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Essen: Keine freien Termine für Führerscheinprüfung? DAS steckt dahinter

Essen: Kaum Termine für Führerschein-Prüfungen? (Symbolbild)
Essen: Kaum Termine für Führerschein-Prüfungen? (Symbolbild)
Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt

Essen. Ein paar Fahrstunden, dann die Prüfung – und schwupps, schon ist der Lappen da? So einfach geht das in Essen offenbar zurzeit nicht...

In Essen herrscht aktuell offenbar ein akuter Mangel an Terminen für Führerscheinprüfungen! Doch was steckt dahinter?

Essen: Kaum noch Termine für Führerscheinprüfung

Fahrschulen entscheiden nicht selbst, wann eine Führerscheinprüfung stattfindet. Die Termine müssen zunächst beim Tüv gebucht werden und von dort auch eine Zusage erhalten. Erst dann darf der Fahrschüler seine Prüfungsfahrt antreten.

RadioEssen hat mit mehreren Fahrschulen in der Ruhrgebietsstadt gesprochen. Sowohl „Das Team“ in Frohnhausen als auch die Fahrschule „Hermanski“ (Altenessen, Schonnebeck, Stoppenberg, Karnap, Kray, Freisenbruch) kennen das Problem: Statt wie sonst bis zu drei Prüfungstagen pro Woche bekommen sie aktuell nur noch 1,5 Tage genehmigt.

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Das sind die Voraussetzungen für einen Klasse-B-Führerschein:

  • 12 Theoriestunden für Grundlagen
  • zwei Doppelstunden für Zusatzstoff
  • Fünf Fahrstunden (45 Minuten) auf Bundes- oder Landstraße
  • Vier Fahrstunden auf der Autobahn
  • Drei Fahrstunden bei Nacht oder Dämmerung

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Eine Fahrschule, die namentlich nicht genannt werden darf, beklagt sogar, von 15 benötigten Terminen nur einen einzigen genehmigt zu bekommen. Doch warum ist das so?

TÜV äußert sich zum Termin-Engpass in Essen

Auf Nachfrage von RadioEssen gibt der TÜV Nord den Mangel an Prüfungsterminen die folgenden Gründe an:

  • mehr Wiederholungsprüfungen, weil viele Fahrschüler durch die Erstprüfung fallen
  • mehr Motorrad-Führerscheinprüfungen
  • die um zehn Minuten angestiegene Prüfungsdauer durch die Einführung der optimierten praktischen Fahrererlaubnisprüfung (OPFEP)

Beim Tüv Nord bittet man um Verständnis: „Die Verzögerungen bei den Prüfterminen (Tüv) sind jedoch im Verhältnis zur Gesamtprozessverlängerung durchaus in einem akzeptablen Rahmen. In Anbetracht der gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie erscheint der etwas verspätete Erwerb eines Führerscheins in der Regel durchaus zumutbar.“

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Junge Leute, die beispielsweise einen Job suchen, der zwingend einen Führerschein voraussetzt, dürften das allerdings anders sehen... (at)