Essen

Grüne Käfige poppen in Essen aus dem Boden – das steckt dahinter

Die Fahrradkäfige sollen vor Diebstahl und Regen schützen.
Die Fahrradkäfige sollen vor Diebstahl und Regen schützen.
Foto: DER WESTEN

Essen. Auf den ersten Blick wirken sie etwas befremdlich: Große grüne Käfige, die an die Vogelgehege aus einem Zoo erinnern. Zwei davon stehen in Rüttenscheid und Holsterhausen. Doch in ihnen leben keine Vögel.

Stattdessen sind dort Fahrräder aufgehängt. Wind- und wettergeschützt und vor allem diebstahlsicher.

Fahrradkäfige sollen mehr Menschen zum Radfahren animieren

Die Fahrradparkhäuser sind eine Initiative des ADFC und wurden finanziert aus den Fördergeldern der Grünen Hauptstadt Europa.

Bei der Eröffnung erzählte Bürgermeister Franz-Josef Britz über die ehrgeizigen Ziele: „Unsere ehrgeizigen Mobilitätsziele sehen vor, dass die Essener in knapp 20 Jahren ihre Wege jeweils zu 25 Prozent mit öffentlichem Nahverkehr, Auto- und Fahrradverkehr sowie zu Fuß zurücklegen.“

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Wie funktionieren die Fahrradkäfige?

Jörg Althoff vom Fahrradclub ADFC erklärt, wie das System läuft: „Jeder Mieter kriegt einen Schlüssel um sein Fahrrad in diesen Fahrradparkhäusern unterstellen bzw unterhängen zu können. Und der Vertrag kann entweder drei Monate im Voraus zum Ende des Jahres gekündigt werden oder es gibt auch ein Sonderkündigungsrecht.“

Dieses Sonderkündigungsrecht tritt zum Beispiel in Kraft, wenn du umziehst oder dir dein Rad gestohlen wird.

Fahrradkäfige stehen in Rüttenscheid und Holsterhausen

Die Fahrradkäfige stehen in der Goethestraße/ Ecke Cäsarstraße in Rüttenscheid und in der Savignystraße in Holsterhausen. In der Savignystraße sind bereits alle Plätze ausgebucht. Aber in Rüttenscheid in der Goethestraße gibt es noch freie Plätze für Fahrräder.

„In jeden Käfig passen zwölf Räder. In Rüttenscheid haben wir noch sechs Plätze, also gut die Hälfte frei“, so Althoff.

Hier kannst du einen dauerhaften Stellplatz für dein Rad mieten: 10 Euro im Monat kostet es, der Vertrag ist unbefristet

 
 

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