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Berlin-Amokfahrer in Psychiatrie eingewiesen – Vorwurf lautet: Vollendeter Mord und versuchter Mord in 17 Fällen

Berlin-Amokfahrer in Psychiatrie eingewiesen – Vorwurf lautet: Vollendeter Mord und versuchter Mord in 17 Fällen

Berlin-Amokfahrer in Psychiatrie eingewiesen – Vorwurf lautet: Vollendeter Mord und versuchter Mord in 17 Fällen

Berlin-Amokfahrer in Psychiatrie eingewiesen – Vorwurf lautet: Vollendeter Mord und versuchter Mord in 17 Fällen

Auto rast in Berlin in Menschenmenge: Ein Toter, mehrere Verletzte

In Berlin ist ein Auto auf einen Bürgersteig in eine Menschengruppe gefahren, bevor es in einem Geschäft zum Stehen kam. Dabei wurden nach Angaben von Feuerwehr und Polizei ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt.

Tödlicher Vorfall in Berlin nahe des Breitscheidplatzes!

In der Tauentzienstraße unweit der Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg ist am Mittwoch (8. Juni) gegen 10.30 Uhr ein Auto in zwei Menschengruppen gefahren. Beim Fahrer handelt es sich um einen 29-jährigen Deutsch-Armenier.

Es gab 30 Verletzte. Sechs Personen schweben davon in Lebensgefahr. Unter den Opfern war auch eine Schülergruppe aus Hessen. Eine Person, ihre Lehrerin, kam ums Leben. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach im Anschluss von einer „Amoktat“. Der Fahrer des Wagen muss nun in die Psychiatrie.

Alle weiteren aktuellen Infos dazu findest du in unserem Blog.

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Die wichtigsten Infos zusammengefasst:

  • Am 8. Juni raste gegen 10.30 Uhr in Berlin-Charlottenburg ein Auto in eine Menschenmenge
  • Rund 200 Meter weiter fuhr der Wagen in ein Schaufenster eines Parfümerie-Geschäfts
  • Eine Lehrerin kam ums Leben, sechs weitere Menschen wurden lebengefährlich verletzt. Insgesamt gab es ca. 30 Verletzte
  • Der Fahrer Gor H. (29) wurde von der Polizei festgenommen
  • Er kommt nun in die Psychiatrie

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Berlin: Vorwurf gegen Fahrer lautet vollendeter Mord

10. Juni 2022

11.15 Uhr: Bei der Todesfahrt am Mittwoch in der City West in Höhe des Breitscheidplatzes wurde nach Polizeiangaben eine Lehrerin aus Hessen getötet, 31 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Vorwurf gegen den Mann lautet vollendeter Mord sowie versuchter Mord in 17 Fällen.

Zunächst war die Staatsanwaltschaft von einem vollendeten Mord und versuchtem Mord in 31 Fällen ausgegangen. Ein Tötungsvorsatz bei den weniger schwer verletzten Opfern werde inzwischen aber nicht mehr angenommen, teilte die Staatsanwaltschaft auf Twitter weiter mit. Einen terroristischen Hintergrund der Tat oder einen Unfall schließen die Ermittler aus.

10.50 Uhr: Nach der tödlichen Autofahrt soll der Autoverkehr rund um den Breitscheidplatz verlangsamt und zurückgedrängt werden. Auf beiden Seiten des Platzes mit der Gedächtniskirche sollten Autospuren entfernt werden, um eine direkte und gerade Fahrt Richtung Breitscheidplatz zu verhindern, sagte die Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Kirstin Bauch (Grüne), am Freitag im RBB-Inforadio. Dafür gebe es Konzepte, die zum Teil bekannt seien und jetzt schnell umgesetzt werden müssten.

