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Essen: Nicht 3G, nicht 2G, sondern 1G! Unternehmen geht radikalen Schritt – aber anders als gedacht

Diese Branchen profitieren in der Corona-Krise!

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Obwohl viele Unternehmen durch die Corona-Pandemie finanziell betroffen sind, ging es bei vielen anderen Firmen rasant bergauf. Folgende Branchen sind Pandemie-Gewinner ...

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Essen. Ganz Deutschland diskutiert derzeit über 3G und 2G. Auf dem Weihnachtsmarkt in Essen etwa ist die 2G-Regel nach der Ankündigung von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in der kommenden Woche Realität.

Ein Unternehmen aus Essen ist da allerdings schon weiter.

Essen: Dieses Unternehmen setzt auf 1G

Geimpft oder ungeimpft? Diese Frage ist bei Thyssenkrupp nicht mehr relevant. Denn der Stahlkonzern mit Sitz in Essen hat aufgrund der aktuellen Infektionslage auf 1G umgestellt. Das bedeutet in diesem Fall aber nicht, dass nur noch Geimpfte Zutritt haben. Sondern das Traditionsunternehmen will seine Mitarbeiter jetzt täglich testen.

„Wir sind der Meinung, dass ein negatives Testergebnis den besten Schutz für das gemeinsame Arbeiten am Arbeitsplatz bietet, da auch symptomfreie, geimpfte Personen unter Umständen eine Infektion an Ungeimpfte weitergeben können. Daher sprechen wir von 1G“, sagte ein Sprecher gegenüber der „Welt“.

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Das ist Thyssenkrupp:

  • Der Stahlkonzern entstand 1999 aus der Fusion der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp mit der Thyssen AG
  • Weltweit beschäftigt der Konzern rund 104.000 Mitarbeiter
  • Der Firmensitz liegt in Essen und Duisburg
  • Die Wurzeln des Konzerns liegen in der Schwerindustrie und der Industrialisierung Deutschlands

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Der Essener Dax-Konzerns will allen seiner 53.000 Beschäftigten künftig fünf Selbsttests pro Woche anbieten. Das Angebot sei freiwillig. Keiner der Mitarbeiter werde gezwungen, sich testen zu lassen, betont Thyssenkrupp.

Thyssenkrupp bei Impfungen in den Startlöchern

Mit der Maßnahme wolle das Unternehmen aus Essen laut Oliver Burkhard auch ein Zeichen Richtung Politik setzen: „Die Zeit zu handeln, ist jetzt. Wir brauchen konsequente und einheitliche Regeln, um unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen und Arbeitsabläufe in unserem Unternehmen wieder zu normalisieren“, so der Personalvorstand gegenüber der „Welt“.

Thyssenkrupp bereite außerdem neue Impfangebote für seine Beschäftigten vor. Sollte die Ständige Impfkommission grünes Licht geben, würden die innerbetrieblichen Impfzentren wieder aktiviert.

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Speziellen Anreizen für die Booster-Impfungen erteilte ein Unternehmens-Sprecher allerdings eine Absage: „Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden ist Privatsache, unser Angebot zur Impfung daher freiwillig.“