Wissenschaft: Unfassbar! Forscher erwecken eingefrorenes Tierchen nach 24.000 Jahren wieder zum Leben

Das sind die 5 größten Mythen der Archäologie

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Sensation in der Wissenschaft!

Diese Erkenntnis aus der Wissenschaft ist bahnbrechend. Dass die kleinen Tierchen sehr lange überleben können, war den Forschern schon lange klar. Aber dass sie nun nach 24.000 (!) Jahren im Permafrost wieder zum Leben erwecken konnten? Das ist eine kleine Sensation.

Wissenschaft: Forscher erwecken eingefrorenes Tierchen nach 24.000 Jahren wieder zum Leben

Russischen Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ein mikroskopisch kleines Tier nach 24.000 Jahren im Permafrost wieder zum Leben zu erwecken. In einer Probe aus dem sibirischen Alaseja-Fluss entdeckten sie Rädertierchen, deren Alter sie mit Hilfe von Radiokarbondatierung auf 23.960 bis 24.485 Jahre eingrenzten. Wow!

Einmal aufgetaut, waren die Wesen sogar in der Lage, sich per Jungfernzeugung, also ohne Partner, fortzupflanzen, wie die Forscher in der Fachzeitschrift „Current Biology“ berichteten.

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Das ist Permafrost:

  • Permafrost bedeutet - wie der Name abgeleitet von „permanent“ schon sagt - dass der Boden ununterbrochen frostig ist
  • Mindestens zwei Jahre muss Boden, Sediment oder Gestein unter der Erdoberfläche kälter als der Gefrierpunkt sein, um die Bedingungen zu erfüllen
  • Doch meist sind die Böden mehrere tausend Jahre alt
  • Seit 1843 wird zu Permafrost geforscht - zuerst in Russland
  • Wegen der Erderwärmung steigt die Temperatur immer mehr an, was sich auch auf Permafrost auswirkt
  • Rädertierchen konnten sich anscheinend sehr gut in der Eisschicht halten und wieder lebendig werden

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Zuvor hatten die Wissenschaftler bereits einzellige Mikroben entdeckt, die zu ähnlichen Leistungen fähig waren. Es wurden auch bereits 30.000 Jahre alte Fadenwürmer, Moose und einige Pflanzen nach vielen tausend Jahren im Eis regeneriert.

Nun könnten auch Rädertierchen in die Liste der Organismen aufgenommen werden, die scheinbar unbegrenzt überleben können, sagte der Co-Autor der Studie, Stas Malavin. Der Bericht sei der bisher stärkste Beweis dafür, dass mehrzellige Tiere Zehntausende von Jahren in Kryptobiose überleben könnten, einem Zustand, in dem der Stoffwechsel fast vollständig zum Erliegen kommt.

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Rädertierchen sind etwa halbe Millimeter lange Mehrzeller, die in der Regel im Süßwasser oder seiner Umgebung leben. Malavin und seine Kollegen wollen nun herausfinden, mit welchen Mechanismen es ihnen gelingt, solche langen „Ruhezeiten“ zu überstehen. (afp mit js)