06.55 Uhr: Schock und Trauer wirken nach der Todesfahrt an der Berliner Gedächtniskirche noch immer nach. Derweil geht die Arbeit der Ermittler weiter. Für sie geht es nun darum, die genauen Umstände und Hintergründe der Tat aufzuklären. Hierzu sollen Sachverständige – sowohl für die psychiatrische Expertise als auch für den Hergang des Geschehens – beauftragt und Zeugen vernommen werden.

Berlin: Bundeskanzler Scholz spricht von „Amoktat“

09. Juni 2022

Fahrer kommt in die Psychiatrie – Schule in Hessen trauert um verstorbene Lehrerin

20 Uhr: In Berlin wurde ein Auto zur tödlichen Waffe. Eine Frau ließ ihr Leben als ein Mann in Berlin in eine Menschengruppe fuhr, mehr als 30 Menschen wurden verletzt. Nun kommt der Fahrer in die Psychiatrie.

In den Stunden nach der Todesfahrt in Berlin hatten sich die Hinweise verdichtet, nun ist die Staatsanwaltschaft sicher: Eine psychische Erkrankung des Autofahrers hat nach Überzeugung der Ermittler dazu geführt, dass der 29-Jährige über Gehwege des Ku’damms und der Tauentzienstraße in Menschengruppen gerast ist. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor und will, dass er bis zum Prozess in einem psychiatrischen Krankenhaus bleibt. Besonders getroffen von der Tat ist eine Schulklasse aus Bad Arolsen, deren Fahrt in die Hauptstadt ein jähes Ende fand. Nach dem Tod der Lehrerin steht die kleine nordhessische Stadt unter Schock und bangt mit einem verletzten Lehrer und sieben Jugendlichen.

Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der festgenommene Mann an einer paranoiden Schizophrenie leide, sagte am Donnerstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Sebastian Büchner. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 29-Jährigen seien Medikamente gefunden worden. Der Beschuldigte habe seine Ärzte von der Schweigepflicht entbunden. Am Abend erließ das Amtsgericht Tiergarten den von der Staatsanwaltschaft beantragten Unterbringungsbefehl.

Bei der Todesfahrt am Mittwoch sei der Beschuldigte „bewusst mit einem Fahrzeug“ in eine erste Gruppe von Menschen an der Ecke Ku’damm und Rankestraße sowie dann auf der Tauentzienstraße in eine Gruppe von Schülern und Lehrern gefahren. Es gebe keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund. „Aber auch ein Unfall wird sich vor diesem Hintergrund ausschließen lassen“, sagte Büchner.

Von der Bundes- und Landesregierung wurde der Vorfall als Amoktat eingestuft. Nach Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich auch Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (beide SPD) am Donnerstagmorgen entsprechend: „Das hat sich gestern Abend verdichtet“, sagte Giffey im RBB-Inforadio. Durch die Ermittlungen der Polizei sei klar geworden, „dass es sich um die Amoktat eines psychisch schwer beeinträchtigten Menschen handelt“. Auch Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatte sich am Mittwochabend bei Twitter so ausgedrückt.

Staatsanwaltschaft und Polizei nutzten den Begriff „Amoktat“ hingegen zunächst bewusst nicht. Der Fall weckt auch Erinnerung an eine Amokfahrt auf der Stadtautobahn A100 im August 2020, als ein Autofahrer gezielt drei Motorradfahrer rammte. Er wurde vom Gericht in die Psychiatrie eingewiesen.

„Amok“ geht auf das malaiische „amuk“ zurück, das „zornig“ oder „rasend“ bedeutet. Mittlerweile dient „Amok“ als erweiterter Begriff für jede blindwütige Aggression mit und ohne Todesopfer. Amokläufer sind meistens männlich und führen in der Regel ein eher unauffälliges Leben. Ursache ihrer Taten sind Forschern zufolge neben seelischen Erkrankungen häufig narzisstische Persönlichkeitsstörungen, aus denen Motive wie Wut, Hass und Rache resultieren.

