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Kreuzfahrt: Schlimme Befürchtung für Aida-Gäste wird wahr – „Einfach nur dreist“

Ein beliebter Hafen auf der Karibik-Kreuzfahrt fällt aus. Doch von der Alternative sind die Gäste gar nicht begeistert.

Kreuzfahrt Karibik
© imago/imagebroker

Fünf Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

Seit 1996 schippern die Aida-Kreuzfahrtschiffe über die Weltmeere. Wir haben fünf Fakten gesammelt, die du noch nicht über Aida wusstest.

Anfang November ist die „AIDAluna“ in die Karibik gestartet. Rund 1800 Passagiere haben sich auf Stopps entlang der traumhaften karibischen Küste sowie einzelne Aufenthalte in Mittelamerika gefreut. Für viele Gäste war jedoch vor allem ein Hafen entscheidend für die Buchung der 14-tägigen-Reise: Colón in Panama.

Doch ausgerechnet dieser Hafen konnte kurzfristig am 14. November nicht angelaufen werden. Für die Kreuzfahrt-Passagiere war ein Landausflug aufgrund von gewaltsamen Massenprostesten vor Ort einfach zu gefährlich. Und auch rund zwei Wochen später hat der Kapitän keine guten Nachrichten für die Aida-Gäste. Wir haben exklusiv mit einer Passagierin von Bord der „AIDAluna“ gesprochen. 

Kreuzfahrt: Erneut kein Stopp in Panama

„Das habe ich in meinen 12 Jahren auf der Aida auch noch nicht erlebt, dass wir aus Sicherheitsgründen nicht an Land gehen können“, so lautete noch die Ansage des Kapitäns am 14. November. Bis zum Ende habe man gehofft, dass ein Landgang möglich sei. Doch mit Beginn der Kreuzfahrt sind auch die Proteste und Unruhen in Panama-Stadt losgegangen. Ein neues Bergbaugesetz zieht seitdem Tausende von Demonstranten auf die Straßen – zwei Menschen verloren sogar ihr Leben. 

Anstelle eines Ausflugs zum Panama-Kanal oder in die Innenstadt, gab es einen zusätzlichen Seetag. Auch knapp zwei Wochen später ist die Lage vor Ort noch zu unsicher. Als Julia K. und ihr Mann Andreas K. am 18. November das Kreuzfahrt-Schiff betraten, befürchteten sie bereits das Schlimmste. „Wir sind schon davon ausgegangen, dass Panama auch auf unserer Route ausfällt, doch wir haben erwartet, dass Aida genug Zeit hat, um sich eine gute Alternative einfallen zu lassen“, so die 28-Jährige gegenüber dieser Redaktion.

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Paar von Aida enttäuscht

Während des Mittagslunches auf dem Pooldeck bekommen die Reisenden plötzlich die Hiobsbotschaft mitgeteilt. Geplant war der Halt für den 29. November. Stattdessen soll der Hafen in Puerto Limón (Costa Rica) zwei Stunden eher verlassen werden, sodass die Reisenden einen halben Tag mehr in Cartagena (Kolumbien) verbringen können.

Doch von der Alternative ist das Paar aus Bayern ganz und gar nicht begeistert. „Wir können nur bis 15 Uhr Ortszeit etwas in Costa Rica unternehmen. Da kann man nichts groß machen und in Kolumbien kommen wir um 17 Uhr an. Im Dunkeln wird eigentlich davor gewarnt, in Kolumbien an Land zu gehen. Wir finden es einfach nur dreist und nicht wirklich besser als einen Seetag.“   


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Die frisch Vermählten haben die Kreuzfahrt für ihre Flitterwochen gebucht und nach einer ersten tollen Woche auf dem Schiff, ist der Panama-Ausfall nun die erste herbe Enttäuschung. Auch bei vielen anderen Passagieren sei die Stimmung derzeit auf dem Tiefpunkt. In einer Facebook-Gruppe versuchen Betroffene noch auf den letzten Drücker ihre Ausflüge umzuplanen. Stress, den keiner während seiner Kreuzfahrt gebrauchen kann.