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Edeka-Regale immer leerer – Supermarkt mit ehrlicher Ansage: „Bereitet uns Bauchschmerzen“

Kunden stoßen bei Edeka immer wieder auf leere Regale. Ein Marktleiter hat jetzt Klartext gesprochen und erklärt, woran das wirklich liegt.

© IMAGO / Sven Simon

Edeka: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Edeka-Gruppe ist die größte Supermarktkette Deutschlands. Gegründet wurde die Edeka AG & Co. KG 1907 in Leipzig. Heute hat sie ihren Hauptsitzt in Hamburg.

Es ist kaum zu übersehen: Wenn du momentan bei Edeka und Co. einkaufen gehst, begegnen dir immer häufiger leere Regalfächer. Das hat aber nichts damit zutun, dass Kunden bestimmte Produkte hamstern. Dahinter stecken andere Gründe.

Welche, das hat jetzt eine Edeka-Filiale aus Erfurt öffentlich gemacht. Ehrlich spricht das Unternehmen bei Facebook über die Situation, die auch den Einzelhändlern „Bauchschmerzen“ bereite.

Edeka: Darum sind viele Regale leer

Wochenlang war der Streit zwischen Edeka und Coca Cola ein großes Thema. Der Grund: Coca Cola hatte Preiserhöhungen bereits zum 1. September vorgezogen. Eine Sache, die Edeka so nicht akzeptieren wollte. Zwischenzeitlich kam es zum Lieferstopp seitens des US-Konzerns. Heißt: Bei Edeka hast du keine Produkte von Coca Cola mehr bekommen. Mittlerweile hätten beide Parteien den Streit aber beigelegt. Bedeutet, zukünftig findest du die Sachen wieder im Supermarkt.

Anders sieht das bei anderen Marken aus. So gebe es beispielsweise einen 100-prozentigen Lieferstopp seitens des Mars-Konzerns, außerdem einen 67-prozentigen Lieferstopp bei Procter & Gamble, die beispielsweise Produkte wie Head&Shoulders oder Herbal Essences liefern.

Edeka macht ehrliche Ansage

Doch was steckt dahinter? Nach Angaben von Edeka Koch aus Erfurt hat das vor allem einen Hintergrund: komplexe Preisverhandlungen. „Edeka möchte die geforderten Preisvorstellungen der Händler nicht an euch als Endverbraucher weitergeben, weshalb es schlussendlich teilweise dazu führt, dass die Regale leer bleiben“, berichtet das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite.

Wöchentlich würde der Mutterkonzern die Einzelhändler über die aktuelle Lage informieren und ob es Alternativen gibt. Außerdem könnten die Einzelhändler entscheiden, ob sie selbst vergleichbare Artikel oder Lieferanten als Ersatz suchen – oder nicht.


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Solche Preisverhandlungen gebe es schon immer. Aktuell würden die leeren Regale aber vermehrt auffallen, weil viele große Marken mitmischen. „Das bereitet uns natürlich Bauchschmerzen, denn wir möchten selbstverständlich, dass ihr das Maximum an (gewohnter) Auswahl habt, allerdings nicht um jeden Preis – gerade in den aktuellen Zeiten“, betont Edeka Koch.