Nach jüngstem Kenntnisstand habe der 29-Jährige in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt, führte Innensenatorin Spranger am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, dem Landesparlament Berlins, aus. Der Mann armenischer Herkunft sei 2015 eingebürgert worden. Polizeilich sei er öfter aufgefallen, es habe Ermittlungen gegeben wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruchs und Beleidigung.

Über politische und extremistische Taten sei nichts bekannt. „Auch im Zusammenhang mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen ist der Tatverdächtige bisher nicht aufgefallen“, so Spranger.

Im Auto sei kein Bekennerschreiben gefunden worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden zwei handgeschriebene Plakate gefunden mit einer „ganz entfernten Bezugnahme zum Bergkarabach-Konflikt“. „Nach derzeitigen Kenntnisstand steht das aber in keinerlei Beziehung zu dem Geschehen“, sagte Behördensprecher Büchner.

19.56 Uhr: Am Tatort lief der Verkehr wieder normal. Sämtliche Absperrungen am Breitscheidplatz waren am Tag nach der Todesfahrt aufgehoben. Allerdings zeugten Markierungen wie etwa gelbe Farbkreise auf dem Gehweg von dem dramatischen Geschehen. Menschen haben Blumen und Kerzen niedergelegt.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) besuchte den Tatort zusammen mit Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Sie wolle die „tief empfundene Anteilnahme der Bundesregierung“ vor allem mit den Angehörigen der toten Lehrerin und den verletzten Menschen ausdrücken, sagte Faeser. Sie dankte auch den Sanitätern, Notärzten und Polizisten, die in der schwierigen Lage nach der Tat halfen.

Der Ort befindet sich unweit der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg. Dort war im Dezember 2016 ein islamistischer Attentäter in einen Weihnachtsmarkt gefahren. Dabei und an den Spätfolgen starben 13 Menschen, mehr als 70 wurden verletzt. Fünfeinhalb Jahre später zog es den Berliner Egbert Schmidt zum Unglücksort. Er war nach eigenen Angaben damals auf dem Weihnachtsmarkt. „Das ist wie ein Déjà-vu“, meinte er. „Als ich die Meldung las und die Gedächtniskirche eingeblendet war, dachte ich: Nee, schon wieder?“

19.48 Uhr: Auch in Hessen erinnern Blumen und Kerzen an die Todesfahrt in Berlin. Sie liegen vor dem gelb-weißen Gebäude der Real- und Hauptschule im Ortskern der 16 000 Einwohner zählenden Kleinstadt Bad Arolsen. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) besuchten die Schule. „Es ist für uns ein ganz schwerer Tag, und wir haben ganz schwere Herzen“, sagte Rhein.

Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse und ihre Lehrer waren am Mittwochvormittag in der Nähe der Berliner Gedächtniskirche zu Fuß unterwegs, als das Auto in die Gruppe fuhr. Die Lehrerin starb, der Lehrer wurde lebensbedrohlich verletzt, sieben Jugendliche kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Insgesamt sprach die Berliner Staatsanwaltschaft nach jüngsten Angaben vom späten Donnerstagnachmittag von insgesamt 32 Verletzten, 50 weitere seien psychologisch betreut worden.

Die Opfer, Angehörigen, Augenzeugen und Freunde an der Kaulbach-Schule werden von einem Team von Schulpsychologen betreut, wie das hessische Kultusministerium in Wiesbaden mitteilte. Fünf Mitglieder des Schulpsychologischen Kriseninterventionsteam (SKIT) an die nordhessische Schule gekommen. Eine Kollegin sei noch am Abend nach Berlin in das Hotel gefahren, in dem die Schülerinnen und Schüler untergebracht waren. Nach Angaben des Berliner Opferbeauftragten ist auch die landesübergreifende Hilfe angelaufen. „Das ganze Hilfssystem ist am Mittwoch hochgefahren worden“, sagte Roland Weber am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

15.30: Amokfahrer soll in Psychiatrie – „Relativ viel“ spricht für paranoide Schizophrenie

Die Berliner Staatsanwaltschaft will den 29-jährigen Amokfahrer vorläufig in einer Psychiatrie unterbringen lassen. Es werde ein Unterbringungsbefehl beantragt, sagte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner, am Donnerstag in der Hauptstadt. Es spreche „relativ viel“ für eine paranoide Schizophrenie des Manns. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien Medikamente gefunden worden. Zudem habe er seine Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden.

