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Rewe in Essen: Regale leergefegt! Filialleiter rechnet mit noch höheren Preisen

Rewe: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Rewe Group mit Sitz in Köln ist eine der größten Handelskonzerne Deutschlands. Zu ihr zählen nicht nur die Supermarktkette Rewe. Dazu gehört auch Penny, Toom, Billa in Österreich, DER Touristik Deutschland und Lekkerland.

Essen. 

Das haben wir doch eigentlich schon hinter uns gehabt, dachten viele. Doch bei Rewe, Aldi, Edeka und Co. wird erneut fleißig gehamstert. Nach dem Schock zu Pandemie-Beginn ist es dieses Mal der Krieg in der Ukraine, durch den die Regale bei Supermärkten und Discountern leergefegt werden.

Der Leiter einer Filiale von Rewe in Essen kann die Sorgen seiner Kunden verstehen – er zeichnet eine düstere Prognose.

Rewe in Essen: Kunden hamstern diese Produkte

Sonnenblumenöl, Mehl, Teigwaren. Als der Rewe-Filialleiter aus Essen im Gespräch mit DER WESTEN die Produkte aufzählt, bei denen es aktuell Lieferschwierigkeiten gebe, listet er auch einen alten Bekannten auf: Klopapier.

Wie viele andere Supermärkte sei auch seine Filiale dazu gezwungen gewesen, die maximal Abgabemenge einiger Produkte auf zwei Stück pro Kunde zu begrenzen.

Das sei besonders bitter für Großkunden wie Pizza-Bäcker. „Die nehmen sonst pro Woche 300 Kilo Mehl ab. Aber wir können das einfach nicht mehr liefern“, sagt der Filialleiter, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Ärger an der Rewe-Kasse: „Die Sorgen sind berechtigt“

An der Kasse habe es schon den ein oder anderen Unmut gegeben, als seine Mitarbeiter die Kunden auf die Reglementierung hinweisen mussten. Aber da führe kein Weg dran vorbei: „Wir wollen sicherstellen, dass möglichst viele Kunden noch etwas abbekommen.“

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Das ist Rewe:

  • Rewe wurde 1927 in Köln gegründet
  • Damals schlossen sich 17 Einkaufsgenossenschaften zusammen
  • Der Name leitet sich von „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“ ab
  • Es gibt rund 3.300 Rewe-Filialen (Stand 2020), viele bieten inzwischen einen Lieferservice an

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Dass die Kunden derzeit hamstern, könne der Filialleiter aus Essen verstehen. „Die Sorge ist berechtigt“, so der Rewe-Filialleiter. Denn durch den Krieg in der Ukraine droht vor allem ein Weizenengpass – mit gefährlichen Folgen >>> Dabei darf aber auch nicht vergessen werden: Deutschland ist beim Weizen normalerweise ein Exporteur. Es droht durch den Ukraine-Krieg nicht wirklich eine Knappheit bei Mehl und Co.!

Auf Nachfrage von DER WESTEN bestätigten Edeka, Aldi und Lidl, dass einzelne Produkte zur Zeit wegen höherer Nachfrage kurzfristig vergriffen seien. Aber: „Es gibt weiterhin keinen Anlass, zusätzliche Vorräte anzulegen“, stellt eine Edeka-Sprecherin klar.

Rewe-Filialleiter rechnet mit Preis-Steigerungen

Die Lieferschwierigkeiten sind aber nur eine Seite der Medaille. Nach Einschätzung des Rewe-Filialleiters aus Essen dürften auch bald viele Lebensmittel teurer werden. „Aldi hat den Anfang gemacht. Da werden alle anderen nachziehen“, prognostiziert er.

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Als Grund dafür nennt der Essener die gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise. Die würden bald auf die Endverbraucher umgelegt werden. Aldi hat kürzlich eine beispiellose Preiserhöhungswelle verkündet. Mehr dazu hier >>> (ak)

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