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Stadt unterhält 14 Sirenen

Feuerwehr plädiert für einheitliches Signal

05.05.2009 | 17:51 Uhr

Um die Bevölkerung bei Gefahr zu warnen, denken die Sicherheitskräfte landesweit über einen einheitlichen Signalton nach.

Damit jeder Bürger weiß, dass akute Gefahr droht, plädiert die Feuerwehr für einen durchdringenden Sirenen-Ton. Vor Jahren hat die Stadt Sprockhövel die Sirenen vom Bund übernommen. 14 Anlagen sind in Funktion und werden regelmäßig gewartet. Andere Städte haben die Sirenen demontiert.

„Wir unterstützen die in diesen Tagen von der AGBF (Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren) geäußerte Forderung nach einem einheitlichen Konzept zur Warnung der Bevölkerung. Auch wir sind der Meinung, dass dies derzeit nur über einen Sirenenton realisiert werden kann”, erklärt Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm. Ob durch Chemie-Unfälle in Gewerbebetrieben, ob durch Straßen- oder Schienenverkehr oder durch terroristische Anschläge oder durch Naturkatastrophen verursacht, die letzten Jahre hätten gezeigt, dass eine zuverlässige Möglichkeit, die Bevölkerung auf Gefahren hinzuweisen, in vielen Situationen hilfreich sein konnte. Ein bei allen Bürgern bekanntes Signal könnte auf eine „allgemeine Gefahr” hinweisen. Damit verbunden sei die Aufforderung, das Radio einzuschalten. Eine landeseinheitliche Lösung, am besten eine bundesweite Gestaltung, sei wünschenswert. Pressesprecher Christoph Schöneborn erläutert, warum ein kommunales Konzept nicht ausreicht: „Viele Menschen wohnen im EN-Kreis, arbeiten aber außerhalb – oder umgekehrt. Ein rein kommunales Konzept lässt sich nicht mit allen Menschen, die sich zum Zeitpunkt X im Kreisgebiet aufhalten, vertraut machen. Eine sinnvolle Warnung muss auch von Gästen und Durchreisenden verstanden werden können.”

EN-Ferwehr-Verbandspräsident Rehm: „Am besten ließe sich das mit einem allseits bekannten Sirenenton sicherstellen.” Die derzeitigen Sirenen liegen in städtischer Zuständigkeit und sind auch lediglich zur Alarmierung der Feuerwehren vorgesehen. Nicht in allen Städten ist diese Möglichkeit flächendeckend gegeben. Sinnvoll wäre eine einheitliche Technik mit verschiedenen Tonsignalen sowohl Bevölkerungswarnungen als auch einen Alarmton für Einsatzkräfte. „So hätten wir eine weitere Ebene, falls alle anderen Alarmierungstechniken im Krisenfall ausfallen würden”, so Schöneborn.

Kurt Bein


Kommentare
05.05.2009
21:25
Feuerwehr plädiert für einheitliches Signal
von scouti | #1

Früher gab es verschiedene Töne (z. B. ABC- oder Feueralarm und entsprechende Entwarnungen), also macht doch die alten, seinerzeit bekannten Signale wieder publik. Nicht das Rad neu erfinden!

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