Über die Unterbringung sollte noch am Donnerstag ein Richter entscheiden. Ob die Erkrankung wirklich ursächlich für die Tat war, sollen laut Büchner dann die weiteren Ermittlungen zeigen. Eine Terrorakt werde jedoch derzeit ausgeschlossen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach jedoch von einer „Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen“.

Der Staatsanwaltschaft zufolge werden die Taten rechtlich als Mord und versuchte Morde gewertet.

11.07 Uhr: Eine Frau getötet, 29 Menschen verletzt

Gegenüber „Focus“ teilte die Polizei Berlin am Donnerstag mit, dass nach jüngsten Angaben eine Frau getötet und insgesamt 29 weitere Menschen verletzt worden. Die exakte Verletztenzahl war bisher unbekannt.

10.53 Uhr: Debatte über Sicherheit

Können Tragödien wie diese durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen verhindert werden? „Es geht immer darum, Freiheit und Sicherheit in Einklang zu bringen. Man könnte natürlich jeden Gehweg ummauern, aber ich glaube, kein Mensch möchte in solch einer Stadt leben“, sagt Thilo Cablitz, Pressesprecher der Berliner Polizei im Interview mit „RadioEins“ (RBB).

09.52 Uhr: Schwester des Amok-Fahrers gibt Interview

Die Schwester des Amok-Fahrers hat in einem Interview tiefe Einblicke gewährt. Hier mehr erfahren

06.09 Uhr: Scholz spricht von „Amoktat“

Der tödliche Vorfall mit einem Auto nahe der Berliner Gedächtniskirche sorgt für Entsetzen – und wird von Bundeskanzler Olaf Scholz nun als „Amoktat“ bezeichnet. „Die grausame Amoktat an der Tauentzienstraße macht mich tief betroffen“, schrieb der SPD-Politiker am Mittwochabend bei Twitter. Der Fahrer des Autos, das eine Schülergruppe erfasst und die Lehrerin in den Tod gerissen hatte, war nach jüngstem Kenntnisstand wohl psychisch beeinträchtigt.

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„Die Reise einer hessischen Schulklasse nach Berlin endet im Alptraum. Wir denken an die Angehörigen der Toten und an die Verletzten, darunter viele Kinder. Ihnen allen wünsche ich eine schnelle Genesung“, so Scholz weiter. Neben der getöteten Lehrerin wurden nach Angaben der Polizei von Mittwochabend 14 Menschen verletzt, mehrere von ihnen lebensbedrohlich. Die Trauer und die Anteilnahme aus ganz Deutschland waren enorm.

Die Bundesregierung, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigten sich bestürzt über das Geschehene. „Meine Gedanken sind bei den schwer und sehr schwer Verletzten, bei dem Todesopfer“, erklärte Steinmeier. „Und sie sind bei denen, die Schreckliches erleben mussten. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihnen, allen Angehörigen und Hinterbliebenen.“ Bürgermeisterin Giffey sagte den Betroffenen Unterstützung zu.

Berlin: Mordkommission ermittelt

8. Juni 2022

21.42 Uhr: Berlins Innensenatorin Iris Spranger hat die Todesfahrt eines 29-jährigen Gor H. in der Hauptstadt am Mittwoch als „Amoktat“ bezeichnet. „Nach neuesten Informationen stellt sich das heutige Geschehen in der Tauentzienstraße als eine Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen dar“, erklärte Spranger am Abend im Onlinedienst Twitter. Bei dem Vorfall am Mittwochvormittag waren eine Frau getötet und mehrere weitere Menschen teils schwer verletzt worden.

