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Essen: Stadt will Problem bekämpfen – und kassiert Nackenschlag! „Ist doch ein Witz“

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet

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Die Stadt Essen möchte ein viel diskutiertes Problem endlich in den Griff bekommen. Dazu haben die Verantwortlichen ein Pilotprojekt ausgeweitet.

Doch der Zeitpunkt der Maßnahme stößt einigen Menschen in Essen sauer auf.

Stadt Essen will dieses Problem in den Griff bekommen

Gemütlich im Park sitzen und bei ein paar Kaltgetränken die Zeit vergessen: Wer kennt das im Sommer nicht? Doch immer wieder geraten dabei Menschen in Essen in die Bredouille.

Denn an vielen Orten mangelt es an öffentlichen Toiletten. Was also tun, wenn es drängt? Die Stadt hat darauf reagiert und ein Pilotprojekt mit mobilen Dixie-Klos ins Leben gerufen.

Dixie-Klos in Essen
Die Stadt Essen hat mehrere mobile Klo-Anlagen wie diese am Zugang zur Brehminsel aufgestellt. Foto: Stadt Essen

Die mobilen Toiletten seien an den Grillzonen im Stadtgarten und Nordpark nach Angaben der Stadt gut angenommen worden. Deshalb hat Essen das Projekt nun ausgeweitet.

Hier gibt es neue Toiletten in Essen

So wurden im September nun weitere Dixie-Klos in verschiedenen Grünanlagen aufgestellt. Die folgenden Standorte wurden auf Basis einer Online-Umfrage sowie in Absprache mit Bezirksvertretern ausgewählt:

  • am Zugang zur Brehminsel
  • Löwental (Nähe Parkplatz)
  • Ruhrwiese, Henglerstraße
  • Volksgarten Kray
  • Hallopark
  • Kaiser-Wilhelm-Park
  • Krupp-Park

Dazu sei Mitte September noch eine weitere Aufstellung an der Grünanlage Haumannplatz geplant. Bis zum 31. Oktober soll nun getestet werden, ob der Bedarf an den jeweiligen Standorten da ist – und genau das irritiert manche Essener.

Stadt Essen kassiert Schelte: „Ist doch ein Witz“

In einer lokalen Facebook-Gruppe scheiden sich die Geister an der Maßnahme. Neben der Attraktivität von Dixie-Klos bemängelt einer vor allem den Zeitpunkt der Neuaufstellung im Herbst. „Den Testbetrieb jetzt zu starten ist doch ein Witz, das hätte im Sommer passieren müssen“, merkt der Essener an und argumentiert weiter: „Jetzt sind die Sonnenanbeter und Grillfreunde weder am Brehm noch im Löwental zu finden, also werden die Toiletten kaum benutzt werden, was dann das Ergebnis des Testbetriebes negativ beeinflussen wird.“


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„Eine gute Idee“, findet hingegen eine Essenerin, hofft aber, dass die mobilen Klos nicht zu sehr verschmutzt werden. An die Richtung der Kritiker schreibt eine: „Wird nichts gemacht, wird gejammert. Wird etwas gemacht wird auch gejammert und gemeckert.“

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Für alle, denen die Aussicht auf ein Dixie-Klo ein Dorn im Auge ist, hat die Stadt Essen letztlich noch ein Versprechen: Sollte der Testbetrieb erfolgreich sein, könnte eine Flächenherrichtung und Einhausung der Toiletten installiert werden. Dadurch würde „sowohl der Komfort als auch die Optik verbessert werden“, verspricht die Stadt Essen.