Essen

Das ist die traurige Geschichte des bunten Hauses an der Gruga – und seiner Bewohner

Das Hundertwasserhaus in Essen.
Das Hundertwasserhaus in Essen.
Foto: Funke Foto Services
  • Das bunte Haus an der Gruga gibt verzweifelten Eltern Hoffnung
  • Hier können sie ihren schwer kranken Kindern nah sein

Essen. Unterm Sternenzelt 1 in Essen. Das ist die romantisch klingende Anschrift des fröhlichen, bunten, einladenden Hauses im Grugapark. Von der Gruga-Trasse aus kannst du das Haus sehen, als erstes fällt dir die goldene glänzende Kuppel des Turms auf. Ein Palast wie aus der schönsten Kinder-Fantasie steht hier.

Traurige Geschichte steckt hinter der Fassade

Doch hinter der bunten Fassade steckt eine traurige Geschichte: Die Geschichte vieler Kinder und Eltern, die sich gewünscht hätten, niemals in dieses Haus einziehen zu müssen.

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Der Name des bunten Hauses: Das Ronald McDonald Haus. In Essen auch bekannt als Hundertwasserhaus.

Hier ziehen Eltern und Familien ein, deren Kinder oder Geschwister schwer erkrankt sind und im Uni-Klinikum behandelt werden.

Damit sie näher an den kranken Kindern wohnen und ständig bei ihnen sein, sie in der schweren Krankheit begleiten können. Deswegen leben sie in diesem Haus in der Gruga - unterm Sternenzelt 1.

Auch Eltern von Frühchen sind hier willkommen

Auch Eltern von Frühchen dürfen hier einziehen. Wie die Eltern von der kleinen Hannah. Sie kam bereits in der 27. Schwangerschaftswoche zur Welt, verbrachte die ersten Wochen ihres Lebens im Brutkasten. Mama Annika und Papa Daniel konnten dank des Hundertwasserhauses in ihrer Nähe bleiben, ihr in zahlreichen schwierigen Situationen beistehen.

„Es war eine Zeit des Hoffens und Bangens. Es gab schöne, aber auch traurige Phasen aufgrund von Infektionen, Atembeschwerden oder Herzproblemen. Aber egal wie schlimm die Krise, egal wie anstrengend die Zeit auf der Intensivstation war, im Ronald McDonald Haus konnten wir wieder Kraft schöpfen“, schreiben die beiden auf der Internetseite des Ronald McDonald Hauses.

Familien können hier abschalten

Abgesehen von Frühchen-Eltern leben hier auch Familien, deren Kind an Krebs erkrankt ist, eine Chemotherapie durchläuft oder aus anderen Gründen stationär im Uni-Klinikum bleiben muss. Auch der letzte Weg wird vom Ronald McDonald-Haus aus begleitet.

Das Hundertwasserhaus wurde 2005 eröffnet, es soll das letzte Werk des berühmten Architekten und Künstlers Friedensreich Hundertwasser gewesen sein.

Hier gibt es kurzfristige Termine für Eltern, die Kosten für die Übernachtungen übernehmen die meisten Krankenkassen. Die Eltern dürfen so lange in dem Haus wohnen, wie ihr Kind behandelt wird. Mehr Infos zum Hundertwasserhaus gibt es hier.

 
 

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