21.03 Uhr: Nach dem Auto-Vorfall mit einer Toten am Mittwochmorgen hat die Präsidentin der Hauptstadt-Polizei die Offenheit der Ermittlungen betont. Man ermittele wirklich in alle Richtungen, sagte Barbara Slowik am Mittwochabend im RBB. Psychische Beeinträchtigungen des 29 Jahre alten Fahrers seien zwar nicht auszuschließen, aber alle anderen Hintergründe ebenso wenig. Die Polizei schließe im Moment „gar nichts“ aus.

Die Ermittlungen würden von einer Mordkommission geführt, sagte Slowik. „Hinweise auf eine politische Tat haben wir derzeit so nicht, dass wir jetzt den Staatsschutz sozusagen die Ermittlungen übernehmen lassen würden.“ Die Polizei werde etwa das Auto des Fahrers noch kriminaltechnisch untersuchen. Ermittler setzen Slowik zufolge auch auf Fotos und Videos, die von Zeugen auf einer Hinweisplattform hochgeladen werden könnten. Dies helfe immens für eine schnelle Auswertung

20.22 Uhr: Am Mittwochabend gab die Innensenatorin Iris Spranger über Twitter bekannt, für Donnerstag eine Trauerbeflaggung als Zeichen des Mitgefühls angeordnet zu haben.

Spranger: „Wir trauern um die verstorbene Lehrerin und bangen um die Schwerverletzten des schrecklichen Vorfalls an der Tauentzienstraße. Als Zeichen des Mitgefühls und der Anteilnahme habe ich in Berlin für morgen Trauerbeflaggung angeordnet.“

Berlin: SEK-Einsatz in Wohnung des Fahrers

20.10 Uhr: Wie die Polizei dieser Redaktion bestätigt, hat ein SEK die Wohnanschrift des Tatverdächtigen in Berlin-Charlottenburg gestürmt. Die Einsatzkräfte haben u.a. eine Polizei-Ramme und einen Erkundungsroboter benutzt. Ob und was gefunden wurde, ist noch immer Gegenstand der Ermittlungen. Eine Polizei-Sprecherin: „Der Einsatz erfolgte im Rahmen einer Sicherheitsvorkehrung. Die Ermittlungen laufen weiter.“

20.07 Uhr: Auch einige Stunden nach dem tödlichen Auto-Vorfall nahe der Berliner Gedächtniskirche sichert die Polizei noch vor Ort Beweise. Die Beweissicherung soll laut Angaben der Beamten noch bis in den späten Mittwochabend laufen. Dann soll auch die Straße wieder freigegeben werden. Am Donnerstag werden die Untersuchungen vor Ort weitergehen.

Die Polizei ging am Abend von insgesamt etwa 20 Verletzten aus. Eine konkrete Zahl könne wegen der dynamischen Lage aber weiter nicht genannt werden, hieß es. Neben der getöteten Lehrerin aus Hessen gebe es derzeit kein weiteres Todesopfer. Viele Menschen seien in psychologischer Betreuung.

19.29 Uhr: Nach dem Tod einer Lehrerin aus dem hessischen Bad Arolsen sollen die betroffenen Schüler eine Anlaufstelle in ihrer Schule finden. An diesem Donnerstag werde die Schule ihren Regelbetrieb aufnehmen und zugleich die Schüler in Empfang nehmen, die aus Berlin mit Bussen zurückgebracht würden, sagte der Bürgermeister von Bad Arolsen, Marko Lambion, der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen sei eine Abschlussklasse mit 24 Schülern einer Realschule in Bad Arolsen. Sie sollten betreut und aufgefangen werden.

