Mülheim

Dein Hund hat Angst vor Gewitter und du willst für ihn da sein? Dann solltest DAS auf keinen Fall machen

Was kannst du tun, wenn dein Hund bei Gewitter Angst hat? (Symbolbild)
Was kannst du tun, wenn dein Hund bei Gewitter Angst hat? (Symbolbild)
Foto: imago/ Jan Eifert/ Photocase/ Montage: Der Westen

Mülheim. Viele Hundebesitzer kennen das Problem: Sobald es gewittert, verschwindet Bello zitternd unterm Bett. Wieso dein Hund so reagiert und was du tun kannst, um deinem Vierbeiner zu helfen, verrät Hundetrainerin Sarah Meurer.

Laute Geräusche bedeuten Gefahr

Generell gelte: Ein Hund handele nach seinen Instinkten und die lauten Geräusche bedeuten für den Hund Gefahr. Er möchte sich in Sicherheit bringen. Doch nicht jeder Hund reagiere gleich bei lauten Geräuschen.

Die Vierbeiner reagierten so, wie sie es beispielsweise gelernt hätten. War die Mutter also schon ängstlich, habe sich der Welpen diese Angst sozusagen abgeguckt und werde sich vermutlich ähnlich verhalten. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle.

Angst nach traumatischen Erlebnissen

Musste dein Hund beispielsweise eine besonders traumatische Situation erleben, könne dein Hund Angst entwickeln. Allerdings gebe es auch bestimmte Rassen, die Geräuschsensibel seien. So seien Hütehunde besonders anfällig und könnten besonders heftige Reaktionen zeigen, wenn es einmal laut würde.

Sobald dein Hund also durch die Geräusche von Gewitter oder auch Sirenen gestresst sei, solltest du ihn unterstützen. Unterstützen heiße aber nicht zwangsläufig, ihn zu streicheln oder im anders Aufmerksamkeit zu schenken.

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Dein Hund braucht einen Rückzugsort

Viel wichtiger sei es, ihm einen Rückzugsort zu bieten. „Das kann ein bestimmter Raum sein, das kann eine im Raum stehende Hundebox sein, die der Hund auch sonst gerne als Rückzugsort wählt oder eben auch das Bett“, sagt Meurer. Dein Vierbeiner brauche einen Ort, an dem er sich sicher und geborgen fühle.

Um deinen Liebling noch weiter zu unterstützen, solltest du ihn jetzt auf keinen Fall alleine lassen. Stattdessen solltest du die Fenster schließen und ruhige Musik oder den Fernseher einschalten. Außerdem solltest du in der Nähe bleiben, aber ihm auf keinen Fall extrem viel Aufmerksamkeit schenken. So könntest du alles nur noch schlimmer machen.

Aufmerksamkeit kann alles schlimmer machen

„Mit übertriebener Aufmerksamkeit würde man die Situation unbewusst verstärken“, sagt Meurer. Das heißt dein Hund würde in dem bestätigt werden, was er tut und sich möglicherweise noch mehr in seine Angst steigern. Doch sucht dein Liebling von sich aus Aufmerksamkeit, darfst du ihm diese auch geben.

Doch generell gelte, es komme ganz auf den Charakter deines Vierbeiners an. Es lässt sich also nur schwer eine allgemein gültige Regel finden. Allerdings solltest du deinen Hund eher nicht mit Gewalt unter dem Bett hervorziehen.

Seminare oder Workshops können helfen

In einigen Hundeschulen werden außerdem Seminare zur Angstbewältigung angeboten. Diese Angsthund-Seminare seien allerdings eher für Hunde geeignet, die vor mehr Angst hätten als nur vor Gewitter oder Feuerwerk. Sollte dein Hund nur Probleme mit solchen extremen Geräuschen haben, könne es schon ausreichen, einen kürzeren Workshop zu besuchen.

Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du auch einen Hundetrainer fragen, was das Richtige für dich und deinen Hund ist.

 
 

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