Essen

Hakenkreuz-Felgen am Opel „bei Nazis in Essen beliebt“? Stadtmobil Carsharing zieht knallharte Konsequenzen

Die Felgen des „Opel Crossland X“ in der Ausstattungslinie „Innovation“ erinnern stark an ein Hakenkreuz.
Die Felgen des „Opel Crossland X“ in der Ausstattungslinie „Innovation“ erinnern stark an ein Hakenkreuz.
Foto: Frank Rumpenhorst

Essen. Gut, man muss schon genau hinschauen. Aber wenn man es einmal gesehen hat, sieht man es nie nicht mehr: Die Standard-Felgen des „Opel Crossland X“ in der Ausstattungslinie „Innovation“ erinnern stark an ein Hakenkreuz.

Für Stadtmobil Rhein-Ruhr Carsharing ist deshalb klar: „Der Opel Designer für die Felgen ist offensichtlich auf dem rechten Auge blind.“

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Das antworten sie FB-Nutzer Dirk B., der dem Unternehmen über Facebook die (rhethorische) Frage stellt: „Warum ist dieser Opel von Stadtmobil Rhein-Ruhr CarSharing bei Nazis so beliebt?“ Der Frage fügt er einen Zwinker-Smiley hinzu – wohl im Wissen, dass das Hakenkreuz in den Felgen ziemlich offensichtlich zu erkennen ist.

Hakenkreuz-Felgen am Opel Crossroad X? Stadtmobil Carsharing knallhart

So ganz offensichtlich ist es anscheinend doch nicht, da einige Kommentatoren einschränkend sagen, das Hakenkreuz in den Felgen sei nur zu erkennen, wenn man „ganz genau hinschaue“.

Trotzdem sagt Stadtmobil Carsharing knallhart: „Wir haben uns aber bereits kurz nach der Einführung der Fahrzeuge bei Opel beschwert und weitere Bestellungen storniert.“ Die Felgen seien mit der Serienausstattung gekommen. Und deshalb gibt es für das Unternehmen auch nur eine denkbare Lösung: „Da wir immer die Serienfelgen nehmen, nehmen wir halt das Auto nicht mehr.“

Hakenkreuz-Felgen haben schon 2017 eine Debatte ausgelöst

Die Debatte um die „Hakenkreuz-Felgen“ ist nicht neu: Im September 2017 hatte eine Frau ein Bild dieser Felgen bei Facebook gepostet und damals eine heftige Diskussion ausgelöst: Benutzt Opel ein Nazi-Symbol, das für die Gewaltherrschaft und Verbrechen der Nationalsozialisten in Deutschland von 1933 bis 1945 steht? Das Hakenkreuz-Symbol ist in Deutschland seit 1945 verboten.

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Ein Sprecher des Autobauers aus Rüsselsheim sagte damals der „Allgemeinen Zeitung“ aus Mainz: „Eine – aus unserer Sicht nicht vorhandene - Ähnlichkeit ist natürlich in keinster Form beabsichtigt.“

Opel sei ein „weltoffenes und internationales Unternehmen“ und stelle sich selbstverständlich entschieden gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung.

Geschäftsführung von Stadtmobil Carsharing äußert sich zu Hakenkreuz-Felgen

Nach der Berichterstattung von DER WESTEN am Montag äußerte sich die Geschäftsführung Stadtmobil Carsharing einen Tag später ebenfalls bei Facebook:


Opel beliefert uns seit 25 Jahren mit sehr guten Fahrzeugen und selbstverständlich kaufen wir weiterhin Opel Fahrzeuge. Auch der Opel Crossland X ist ein bei vielen Kunden sehr beliebtes Auto.

Leider gab es mit den Fahrzeugen der ersten Charge aus 2017 mehrere Probleme (die unglücklich designte Felge war nur eins davon) weshalb wir uns entschlossen haben die ursprünglich geplante Stückzahl zu reduzieren“, heißt es dort.

Und weiter: „Der Hype um die Felge ist vollkommen übertrieben. Es ist aber leider nicht zu leugnen: wer dort ein Hakenkreuz sehen will, wird es dort sehen.

Stadtmobil CarSharing und viele unserer Mitarbeiter engagieren sich seit Jahren in Projekten gegen Rechts und für Integration. Es ist für uns absolut inakzeptabel auch nur ansatzweise in eine rechte Ecke gerückt zu werden. Deshalb werden wir die Felgen in den nächsten Wochen gegen ein anderes Design austauschen lassen.

 
 

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