Nach Angaben des Bürgermeisters hatte die Klasse gerade erst ihre Abschlussprüfungen geschrieben und wollte mit ihrer Lehrerin die Abschlussfahrt nach Berlin unternehmen. „Der Tag hier in Bad Arolsen war sehr traurig. Unser Mitgefühl ist bei der Familie der Lehrerin und wir sind natürlich in Gedanken bei allen Angehörigen und wünschen Kraft und Trost in dieser schwierigen Zeit“, so der Bürgermeister. „Natürlich sind wir auch bei den Schülerinnen und Schülern, die dieses Ereignis heute miterleben mussten.“

18.26 Uhr: Mittlerweile verdichten sich Hinweise, dass es kein Unfall war. In dem Auto, das der Schwester des Fahrers gehört, lagen Schriftstücke und Plakate mit Äußerungen zur Türkei, wie sie auf Demonstrationen hochgehalten werden.

Der Fahrer soll psychisch auffällig sein, hieß es von der Polizei. Erwähnt wurde in dem Zusammenhang eine Amokfahrt auf der Stadtautobahn A100 im August 2020, als ein anderer Autofahrer gezielt drei Motorradfahrer rammte. Er wurde vom Gericht in die Psychiatrie eingewiesen.

18.16 Uhr: Viele Opfer des Autofahrers gehören zu einer 10. Schulklasse aus Bad Arolsen in Nordhessen. Die getötete Frau war eine Lehrerin. Ein weiterer Lehrer wurde schwer verletzt, ebenso eine ganze Reihe von Schülern, einige lebensgefährlich.

Die hessische Landesregierung zeigt sich am Mittwoch tief bestürzt. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude auf einer Klassenfahrt in der Hauptstadt waren“, teilt Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) mit. Notfallbetreuungsteams seien nach Bad Arolsen geschickt worden, um den Angehörigen, Mitschülern und Lehrern beizustehen.

17.24 Uhr: Nach dem tödlichen Vorfall in Berlin mit einem Autofahrer sind in dem Wagen neben Schriftstücken auch Plakate mit Aufschriften gefunden worden. „Ein richtiges Bekennerschreiben gibt es nicht“, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Mittwoch. Zuvor hatte es aus Polizeikreisen geheißen, es sei ein Bekennerschreiben in dem Auto gefunden worden.

Spranger sprach von „Plakaten“, auf denen Äußerungen zur Türkei stehen würden. Die genaue Motivation des Fahrers müsse untersucht werden. Eine Polizeisprecherin sagte: „Welcher Art die Äußerungen auf Schriftstücken und Plakaten sind, die im Auto gefunden wurden, prüfen wir noch.“

Polizeipräsidentin Barbara Slowik sprach von einem „Tatverdächtigen“, der sich nun im Krankenhaus befinde. Im Moment gebe es keine einschlägigen Erkenntnisse zu einer politischen Motivation. Von einem zufälligen Unfall war in den Stellungnahmen nicht die Rede.

17.10 Uhr: Unter den Opfern, die bei der Fahrt eines Mannes in eine Menschengruppe verletzt wurden, befanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler einer zehnten Klasse, ein Lehrer wurde nach derzeitigem Stand schwer verletzt.

Die Schüler aus Hessen würden psychologisch betreut, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Mittwoch in Berlin. Sie kündigte an, der Tatverdächtige werde in alle Richtungen überprüft. Der Fahrer sei in ein Krankenhaus gekommen.

17.02 Uhr: Der Sperrkreis rund um den Tatort in Berlin-Charlottenburg wurde nun erweitert. Das gab die Polizei um kurz vor 17 Uhr bei Twitter bekannt. Dort heißt es genau: „Für die weitere Tatortarbeit, vor allem zum Fahrzeug, haben die Einsatzkräfte den Sperrkreis vorübergehend erweitert.“

Auch die U-Bahnstrecke, die entlang der Tauentzienstraße führt, wurde temporär ausgesetzt. Wie die Polizei außerdem noch mal betont, sei das umliegende Europacenter nicht komplett geräumt worden, wie es zuvor laut Informationen vor Ort hieß.

