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Zoo Duisburg macht es offiziell – DAS gab es hier noch nie zu sehen: „Eindrucksvoll“

Dem Zoo Duisburg ist gemeinsam mit dem Zoo Rotterdam gelungen, was bisher noch kein Tierpark je geschafft hat.

Das sind die fünf größten Zoos in NRW

NRW ist das Bundesland mit den meisten Zoos. Doch welche Tierparks haben die größte Fläche? Das zeigen wir euch in diesem Video.

Einfach nur einmalig! Bisher dachten alle, es sei nicht möglich, doch der Zoo Duisburg und der Zoo Rotterdam haben es ihnen gezeigt und Zoogeschichte geschrieben!

So ereignete sich kürzlich im Zoo Duisburg ein riesiges Spektakel. Bereits seit Monaten hatten die Tierparks daran getüftelt und einen Plan geschmiedet. Und nun überraschten sie mit dem Ergebnis.

Zoo Duisburg gelingt, was noch keiner geschafft hat

„Das hat es noch nie gegeben: Die Zoos von Rotterdam und Duisburg haben im Rahmen eines XXL-Tiertransportes von Arapaimas Zoogeschichte geschrieben“, kündigt der Tierpark die Ankunft der Neulinge an. In den vergangenen Tagen sind gleich zwei Exemplare der Riesen-Fische in Duisburg am Kaiserberg angekommen.


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Die südamerikanischen Raubfische sind 2,5 Meter lang und über 150 Kilogramm schwer – und damit die größten Süßwasserfische Lateinamerikas. Damit es die Arapaimas heil vom niederländischen Diergaarde Blijdorp in Rotterdam bis nach Duisburg schaffen konnte, war einiges an Planung, Überwachung und Körperkraft notwendig. Seit Monaten schon hatten die Zoos daran getüftelt und jetzt war es endlich so weit.

Tiertransport wird voller Erfolg

Zwei Tage lang nahmen die Tiere einen 200-Kilometer-Trip auf sich und das in einer Art wassergefüllten Hängematte – eine Spezialanfertigung. 20 Mitarbeiter vom Zoo Rotterdam mussten die Fische überführen. In einem beheizten Lkw mit mehreren Stopps wurde immer wieder die Wassertemperatur überprüft.

Arapaima im Zoo Duisburg Foto: D. van Düren

Bei der Ankunft in der Tropenhalle Rio Negro mussten die Riesen dann mit vereinten Kräften ins Wasser gelassen werden. „Alles verlief reibungslos“, freut sich Kuratorin Taissa Faust. Bisher galt der Transport ausgewachsener Arapaimas als nahezu unmöglich. Doch haben es die Zoos Rotterdam und Duisburg versucht – und es ist ihnen geglückt.

Das Problem ist nicht nur die Größe der Tiere, sie haben auch eine Art Lunge zusätzlich zu ihrer Schwimmblase. „So seltsam es klingt – die Tiere können deswegen ertrinken. Nämlich dann, wenn in diesen luftgefüllten Sack Wasser hineinkommt. Das ist einer der Gründe, wieso der Transfer eine solch große Herausforderung ist“, weiß die Biologin um die Gefahr.

Zoo Duisburg: Mehr Fische im Rio Negro-Becken

Nach einer kurzen Eingewöhnung können Besucher nun die Wasserriesen in der Rio Negro Tropenhalle bewundern. Das große Becken teilen sie sich außerdem mit den Seekuh-Männchen Manfred und Pablo, ein paar Rochen sowie anderen südamerikanischen Fischarten. Aber auch drei Artgenossen schwimmen dort bereits seit einigen Jahren hin und her. Diese sind allerdings deutlich kleiner.



„Arapaimas sind eindrucksvolle Tiere. Sie leben nur in wenigen Zoologischen Gärten und sind etwas ganz Besonderes“, freut sich die Kuratorin über den Zuwachs im Becken. Zumal die Tiere in ihrer Heimat bereits durch Überfischung und Lebensraumverlust schwinden. Früher wurden sie einst bis zu vier Meter lang. Heute gibt es derart große Exemplare gar nicht mehr.