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Energie: Herbst naht – müssen Bürger wieder tief in die Tasche greifen?

Energie: Änderung am Gaspreis. Diesen Zeitpunkt darfst du nicht verpassen- sonst wird´s teuer!

Heizung: Das kommt auf die Deutschen im Winter 2023 zu
© imago stock&people

Habeck: Bei Verbot neuer Öl- und Gasheizungen "pragmatisch" vorgehen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die umstrittenen Pläne zum Verbot des Einbaus von neuen Öl- und Gasheizungen in Wohngebäude ab 2024 bekräftigt. Es gebe noch "viele konkrete Fragen" zu klären; bei derartigen Fragen müsse "immer pragmatisch" vorgegangen werden, sagte er in Berlin.

Wie hoch werden die Preise für Energie diese Heizperiode? Bald ist Herbst und damit geht das Gas-Gruseln wieder los. Gasheizungsbesitzer fragen sich, wie tief sie im Winter in die Tasche greifen müssen.

Tatsächlich könnten Bürger einiges an den Energiekosten sparen, aber nur wenn sie sich rechtzeitig darum kümmern.

Heizung: Die Gaskosten sinken

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Im Oktober geht die nächste Heizperiode 2023 los. Nach dem letzten Winter, in dem die Deutschen sparsamer als sonst am Thermostat gedreht haben, fragen sie sich, wie hoch die finanzielle Belastung nun ausfallen wird.

Doch es gibt gute Nachrichten! Wenn man es richtig anstellt, kann man sogar einiges an Kosten für Energie, Heizung und Co. einsparen. Wegen zweier Gas-Umlagen können die deutschen Heizer mit einer erheblichen Entlastung rechnen. Die beiden Umlagen, die auf den Gaspreis aufgeschlagen werden, werden im Oktober 2023 abgesenkt. Und das drastisch: Null Euro werden die Gas-Umlagen dann betragen. Das macht einen großen Unterschied für die Verbraucher.

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Die Regelenergie-Umlage geht um 122 Euro, die Konvertierungsumlage um 8 Euro zurück. Deswegen sind die Kosten, die ein Musterhaushalt im Einfamilienhaus dann zahlen muss, rund 5 Prozent geringer, teilte das Vergleichsportal Verivox mit. Das entspricht etwa 130 Euro weniger im Jahr für eine warme Heizung.

Energie: Wer profitieren will, muss sich kümmern

Wer von dieser Kostensenkung profitieren will, sollte seinen Tarif checken, denn die Preise werden nicht automatisch gesenkt. Der Energieexperte Thorsten Storck vom Vergleichsportal Verivox sagte dazu: „In bestehenden Gasverträgen kommen die niedrigeren Kosten nicht automatisch an. Darum können sich Neukundenangebote lohnen, bei denen die niedrigeren Gas-Umlagen bereits einkalkuliert sind.“



Der Wechsel des Anbieters kann sich richtig lohnen. Mehrere Hundert Euro kann ein Mehrpersonenhausalt hierbei einsparen. Energie-Neukunden zahlen im Moment etwa 9 Cent pro Kilowattstunde. Das sind, gemessen an einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden, rund 700 Euro weniger als der jetzige Durchschnittspreis.

Wer wechseln will, kann dies durch die Preisänderungen wesentlich unkomplizierter tun. Bei einer Preisänderung nämlich gibt es ein Sonderkündigungsrecht, das auch bei längerfristigen Verträgen und Kündigungsfristen greifen kann. Von diesem Sonderkündigungsrecht kann man bis zum Zeitpunkt der Preisänderung Gebrauch machen.


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Wer noch im Grundversorgungstarif des örtlichen Versogers ist, also noch nie seinen Tarif gewechselt hat, ist ebenfalls im Vorteil. Dann nämlich beträgt die Kündigungsfrist nur zwei Wochen. Informationen über deine Kündigungsfristen muss dir jederzeit der Kundenservice deines aktuellen Anbieters bereitstellen.