16.17 Uhr: Nach dpa-Informationen hat die Polizei in dem Wagen ein Bekennerschreiben gefunden. Über den Inhalt wurde zunächst nichts bekannt. Auf Nachfrage dieser Redaktion wurde das seitens einer Polizeisprecherin noch nicht bestätigt.

16.14 Uhr: Mehrere Stunden nach dem Vorfall wurde am Mittwochnachmittag das Europacenter zum Teil geräumt. Grund sei die genauere Untersuchung des Autos des Täters, das gegenüber des großen Einkaufszentrums auf der anderen Seite der Tauentzienstraße stand. Es gehe um eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls sich in dem Wagen etwas Gefährliches befinden sollte, so die Polizei.

15.58 Uhr: Der Ort, an dem am Mittwoch ein Auto in eine Menschenmenge gerast und eine Frau getötet hat, ist ein besonderer in der Berliner Geschichte. 2016 hatte dort auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche ein Attentäter einen Lkw in einen Weihnachtsmarkt gesteuert. Nun herrscht in der Nähe des Breitscheidplatzes erneut Ausnahmezustand. „Es klafft noch immer eine Wunde im Herzen dieser Stadt“, sagt Polizeisprecher Cablitz.

Weitere Stimmen:

  • Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey: „Es ist eine Situation, wo man denkt: Um Gottes willen, nicht schon wieder! […] „Ob das jetzt ein Zufall war, der Ort, ob das ein bewusst gewählter Ort war, das wissen wir alles noch nicht.“
  • Berlins frühere Staatssekretärin Sawsan Chebli: „Ich höre Hubschrauber. Sirenen. Mein Körper zittert. Was für ein Horror!“

15.52 Uhr: Zwischen der Gedächtniskirche und dem Luxuskaufhaus KaDeWe ist das Areal großflächig mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.

Berlin: Unter Opfern auch Schülergruppe

15.46 Uhr: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist auch eine Schülergruppe aus Hessen betroffen. Sowohl die getötete Lehrerin als auch die Schüler stammen laut „Merkur.de“ aus Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

15.29 Uhr: Die Polizei Berlin erklärt auf Twitter, aktuell keine Informationen zu den Verletzten preiszugeben, bevor die Angehörigen nicht informiert seien. Vor Ort habe man psychologische Betreuung für Betroffene und Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt, heißt es auf Twitter außerdem.

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15.16 Uhr: Die Sicherheitsbehörden des Bundes und des Landes Berlin standen nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums in Berlin wegen der Vorfalls im engen Austausch. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe bereits mehrmals mit ihrer Berliner Amtskollegin Spranger gesprochen, sagte er am Mittwoch in Berlin vor Journalisten. Es sei allerdings noch zu früh, über Hintergründe „zu spekulieren“. Die Aufklärung laufe „unter Hochdruck“.

15.12 Uhr: Noch ermittelt die Polizei, ob es sich um eine vorsätzliche Tat handle oder um einen Unfall „vielleicht sogar mit einem medizinischen Notfall als Grundlage“.

Gegen Mittag teilte die Berliner Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) mit: „Die Polizei arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung“.

14.16 Uhr: Ein Augenzeuge vor Ort schilderte unserem Reporter, wie er den dramatischen Vorfall miterlebt hat. Was Rabih S. (47) beobachtete, liest du hier

14.12 Uhr: Nach „Bild“-Informationen soll der 29-jährige Fahrer der Polizei wegen Eigentumsdelikten bekannt sein.

13.34 Uhr: Auf Twitter teilte die Berliner Polizei mit: „Der Fahrer soll in der Tauentzienstraße zunächst in eine Personengruppe und dann in ein Schaufenster gefahren sein. Er wurde von Passanten festgehalten und an die Einsatzkräfte übergeben. Es handelt es sich um einen 29-jährigen in Berlin lebenden Deutsch-Armenier.“

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13.30 Uhr: Wie „BILD“ berichtet, soll es sich bei der verstorbenen Person um eine Lehrerin handeln.

