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Durchbruch nach „Aktenzeichen XY“ aus Essen? Polizistin vor 14 Jahren verschwunden – „Etliche Hinweise“

2010 verschwand eine Polizistin. Ermittler glauben an ein Verbrechen. Nach der Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY“ gibt es neue Hinweise!

"Aktenzeichen XY"
u00a9 IMAGO/Funke Foto Services

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Kommt jetzt endlich der Durchbruch im mysteriösen Cold Case? Am 8. Mai strahlte „Aktenzeichen XY“ einen Fall aus Essen aus (DER WESTEN berichtete). Es geht dabei um die ehemalige Polizistin Annette Lindemann aus Essen, die am 29. Mai 2010, also vor 14 Jahren, verschwand – seitdem gab es keine Spur mehr. Kurz nach ihrem Verschwinden tauchte ihr Wagen auf – ohne Kennzeichen und ausgebrannt.

Die zweifache Mutter stritt sich am Tag ihres Verschwindens mit ihrem Ehemann, verließ das gemeinsame Haus in Gelsenkirchen, um sich „eine Auszeit“ zu nehmen. Doch seitdem wurde sie nicht mehr gesehen. Auch ihr schwarzer Mercedes war weg – bis zwei Spaziergänger einen Monat später den ausgebrannten Wagen im Naherholungsgebiet Haard im Ruhrgebiet fanden.

Die Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY“ könnte aber neue Bewegung in den Fall aus Essen bringen!

Durchbruch nach „Aktenzeichen XY“ aus Essen?

Die Ermittler sind sich sicher: Annette Lindemann wurde von ihrem Ehemann, selbst Polizist, im Schlafzimmer getötet. Angeklagt wurde er bis heute nicht, denn ohne Leiche gibt es keinen Mordprozess. 2014 wurden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt. Die Kripo lobte eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise aus, die den Fall aufklären helfen.

Kurz nach der Sendung von „Aktenzeichen XY“ heißt es auf der Internetseite des ZDF: „Das Verschwinden einer früheren Polizeibeamtin im Jahr 2010 wird von der Kripo Essen als Cold Case weiterverfolgt. Vieles spricht dafür, dass die 44-jährige zweifache Mutter Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte.

Aktenzeichen XY
Annette Lindemann verschwand 2010. Die Polizei glaubt, dass sie getötet wurde. Foto: Kripo Essen

„Etliche Hinweise“

Vier Wochen nach ihrem Verschwinden war ihr Auto ausgebrannt in einem Wald gefunden worden. Auch zu diesem Fall gab es etliche Hinweise“. Bekannt ist auch eine weitere Fährte: Spürhunde, denen eine Geruchsprobe vom Ehemann vorgehalten wurde, liefen vom verbrannten Autowrack im Wald zum Haus seines Vaters in Marl. Dort hielt sich der Verdächtige oft auf.


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Die Kripo hat den Verdacht: Mit dem Fahrrad radelte er vom Brandort zum Haus seines Vaters, wo er sein eigenes Auto abgestellt hatte. Den Mercedes und auch die Matratzen des Ehebetts wurden verbrannt, um Spuren zu verwischen. Es bleibt abzuwarten, ob der Cold Case zeitnah aufgeklärt werden wird…