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Rewe führt „Stille Stunde“ ein – das steckt dahinter

Rewe lässt sich immer wieder etwas Neues für seine Kunden einfallen. Jetzt gibt es in einem Markt die „Stille Stunde“. Was hat es damit auf sich?

u00a9 IMAGO/Michael Gstettenbauer

Rewe: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Rewe Group mit Sitz in Köln ist eine der größten Handelskonzerne Deutschlands. Zu ihr zählen nicht nur die Supermarktkette Rewe. Dazu gehört auch Penny, Toom, Billa in Österreich, DER Touristik Deutschland und Lekkerland.

Damit Kunden von Rewe, Edeka, Aldi und Co. sich beim Einkaufen auch pudelwohl fühlen, lassen sich die Supermärkte und Discounter immer wieder etwas Neues einfallen, um das auch für jeden zu gewährleisten.

Doch wer jetzt in einer Rewe-Filiale in der hessischen Gemeinde Heusenstamm einkaufen geht, der trifft hier auf ein vollkommen neues Konzept. Unter dem Titel „Stille Stunde“ wurde das in dem Markt ausgerollt. Aber was steckt dahinter?

Rewe mit neuem Konzept

Im ersten Moment mag man bei der „Stillen Stunde“ wohl an den Begriff Schweigeminute denken. Und tatsächlich liegt man damit gar nicht so falsch. Doch statt nur eine Minute die Stille bei Rewe genießen zu können, soll das in Heusenstamm (Offenbach) jeden Mittwoch für eine ganze Stunde beziehungsweise sogar zwei Stunden möglich sein.

Jede Woche von 15 bis 17 Uhr kann man dann lediglich den ganz normalen Einkaufsgeräuschen lauschen. In dieser Zeit piepen keine Kassen, die Musik bleibt aus, über den Lautsprecher läuft auch sonst keinerlei Werbung und keine Durchsage. Aber das ist noch nicht alles: Auch die Lichter im Markt werden gedimmt und keine Regale eingeräumt, berichtete zunächst „OP-online.de“.

Entstanden sei die Idee im Behindertenbeirat der Stadt Offenbach. Ein Vorsitzender hatte sich an die Supermarktleitung gewandt und konkret den Wunsch geäußert, das Konzept, dass bereits in Geschäften in Neuseeland angewendet werde, auch in der hessischen Gemeinde auszutesten. „Für Menschen aus dem autistischen Formenkreis ist es eine Qual einkaufen zu gehen“, erklärt der Vorsitzende. Das könne sich ganz verschieden äußern. Manche würden durch grelles Licht gestört, andere von Durchsagen oder lauter Musik.

Auch Edeka hat „Stille Stunde“ eingeführt

Doch auch für Kunden, die keine geistigen Behinderung haben oder an einer psychischen Erkrankung leiden, sondern die einfach nur gerne ihre Ruhe beim Einkaufen haben, dürfte das Konzept auf Anklang stoßen.


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In ganz Hessen ist die Rewe-Filiale der erste Supermarkt, der die „Stille Stunde“ eingeführt hat. Doch auch andere Märkte haben das Konzept bereits für sich entdeckt. So etwa ein Edeka in Konstanz (Baden-Württemberg). Ob das auch in anderen Filialen kommen wird, bleibt abzuwarten.