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„Tatort“ aus Köln: ARD-Zuschauer erschüttert – „Deprimierend“

Der Kölner „Tatort: Abbruchkante“ hinterlässt ein mulmiges Gefühl bei den ARD-Zuschauern. Dieser Fall lässt niemanden kalt.

"Tatort: Abbruchkante" aus Köln
© WDR/Bavaria Fiction GmbH/Martin Valentin Menke

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Die Krimiserie „Tatort“ begeistert schon seit Jahrzehnten die deutschen TV-Zuschauer. Sonntags um 20.15 Uhr lösen unterschiedliche Kommissaren-Teams Mordfälle in der ARD. Aktuell ermitteln 22 Ermittler-Teams in 20 deutschen Städten, sowie in Wien und Zürich. Wir stellen euch die bekanntesten aktuellen Besetzungen vor.

Man könnte meinen, der neue „Tatort“ aus Köln spaltet die Fangemeinschaft. Während die einen die ruhige Erzählart genießen, klagen die anderen darüber, bei dem Fall eingeschlafen zu sein. Dennoch hält sich die Kritik am Film in Grenzen.

Am Ende begeistern die „Tatort“-Stars Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär wieder einmal das ARD-Publikum. Ihr Fall „Abbruchkante“ sei unvergleichlich, behaupten die Zuschauer. Ohne große Spannung trifft der Streifen voll ins Herz – und hallt mit Sicherheit noch Tage später nach.

Kölner „Tatort“ trifft Zahn der Zeit: Schicksal dieses Dorfes bleibt unvergessen

Der „Tatort: Abbruchkante“ verschlägt das Ermittler-Duo Ballauf und Schenk ins rheinische Braunkohlerevier, um genauer zu sein in die Ortschaften Alt-Bützenich und Neu-Bützenich (nahe Düren). Während der Mord an einem Dorfarzt fast nebensächlich erscheint, sind es vor allem die Geschichten der Einheimischen, die das ARD-Publikum berühren. Der Tagebau hat ihnen buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen. Beinah wie die Menschen aus Lützerath haben sie ihr komplettes Zuhause aufgeben müssen.

Da wäre zum Beispiel die Witwe des Arztes, die einer Tablettensucht verfallen ist, oder ein Waffenbesitzer, der seine eigene Tochter verloren hat. Am herzzerreißendsten ist wohl aber die Geschichte eines alten Ehepaares, das den gemeinsamen Selbstmord wählt, nachdem es um sein Haus gebracht worden ist. Während die Frau dabei stirbt, überlebt der Mann – und muss nun alleine weiterleben. Bilder wie diese erschüttern die „Tatort“-Zuschauer zutiefst, wie kurz darauf in den sozialen Medien deutlich wird.

„Tatort“-Zuschauer begeistert: „Mal was anderes“

„Eindrucksvolle Charaktere, unter die Haut gehende Geschichte. Ich fand‘s gut“, lobt einer von ihnen den Film „Abbruchkante“. Immer wieder heißt es, dass es dem Fall zwar an Spannung und Action fehle, die Stille jedoch ähnlich starke Emotionen hervorrufe. „Bedrückend, emotional und in der Realität. Das Thema 1 A umgesetzt“, kommentiert eine Frau. Dass sich der „Tatort“ genau zur richtigen Zeit an die Klimakrise traut, imponiert dem ARD-Publikum. „Ein leiser, realitätsnaher, sehr fein abgestimmter und ehrlicher ‚Tatort‘! Traurig, berührend und sehr gut. Außerdem: treffende, deprimierende Bilder zum Klima-Thema“, fasst eine weitere Dame zusammen.

Den meisten Zuschauern sei am Ende sogar egal gewesen, wer den Arzt getötet hat. Dass der „Tatort“ mehr sozialkritisch als spannungsgeladen gewesen ist, können die Fans offensichtlich verzeihen. „Mal was anderes“, stellt einer von ihnen fest, ohne es herunterreden zu wollen. Ein anderer merkt an: „Tiefsinnig und melancholisch. Nicht für jeden Geschmack, aber mir hat er gefallen.“


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Der „Tatort: Abbruchkante“ wurde am Sonntag, den 26. März, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Der Film ist anschließend für sechs Monate in der ARD-Mediathek zu sehen.