13.22 Uhr: Auf Twitter kursiert ein Video, das die Festnahme des Unfallfahrers zeigt. „Bitte, Hilfe!“, ruft er, als ihn die Polizisten in abführen. Passanten beschimpfen ihn aus dem Off als „Idiot“ und „Arschloch“.

13.14 Uhr: Die Polizei sperrt den Bereich immer weiträumiger ab. Offenbar versammeln sich auch immer mehr Schaulustige vor Ort.

12.44 Uhr: Wichtige Bitte der Polizei Berlin: „Bitte verbreiten Sie keine Aufnahmen vom Ereignisort im Netz.“ Für Hinweise haben die Ermittler ein eigenes Hinweisportal auf ihrer Homepage eingerichtet. >> Hier kannst du Infos einreichen

12.37 Uhr: Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger meldete sich auf Twitter zu Wort: „Ich bin schockiert über den Vorfall in Charlottenburg. Ich bin in der Lagezentrale und informiere mich laufend. Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei allen Betroffenen!“

Auch Bürgermeisterin Franziska Giffey zeigte sich „tief betroffen“ und kündigte an, sich persönlich ein Bild von der Lage machen zu wollen.

Berlin: Auto rast am Breitscheidplatz in Menschenmenge

12.28 Uhr: Wie die Polizei gegenüber „Bild Live“ bestätigte, soll es mindestens 13 Verletzte geben, davon seien fünf Personen lebensgefährlich verletzt.

12.24 Uhr: Augenzeugen vor Ort erzählten, der Täter sei aus dem Laden geflüchtet und habe sich gegen eine Scheibe gestemmt, die jedoch nicht vollständig zerstört war. Dann sei er weggerant, bis ihm ein Passant ein Bein gestellt habe, um ihn bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Dabei soll er laut „Bitte helfen“ gerufen haben.

12.23 Uhr: Der Fahrer soll zunächst im Bereich Tauentzienstraße/Rankestraße auf den Gehweg in die Menschengruppe gefahren. Anschließend sei er weiter über die Fahrbahn und schließlich die besagte Douglas-Filiale gerast.

12.01 Uhr: Details zum Fahrer nannte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittler wollen nun überprüfen, ob nicht möglicherweise ein medizinischer Notfall als Ursache für das Unglück in Betracht komme. Der silbergraue Renault sei laut Augenzeugen mit rund 150 Stundenkilometern unterwegs gewesen.

11.43 Uhr: Wie ein Polizeisprecher vor Ort mitteilte, wurde der Fahrzeugführer von Passanten vor Ort festgehalten, bis sich die Beamten um ihn kümmern konnten. Der Mann werde nun von der Polizei befragt.

11.06 Uhr: Eine Person vor Ort wird von der Polizei festgehalten, teilte eine Sprecherin gegenüber dieser Redaktion mit. Dabei soll es sich um den mutmaßlichen Fahrer handeln.

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11.15 Uhr: Die Beamten betonen, dass aktuell nicht klar sei, ob der Fahrer mit Vorsatz gehandelt habe oder ob es im Rahmen eines Verkehrsunfalls zu dem Unglück kam.

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Weitere Nachrichten:

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10.50 Uhr Laut Polizei Berlin ereignete sich der Vorfall gegen 10.30 Uhr in der Tauentzienstraße nahe der Gedächtniskirche und dem Ku’damm.

Bei dem Unfallfahrzeug handelt es sich um einen Renault, der in einer Douglas-Filiale am Kudamm zum Stehen kam. (at, cf, jds, jhe mit dpa)