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Dortmund: Gruppe randaliert in berüchtigtem Stadtteil – als die Polizei die Lage beruhigen will, eskaliert es

Am Samstagabend (29. Oktober) hat eine Männergruppe in Dortmund-Dorstfeld randaliert. Als die Polizei die Lage beruhigen will, eskaliert es.

Dortmund
© imago/Jannis Große

Polizisten trainieren Ernstfall

Wie sich unsere Gesetzeshüter vorbereiten

Gewaltausbruch in Dortmund! Gegen 22.45 Uhr haben sich am Samstagabend (29. Oktober) Anwohner am Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld über eine zehnköpfige Männergruppe beschwert, die laut grölen und gegen Haustüren pinkeln würde.

Gegen 23.30 Uhr ist ein weiterer Anruf bei der Polizei eingegangen, wieder würde die Männergruppe laut Musik hören und Müll herumwerfen. Die Polizei ist ausgerückt, hat die jungen Männer dazu aufgefordert, den Müll einzusammeln und die Musik auszuschalten. Auch Platzverweise wurden erteilt.

Gruppe beruhigt sich – nur einer stellt sich quer

Die Gruppe habe sich laut Polizei kooperativ gezeigt – nur ein Dortmunder (23) wollte nicht mitmachen, hat erst auf wiederholte Aufforderung hin reagiert. Kurze Zeit später hat die Streifenwagenbesatzung erneut den 23-Jährigen getroffen, der wieder laut Musik über Bluetooth-Lautsprecher hörte.

Als er darauf angesprochen wurde, hat er die Lautsprecher in Richtung des Streifenwagens geworfen, einen Polizisten nur knapp verfehlt, die Windschutzscheibe des Autos aber beschädigt. Er ist weggerannt. Auf der Flucht stürzte der 23-Jährige, konnte deshalb auf der Spicherner Straße von den Beamten fixiert werden.

Dortmunder dreht durch, verletzt Polizisten

Doch beruhigen konnte er sich immer noch nicht: Auf Beleidigungen folgte Spucken, und sogar Kopfstöße und Tritte in Richtung der Polizisten hat er pausenlos von sich gegeben. Am Ende kam er gefesselt an Händen und Füßen in Polizeigewahrsam. Zwei Polizisten wurden durch die Widerstandshandlungen verletzt, einer von ihnen war nicht mehr dienstfähig. Gegen den Unruhestifter wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichem Angriff und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel ermittelt.


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