Stefanie Tücking beigesetzt: Dieser wichtige Wunsch wurde ihr zum Schluss erfüllt

Stefanie Tücking verstab vergangenen Samstag an einer Lugenembolie.
Stefanie Tücking verstab vergangenen Samstag an einer Lugenembolie.
Foto: SWR - Südwestrundfunk / SWR
  • Stefanie Tücking ist im Alter von 56 Jahren tot in ihrem Bett aufgefunden worden
  • In den 80ern moderierte sie die einzige bundesdeutsche Musikvideosendung „Formel Eins“

Baden-Baden. Immer noch sitzt die Trauer bei ihrer Familie, Arbeitskollegen und Fans tief: Vor mehr als einer Woche verstarb Stefanie Tücking im Alter von nur 56 Jahren. Viele Menschen sind fassungslos. Nun wurde Tücking in ihrer Geburtsstadt Kaiserslautern beigesetzt.

Wie „Bild“ berichtet, liegt ihr Grab in der Nähe von Fritz Walter, dem Kapitän der Weltmeister-Elf von 1954.

Stephanie Tücking in Kaiserslautern beigesetzt

Unter der Woche ergab eine Obduktion, woran die Kult-Moderatorin verstorben war. Die Grabstätte in Kaiserslautern soll ihr ausdrücklicher Wunsch gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden teilte der Familie von Stefanie Tücking mit, dass eine Lungenembolie die Todesursache war. Damit bezeichnet man Blutgerinnsel, die Lungenarterien verstopfen – häufig mit tödlichem Ausgang.

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Wurde Stefanie Tücking das Rauchen zum Verhängnis?

Gegenüber dem Focus erklärt Ulrich Hoffmann, Leiter der Abteilung Angiologie des Klinikums der LMU München: „Von der Beinvenenthrombose kann sich ein Blutgerinnsel ablösen. Der Blutstrom transportiert es zum rechten Herzen, von wo aus es in die Lunge verschleppt wird.”

Typische Symptome einer Lungenembolie seien demnach:

  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Schmerzen beim Einatmen
  • Bluthusten
  • Schwindel
  • Ohnmachtsanfälle
  • Schmerzen in der Brust

Vorzeichen gäbe es genug. Risikofaktoren wären unter anderem eine Venenschwäche oder auch Rauchen. Stefanie Tücking lebte mit einem erhöhten Risiko. Denn sie war lange Zeit Raucherin.

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Stefanie Tückings bekannteste Show war „Formel Eins“

Die Moderatorin wurde vor allem durch die Musiksendung „Formel Eins“ bekannt. In den 80er Jahren war dies die einzige bundesweite Musikvideosendung in Deutschland. Wer also Musikvideos sehen wollte, musste einschalten.

Für die Moderation von „Formel Eins“ erhielt Stefanie Tücking 1987 die Goldene Kamera. Doch Tücking kehrte dem Fernsehen den Rücken, machte später vor allem Radio.

Stefanie Tücking moderierte auch auf Festivals wie „Rock am Ring“

Auch im Radio war die Stimme von Stefanie Tücking bekannt. Ab 1987 moderierte sie bei Bayern 3, wechselte 1988 zu SWF3 nach Baden Baden.

Stefanie Tücking präsentierte beim SWR Formate wie die „SWR3 Morningshow“, Musiksendungen wie den „SWR3 Popshop“ und auch die „ARD Popnacht“. Sie moderierte außerdem auf den Bühnen großer Festivals wie „Rock am Ring“ oder das „SWR3 New Pop Festival“.

Die Kollegen trauern um Stefanie Tücking

„Stefanie hat Generationen von Menschen die Musik nahe gebracht und das seit 30 Jahren“, sagte SWR3 Programmchef Thomas Jung der Deutschen Presse-Agentur.

Jung beschrieb Tücking als „Kumpeltyp, coole Rocklady und absolute Powerfrau“.

Tücking betrieb eigenen Blog

Wie reich an Erlebnissen, Eindrücken, Leidenschaft und Liebe für Tiere und Natur Tückings Leben war, konnte die Öffentlichkeit zeitweise auch in ihrem Blog verfolgen.

