Zoo: Tödliches Drama! Pfleger wollen gefährdete Spezies retten – doch ein Tier verliert dabei sein Leben

Das sind die fünf größten Zoos Deutschlands

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Trauer um beliebten Zoo-Bewohner.

Ein Zoo bietet für viele vom Aussterben bedrohte Tiere die Möglichkeit, sich in einem sicheren Umfeld fortzupflanzen, um somit das Fortbestehen der Spezies zu sichern.

Doch für dieses gefährdete Tier im „Point Defiance Zoo & Aquarium“ in Tacoma (USA) hatten die Zuchtversuche mit einem männlichen Artgenossen tödliche Folgen. Ein großer Schock für alle Mitarbeiter und Tierfreunde.

Zoo: Gefährdetes Tier stirbt beim Zuchtversuch

Der Zoo in Tacoma, Washington, meldete am Montag schweren Herzens den Tod eines Tieres. Kirana war ein sechsjähriges Tigerweibchen. Sie gehörte der vom Aussterben bedrohten Unterart der Sumatra-Tiger an. Ihr Tod war nicht nur ein Schock für den Zoo, sondern auch ein Rückschritt beim Unternehmen, die gefährdete Spezies zu retten.

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Der Sumatra-Tiger:

  • kleinste noch lebende Tiger-Unterart
  • lebt nur auf der indonesischen Insel Sumatra
  • Zählt zu den Inselunterarten
  • gehört zur Familie der Großkatzen
  • typisch sind die kräftige Fellfarbe, dunkel Orange bis rötlich und der weiße Bauch
  • vom Aussterben bedroht

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Dabei hatte der Zoo genau das versucht. Kirana sollte sich eigentlich mit einem anderen Tiger ihrer Art paaren, um so den Erhalt der Spezies zu unterstützen. Doch genau dabei kam es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall, bei dem die Tigerin lebensgefährlich verletzt wurde, berichtet „People.“

Zoo: Wie konnte es zu dem Todesfall kommen?

So etwas sei vorher nie passiert. Seit 2010 hatte der Zoo bereits bei acht Sumatra-Tigern Paarungsversuche unternommen und dabei habe es nie schwere Verletzungen oder gar Tote gegeben. Die Zookuratorin Dr. Karen Goodrowe war entsetzt. „Wenn Tiger brüten, ist es natürlich, dass sie miteinander kämpfen, und es gibt normalerweise ein gewisses Maß an Aggression. Dieses Aggressionsniveau war weit über dem, was wir bei der Einführung von Tigern erwarten würden.“

Grundsätzlich gebe es im Vorfeld mehrere Vorsichtsmaßnahmen. Zunächst konnten sich Kirana und Raja, ihr männlicher Gegenpart, nur durch den Gehegezaun sehen und beschnuppern. Erst später trafen die Tiger aufeinander. Als die Pfleger dann bemerkten, dass Kirana „in Not“ war, trennten sie die beiden Tiere sofort voneinander – doch leider zu spät.

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„Die Veterinär- und Tierpflegeteams kümmerten sich sofort um die lebensbedrohlichen Verletzungen von Kirana, leisteten unterstützende Pflege und überwachten sie am Wochenende rund um die Uhr“, hieß es in einem Statement des Zoos. Obwohl sich ihr Zustand bereits am Sonntag verbesserte, verstarb sie am nächsten Morgen, berichtete People.

Eine Autopsie enthüllte, dass die Tigerdame ein Trauma aufgrund der Verletzungen erlitten und eine bakterielle Infektion hatte. „Der Verlust von Kirana ist eine Tragödie für unsere Zoofamilie, unsere Gemeinschaft und unsere Welt“, sagte Zoodirektor Alan Varsik. „Da nur noch wenige Sumatra-Tiger auf dieser Erde übrig sind, müssen wir alles tun, um zu helfen sie überleben.“ (mbo)