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Parkplatz-Ärger in Gelsenkirchen: Anwohnerin platzt der Kragen – „Katastrophal“

In Gelsenkirchen-Buer platzt einer Anwohnerin jetzt wegen der Parkplatz-Situation der Kragen. Sie und andere Anwohner fahren schwere Geschütze auf.

u00a9 IMAGO/Steinach

Das ist die Stadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen verbinden viele sofort mit dem FC Schalke. Doch die Stadt ist mehr als nur Fußball und Industrie. In diesem Video stellen wir dir sie vor.

Wer als Autobesitzer in eine neue Wohnung zieht, der macht sich in der Regel auch um die Parkplatz-Situation vor Ort Gedanken. Im besten Fall wird einem für den eigenen Pkw eine Garage geboten, oder zumindest ein eigener Stellplatz. Gerade in den Großstädten im Ruhrgebiet wie in Gelsenkirchen, Essen und Co. müssen Autofahrer aber oft Abstriche machen.

Doch auch wenn man seine Ansprüche senkt, so will man sein Auto doch zumindest sicher abstellen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern oder gar zu gefährden. Im Stadtteil Buer in Gelsenkirchen offenbart eine Anwohnerin jetzt allerdings eine „katastrophale“ Parkplatz-Situation, die nicht nur sie verzweifeln lässt.

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Gelsenkirchen: Parkplatz-Situation raubt Anwohnern letzten Nerv

Konkret soll es um den Angerweg gehen. Das Problem: Die Straße ist laut Anwohnerin per se sehr schmal, das Parken sei demnach auf der Straße eigentlich gar nicht erlaubt. Die Stadt dulde dies allerdings. Garagen vor Ort würden von den Mietern als Lagerplätze oder Werkstätten statt zum Parken genutzt. Darüber hinaus behindere beziehungsweise beeinträchtige ein Wohnmobil, dass vor dem Garagenhof parkt, die Sicht bei der Ein- und Ausfahrt extrem. „Es kam schon zu Unfällen und Beinnahunfällen“, so das bittere Fazit der Gelsenkirchenerin. Vor allem abends sei die Lage „katastrophal“.

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Das Ordnungsamt, das vorrangig vormittags im Angerweg seine Runden dreht, hätte bislang noch nicht den Ernst der Lage erkannt und den Wünschen der Anwohner entsprechend reagiert. In ihrer Not haben die genervten Gelsenkirchener deshalb bereits schwerere Geschütze aufgefahren und sich an den Wohnungsanbieter „Vivawest“ gewandt. Mit ernüchterndem Ergebnis.

Dazu hatten die Mieter des Angerwegs mit einer Unterschriftenliste um den Bau neuer Parkplätze gebeten. „Genügend Fläche wäre vorhanden. Die Anwohner wären bereit, hierfür eine Pacht zu zahlen“, heißt es in der Mail einer Gelsenkirchenerin an DER WESTEN. Doch was sagt Vivawest zu dem ganzen Dilemma?

Vivawest erteilt Gelsenkirchenern Absage

Wie ein Sprecher auf Nachfrage mitteilt, sei die geschilderte Lage durchaus „bekannt“. Auch eine Unterschriftenliste sei vor längerer Zeit beim Kundencenter des Unternehmens eingegangen. „Für Vivawest selbst ist die Situation ein ebenso großes Ärgernis wie für unsere Mieter. So kommt es immer wieder vor, dass Besucher oder Anwohner ihre PKWs auf dem Bürgersteig oder sogar auf den zu unseren Grundstücken gehörenden Grünflächen parken, die dabei Schaden nehmen.“


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Allerdings gäbe es für das Problem derzeit „keine praktikable Lösung“. Einerseits, weil die Straße und der Gehweg der Stadt Gelsenkirchen und nicht Vivawest gehören. Andererseits sei der Angerweg schlichtweg eine zu schmale Straße und zudem eine Sackgasse, in der schlichtweg kein Raum für zusätzliche Parkplätze ist. Nur auf den Grünflächen sei es möglich, Stellflächen für die Mieter zu schaffen. Doch das erachte Vivawest weder als ökologisch sinnvoll, noch würde der Mangel an Parkraum dadurch nachhaltig beseitigt.

Nur die Stadt Gelsenkirchen könnte jetzt also gegen den Parkplatz-Ärger in Buer Abhilfe schaffen. Auf Nachfrage dieser Redaktion zum Problem hat sich die Stadt bislang nicht gemeldet.