werden, die der industrialisierte Süden braucht. Doch dafür braucht es leistungsfähige Energietrassen. Hier setzt Lindner an.

„Wir brauchen noch 6000 Kilometer Stromtrassen, gebaut wurden im vergangenen Jahr 28.“ Lindner: „So schnell bewegt sich auch eine Weinbergschnecke.“

Christian Lindner trifft einen wunden Punkt

Hier trifft der FDP-Mann einen wunden Punkt. Denn tatsächlich geht der Ausbau der Energieleitungen wegen schwieriger Genehmigungsverfahren und Widerstands von Anwohner viel langsamer voran als geplant.

Der FDP-Chef findet ohnehin, dass der Klimaschutz außerhalb Deutschlands leichter bewerkstelligt werden kann - etwa durch den Schutz des Regenwaldes.

Grünen-Chefin widerspricht Lindner

Letztlich sei egal, wo auf der Welt CO2 eingespart werde: „Wir haben 28 Milliarden Euro, die wir jedes Jahr für Erneuerbare Energien, ausgeben. Wir müssen auch international mehr tun. Entscheidend muss sein: Wieviel CO2 sparen wir mit jedem deutschen Euro ein?“

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sah das natürlich anders. In Deutschland sei der Ausstoß pro Person deutlich höher als in den meisten anderen Ländern der Erde: „Wir müssen auf allen Feldern CO2-frei werden, und zwar in allen Winkeln der Erde. “

 
 

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