Uni Duisburg-Essen: Vorlesungen endlich wieder in Präsenz – doch Studentin hat eine bittere Befürchtung

An der Uni Duisburg-Essen startete das neue Semester in Präsenz.
An der Uni Duisburg-Essen startete das neue Semester in Präsenz.
Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Auch in Essen ist das neue Wintersemester 21/22 gestartet. An der Universität Duisburg-Essen kehrten die Studierenden nach anderthalb Jahren erstmals wieder an den Campus zurück.

Doch neben der Vorfreude über gemeinsame Mittagsessen, Cafépausen und Kneipentouren macht sich eine Studentin der Universität Duisburg-Essen besonders über eine Sache sorgen.

Uni Duisburg-Essen: Semester startet in Präsenz – Studentin ist zwiegespalten

Die 24-jährige Pauline D. aus Krefeld ist Masterstudentin der sozialen Arbeit an der Uni Duisburg-Essen. Ihre mündliche Abschlussprüfung für den Bachelor hatte sie einige Wochen zuvor noch in einer Videokonferenz absolviert.

„Es war wirklich komisch, nach über einem Jahr wieder seinen Uni-Rucksack zu packen und schon am frühen Morgen so vielen Menschen zu begegnen“, berichtet sie von ihrem ersten Präsenztag gegenüber DER WESTEN.

„Zu Hause war es teilweise schon sehr einsam, aber man hat sich damit arrangiert und die Vorteile zu schätzen gelernt“, erklärt Pauline. So konnte sie sich zum Beispiel den Weg zur Uni sparen und von zu Hause aus sogar deutlich effektiver arbeiten.

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Das ist die Universität Duisburg-Essen (UDE):

  • Gründung am 1. Januar 2003
  • Zusammenschluss der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Universität-Gesamthochschule Essen
  • Anzahl der Studenten: 41.740 (Stand 2020)
  • Rund 240 Studiengänge

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„Trotzdem ist es natürlich sehr erfrischend, dass man sich mal wieder persönlich austauschen kann. An alles andere wird man sich vermutlich auch wieder schnell gewöhnen“, muss die Krefelderin zugeben. Dennoch hat sie die Befürchtung, dass die Rückkehr der Präsenzvorlesungen auch einen bedeutenden Nachteil mit sich trägt.

Uni Duisburg-Essen: Studentin sieht digitalen Rückschritt kommen – „Uni sollte flexibel bleiben“

„Ich würde mir wünschen, dass die Vorlesungen weiterhin regulär in Präsenz stattfinden. Dennoch finde ich es wichtig, dass wir weiterhin die Möglichkeit haben, Inhalte von zu Hause aus nachzuholen. Uni sollte für jeden Studenten flexibel bleiben“, sagt Pauline D. zu DER WESTEN.

Doch die Studentin hat die Befürchtung, dass nun alle digitalen Fortschritte, die in den letzten Monaten an den Universitäten gemacht wurden, wieder zurückgehen.

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„Auch die älteren Dozenten mussten sich endlich mal mit digitalem Vorlesungsmaterial und Online-Kommunikation beschäftigen. Doch man hat deutlich gespürt, dass da so einige keine Lust drauf hatten“, behauptet die Krefelderin. So hält sie eine Mischung aus Online- und Präsenzvorlesungen langfristig für die beste Lösung.

Wie die Uni Duisburg-Essen das in den nächsten Wochen handhaben wird, gilt allerdings abzuwarten. (mkx)