Bundespräsident:

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Meschede. Nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Patrick Sensburg hat sich Bundespräsident Christian Wulff ungeschickt verhalten, die Vorwürfe gegen ihn aber in seinem TV-Interview ausgeräumt. „So, wie er die Sachen dargestellt hat, konnte ich sie nachvollziehen, auch wenn ich sie anders gemacht hätte“, sagte der heimische Politiker. Sensburg sieht derzeit keinen Grund für einen Rücktritt des Bundespräsidenten. Er geht davon aus, dass Wulff die volle Amtszeit von fünf Jahren nutzen wird.

Sensburg war im Juni 2010 Mitglied der Bundesversammlung, als Wulff gewählt wurde. Er stimmte für den Niedersachsen, „weil er ein ausgleichender und integrativer Mensch ist.“ Dass Wulff einen Kredit von Freunden erhalten habe, sei unüblich, aber nicht verwerflich, wenn es sich wirklich um langjährige, sehr gute Freunde handele und keine weiteren Vorteile für eine Seite damit verknüpft gewesen seien. „Ich würde jedoch keine Geschäfte mit Freunden machen, wenn etwas schief läuft, leidet das Geschäft und die Freundschaft“, so Sensburg.

Den Anruf von Wulff bei Bild-Chefredakteur Kai Diekmann bezeichnete Sensburg als menschlich, aber nicht klug. „Ich wäre daran interessiert, zu hören, was genau gesagt worden ist“, sagte der CDU-Politiker. Sollte Wulff hier nicht, wie es Bild behauptet, die Wahrheit gesagt haben, „so wäre ich sehr enttäuscht und dann wäre seine Glaubwürdigkeit beschädigt.“

 
 

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