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Lotto: Kindergarten gewinnt – doch dann geht Horror los! „Haben uns aus unserem Zuhause geworfen“

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Ein Kindergarten in Mexiko hat einen stattlichen Lotto-Gewinn eingeheimst. (Symbolbild) Foto: dpa

Eigentlich ist so ein Gewinn im Lotto ja etwas Gutes. Sollte man meinen. Anscheinend aber nicht unbedingt, wenn die Gewinner in Mexiko wohnen.

Mexiko wird immer wieder von Gewalttaten erschüttert, rivalisierende Gangs erschießen sich gegenseitig und nehmen unschuldige Menschen mit in den Tod. Dass ein hoher Lotto-Gewinn in diesem Land nicht unbemerkt von den Kriminellen bleibt, ist klar.

Lotto-Gewinn eines Kindergartens endet in totalem Desaster

Doch viele Kriminelle haben zumindest einen Ehrenkodex. Da sollte man doch meinen, wenn ein Kindergarten 20 Millionen Pesos (~ 835.000 Euro) gewinnt, dass die Verbrecher den Kindern das Geld gönnen. Weit gefehlt.

Denn als die Familien des Kindergartens in El Nacimiento von ihrem Gewinn erfahren haben, freuten sie sich verständlicherweise sehr. Sie wollten das Geld für Reparaturen verwenden, die dringend notwendig gewesen wären. Außerdem wollten sie einen Teil des Geldes auch der Gemeinde spenden.

Doch die ansässige Gang sah das anders und erhob Anspruch auf das Geld, um sich Waffen davon zu kaufen. Als die Familien sich weigerten, den Kriminellen zu helfen, begannen die brutalen Angriffe.

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Vier Menschen überlebten knapp tödliche Angriffe, einem Mann wurde in den Bauch geschossen und die Kreditkarte geraubt, um an das Geld zu gelangen.

Familien mussten Stadt verlassen, um zu überleben

Irgendwann wurde es so viel, dass die 28 Familien die Stadt verlassen mussten, um zu überleben, berichtet „Mexico News Daily“.

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„Sie haben uns aus unserem Zuhause geworfen“, sagt ein Betroffener. Sie mussten alles Hab und Gut zurücklassen bei der Flucht.

Die Familien hatten sich daraufhin an die Regierung gewandt, doch bisher habe es keine Reaktion gegeben. Ob sie jemals zurückkehren können, ist fraglich. (fb)

>> Anmerkung der Redaktion

Glücksspiel kann süchtig machen. Wenn das Spielverhalten außer Kontrolle gerät und zur Ersatzhandlung für andere persönliche Probleme wird, kann sich daraus ein krankhaftes Verhalten bis hin zur Spielsucht entwickeln. Es geht dann nicht mehr nur um ein spontanes Freizeitvergnügen, sondern das Spiel nimmt dann plötzlich bedenkliche Funktionen an: das Vermeiden von Angst, Panik, Depression und anderen negativen Gefühlen oder das Ausweichen vor Problemen.

Wer denkt, dass er an Spielsucht erkrankt ist oder jemanden kennt, bei dem man dies annehmen muss, kann sich Hilfe holen. Dafür gibt es die kostenlose und anonyme Hotline 0800/1372700. Weitere Infos auf bzga.