Dort beschrieb sie viele komische Szenen ihres Alltags, an denen häufig ihre zwei Hunde beteiligt waren.

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In ihrem Blog schrieb Stefanie Tücking viel über ihr privates Leben

Stefanie Tücking wuchs in Kaiserslautern auf, machte dort Abitur, studierte Elektrotechnik. Diese Zeit beschrieb sie in ihrem Blog so: „Dann in die Welt gerannt und über das Kabelfernsehen zur Musiksendung Formel Eins gekommen. Das war der Wendepunkt, da war klar: Elektrotechnik und Kaiserslautern haben mich gesehen.“

Männer in ihrem Leben habe sie auf den Bowie-Faktor überprüft, schreibt Stefanie Tücking: „Sehen sie irgendwie anders aus, haben sie diesen leicht lächelnden Seitenblick drauf, bringen sie mich dazu ihnen zuzuhören, können sie tanzen, haben sie ungewöhnliche Klamotten an - und stehen sie ihnen auch. So’n Zeug halt.“

Vater von Stefanie Tücking fassungslos

Der plötzliche Tod von Stefanie Tücking hat Freunde und Familie schockiert. Tücking habe sich am Morgen einfach nicht mehr geregt. „Der Wecker klingelte immer weiter“, so Manfred Tücking. „Ihre Freundin ging zu ihr und schüttelte sie, aber sie rührte sich nicht. Da rief sie den Notarzt.“

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Das berufliche Leben von Stefanie Tücking

  • 1962 in Kaiserslautern geboren
  • Studierte zunächst Elektrotechnik - dann erwachte der Wunsch, Journalistin zu werden
  • Umzug nach Baden-Baden
  • Moderatorin der Sendung "Musicbox"
  • Ab 1986 zusammen mit Ingolf Lück bei Musiksendung "Formel 1"
  • 1987 erhält sie die "Goldene Kamera"
  • In den 90ern moderiert Stefanie Tücking die WDR-Sendung "Hier und Heute"
  • In den 2000ern arbeitet Stefanie Tücking für verschiedene Fernsehesender und beim Radio

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Stefanie Tückings Vater ist nach dem Verlust seiner Tochter völlig aufgelöst. „Ich bin sehr erschöpft. Das alles ist aus dem Nichts über mich hereingebrochen.“

„Am Donnerstag waren wir noch zusammen auf dem Weihnachtsmarkt“

„Ich muss mich jetzt um die Beerdigung meiner Tochter kümmern, dabei waren wir Donnerstag noch zusammen auf dem Weihnachtsmarkt und alles war gut.“

Am Wochenende ihres Todes wollte die Moderatorin eigentlich gemeinsam mit zwei Freunden, die zu Besuch bei ihr waren, erneut auf den Weihnachtsmarkt gehen. Doch dazu kam es nicht mehr.

Stefanie Tücking ist tot – emotionaler Nachruf einer Freundin

Ihre gute Freundin Jess Doenges schrieb nach Tückings Tod einen emotionalen und traurigen Nachruf. Darin heißt es unter anderem:

„Du kannst jetzt nicht schon fort sein. Ich kenne dich doch schon länger als mein halbes Leben. Ich kann es nicht glauben, ich will es nicht glauben und doch bleiben mir jetzt neben selbst gebrannten CDs, Büchern, einem Kochtopf, Tellern, Fotos und anderen Dingen nur die Erinnerungen in meinem Herzen an dein großes Herz. Danke für alles, deine Jess.“

Gedenkseite für Stefanie Tücking auf SWR-Homepage

Auf der Homepage ihres Senders steht nun eine Gedenkseite für Stephanie Tücking. Dort heißt es, sie sei „ein direkter, ehrlicher Mensch. Wer mit Steffi zu tun hatte, wusste, woran er war. Sie war die mit der klaren Meinung. Wer neu zu SWR3 kam, war beeindruckt von dieser geraden Frau.“ (mb/lin/dso/mit dpa)

 
 

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