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Essen: Stadt warnt alle Autofahrer – „Große Gefahr“

Autofahrer in Essen sollten in den kommenden Wochen die Augen auf den Straßen nach kleinen Tieren offenhalten.

Essen Heisingerstraße Autos und Blumenbeet

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Aktuell sollten Autofahrer in Essen besonders vorsichtig unterwegs sein. Sonst könnten sie noch Gefahr laufen, viele Leben zu riskieren. Besonders in den dunklen Abendstunden und bei Regen sind die Sichtverhältnisse schlecht und Autofahrer haben die Straßen nicht mehr gut im Blick.

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Darunter leiden ganz besonders die kleineren Lebewesen in Essen. Vor allem in den nächsten Wochen sind wieder Amphibien in den Waldgebieten, aber auch zwischenzeitlich auf den Straßen unterwegs. Und diese brauchen unseren Schutz und unsere Aufmerksamkeit.

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Essen: Stadt warnt vor Krötenwanderung

Von jetzt an bis Mitte April treten viele Amphibien wieder ihre alljährliche Wanderung von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern an. Auf dem Weg zu ihren Tümpeln, Teichen oder Weihern müssen sie auch immer wieder Straßen kreuzen – „eine große Gefahr für die Tiere“, wie die Stadt Essen betont.

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Deshalb sollten Autofahrer in der Zeit besonders vorsichtig fahren und Rücksicht auf die Tiere nehmen. Alle Amphibienarten sind nach dem Gesetz geschützt, seltenere Arten sogar besonders. Sie sind zudem Bioindikatoren wie Pflanzen – wo viele Kröten sind, bleiben auch die Lebensräume intakt. Neben dem Straßenverkehr sind sie auch aufgrund des Klimawandels und durch Krankheiten gefährdet.


Diese Amphibien leben noch in Essen:

  • Häufig: Erdkröte, Grasfrosch, Teich- und Bergmolch
  • Selten: Geburtshelferkröte, Kammmolch, Kreuzkröte (gefährdet)
  • Auch der Feuersalamander ist noch in einigen Bachtälern heimisch

Hier sind die Amphibien unterwegs

Zu den Gebieten in der Stadt, durch die die Tiere auf ihrer Reise kommen, gehören Heisingen, Bergerhausen, Rellinghausen, Stadtwald, Schuir, Werden, Fischlaken, Heidhausen, Kettwig und Burgaltendorf. Das heißt jedoch nicht, dass auch an anderer Stelle vereinzelt Kröten, Frösche oder auch Salamander unterwegs sein können.


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Der Naturschutzbund und freiwillige Helfer haben deshalb bereits mobile Fangzäune aufgebaut und Leitsysteme installiert, um die Tiere sicher auf die andere Straßenseite zu geleiten und tragen diese sogar selbstständig rüber. Zudem legt die Stadt Wert auf den Erhalt von Teichen und Tümpeln unter anderem in Grünanlagen und Parks sowie Winterquartieren in Wiesen und Wäldern. Diese müssten langfristig geschützt werden.