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Deutschlandticket: Auch SIE können sich bald über Vergünstigung freuen – doch es gibt gleich mehrere Haken

Die ein oder andere Gruppe in der Bevölkerung kann sich bereits über ein vergünstigtes Deutschlandticket freuen. Jetzt folgt eine weitere. Doch mit ein paar ordentlichen Haken!

© IMAGO / Michael Gstettenbauer

Deutschlandticket: das bekommst du für 49 Euro im Monat

Für 49 Euro pro Monat mit Bus und Bahn durch die gesamte Republik fahren. Das ist mit dem Deutschlandticket möglich.

Eine weitere Gruppe kann sich demnächst über einen Rabatt beim Deutschlandticket freuen. Bisher war bereits klar: Menschen mit geringem Einkommen sollen in einigen Regionen schon bald von einem günstigeren Deutschlandticket profitieren – wir berichteten. Und so mancher Rentner kann das begehrte Ticket sogar kostenlos erhalten. Aber dazu müssen sie eine ganz bestimmte Sache eintauschen. Wenn du wissen willst, was das ist, solltest du hier weiterlesen.

Aber stopp, bevor du den nächsten Link anklickst: Es gibt noch eine weitere Gruppe, die sich demnächst über ein günstigeres Deutschlandticket freuen kann. Wer das ist, liest du in diesem Artikel.

Auch SIE können sich über Rabatt beim Deutschlandticket freuen

Die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern zogen sich wie Kaugummi, doch jetzt ist es offiziell: Die Politik hat sich auf ein günstigeres Deutschlandticket für Studierende geeinigt. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne), Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz der Länder, sprach am Montagabend (27. November) von einem Durchbruch. Das bundesweit einheitliche Semesterticket im Rahmen des Deutschlandtickets könne zum Sommersemester 2024 starten. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte die Einigung.

Auch das Deutsche Studierendenwerk (DSW) begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf ein ermäßigtes Deutschlandticket für Studierende. Damit sei die monatelange Hängepartie für die Studierenden beendet, sagte der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl am Dienstag (28. November) in Berlin.

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Das ist eine knappe Kiste

Doch Anbuhl beklagte, diese positive Lösung habe einen wesentlichen Makel: „Sie wurde ohne Beteiligung der Studierenden getroffen. Sie müssen künftig in die Verhandlungen mit einbezogen werden.“ Zudem seien die 29,40 Euro im Monat aber auch die „preisliche Oberkante“. Die Energiepreis-, Miet- und Lebensmittelpreis-Erhöhungen belasteten die rund 2,9 Millionen Studierenden stark – vor allem jene 37 Prozent von ihnen, die mit weniger als 800 Euro im Monat auskommen müssten.

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Doch die Vergünstigung kann allen Studierenden zugutekommen. Oder auch andersrum: Alle müssen sich daran beteiligen. Denn wie die meisten bisherigen Semestertickets basiert auch das Deutschlandticket für Studierende der Einigung zufolge auf dem Solidarprinzip: Wenn der jeweils zuständige Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) mit dem örtlichen Verkehrsunternehmen einen entsprechenden Vertrag schließt, bekommen alle Studierenden das Ticket und müssen dafür zahlen.

„Es gibt keine Sicherheit“

Auch der Freie Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) begrüßt diesen Schritt: „Für die Studierendenschaften bedeutet diese Entscheidung vor allem den Erhalt der studentischen Mobilität und einen ersten Erfolg nach langer Ungewissheit.“ Denn viele ASten hätten in den vergangenen Monaten ihre bisherigen Semesterticket-Verträge gekündigt.

Aber noch ein weiteres Problem tut sich auf: Angesichts der unklaren Finanzierung des Deutschlandtickets „gibt es keine Sicherheit für die neu errungene bundesweite Mobilität der Studierenden“, warnte Rudy Bernard Cruz, Sprecher der Landes-ASten-Konferenz Rheinland-Pfalz.


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Bund und Länder haben sich zwar grundsätzlich darauf geeinigt, das Deutschlandticket fortzuführen. Die Finanzierung ist aber weiterhin nicht geklärt. Die Landesverkehrsminister sollen bis Ende April eine Lösung erarbeiten. Eine Erhöhung des Ticketpreises von bisher 49 Euro ist nicht ausgeschlossen und würde sich auch auf den Preis für das Studierendenticket auswirken. Vor dem Hintergrund des Solidaritätsmodells ist unklar, wie sich dies unter anderem auf die Verträge der Studierendenausschüsse mit den Verkehrsunternehmen auswirken würde. (mit dpa/AFP)