Ikea: Kunden müssen auf Kult-Möbelstück warten – dahinter steckt ein ganz großes Problem

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

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Es gibt wohl kaum einen deutschen Haushalt, indem man keine Möbel von Ikea findet. Besonders das „Billy“-Regal ist seit 1979 Kult. Doch das beliebte Ikea-Produkt ist derzeit in vielen Filialen nur begrenzt oder auch gar nicht mehr verfügbar.

Was steckt dahinter?

Ikea: Engpass von beliebtem Kult-Produkt – Was steckt dahinter?

Rund 4,5 Millionen Mal wird das „Billy“-Regal pro Jahr im schwedischen Dorf Kättilstorp produziert und an Ikea-Filialen in der ganzen Welt verschickt. Das Kult-Produkt ist auf dem Ikea-Sortiment nicht mehr wegzudenken – und trotzdem fehlt es zurzeit in vielen Warenkörben.

Beispielsweise sind die Ikea-Filialen in Augsburg, Mannheim und Sindelfingen von dem Problem betroffen. Wie kann es zu diesem Engpass kommen?

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Das ist Ikea:

  • 1943 in Schweden gegründet
  • Weltweit 433 Filialen
  • Verschiedene Franchise-Nehmer betreiben Ikea-Filialen in einzelnen Ländern
  • 211.000 Mitarbeiter weltweit

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Auf Nachfrage dieser Redaktion teilte Ikea mit: „Während der Pandemie im vergangenen Jahr haben die weltweiten Seetransportkapazitäten alle Unternehmen, die vom Seetransport abhängig sind, vor Herausforderungen gestellt – so natürlich auch Ikea.“

So hätten anhaltende Störungen, überlastete Häfen und eine hohe Nachfrage nach Ikea-Produkten im vergangenen Jahr zu einem Ungleichgewicht auf dem globalen Seefrachtmarkt und zu Einschränkungen im Betrieb geführt. Die Billy-Knappheit habe vor allem zwei globale Ursachen: Rohstoffknappheit und Materialmangel.

Nicht nur Ikea ist von diesem industriellen Problem betroffen.

Ikea leidet unter globalem Industrie-Problem – So reagiert der Möbelgigant da darauf

Eine aktuelle Umfrage der IHK zeigt, dass knapp die Hälfte von befragten Industrie-Unternehmen in Deutschland derzeit unter Lieferengpässen oder Preissteigerungen bei Stahl leidet. Auch Aluminium, Kupfer und Holz sind in vielen deutschen Betrieben Mangelware.

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Auf dieses globale Problem will Ikea bestmöglich reagieren und teilte dazu mit, dass man das Sortiment in den Ikea-Filialen so priorisiere, dass man möglichst vielen Kund*innen gerecht werden kann.

Gleichzeitig will das Möbelhaus daran arbeiten, dass die Warenverfügbarkeit sichergestellt werden kann, indem beispielsweise eigene Container gekauft und zusätzliche Schiffe gechartert werden.

+++ Ikea-Kunden tun es immer wieder – doch ist DAS eigentlich erlaubt? +++

„Dadurch hat sich die Situation bereits verbessert, wir arbeiten jedoch an weiteren Maßnahmen, um die Kapazitätsengpässe im Seetransport auszugleichen“, so Ikea gegenüber dieser Redaktion. (mkx)