Duisburg

Video: Wie der legendäre Delta Musikpark 2017 dahinsiechte

Der traurigste Ort Duisburgs war einst eine glänzende Partylocation - Wir besuchten das Tentorium

Der traurigste Ort Duisburgs war einst eine glänzende Partylocation - Wir besuchten den „Lost Place‟ am Tentorium
Kathrin Migenda

Der traurigste Ort Duisburgs war einst eine glänzende Partylocation - Wir besuchten den „Lost Place‟ am Tentorium

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  • Einst war der Delta Musikpark ein echter Besuchermagnet
  • 2015 schloss die Großraumdisco
  • Nur acht Monate später eröffnete sie neu unter dem Namen Tentorium
  • Doch auch das neue Konzept scheiterte
  • 2017 gammelte das Gelände nur vor sich hin
  • Zwei Brände zerstörten große Teile der ehemaligen Disco

Duisburg. Wer in den späten 90ern oder frühen 2000ern um die 18 Jahre alt war, weiß es noch: Im Delta Musikpark in Duisburg Alt-Hamborn stiegen einst die größten Partys Duisburgs.

Legendär: die Beach-Party, für die sich alle Räume der Zelt-Disco erst in riesige Sandkästen, dann in nicht minder große Schlammkuhlen verwandelten (Stichwort: Wasserpistolen!).

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Mit den Jahren nahm die Gästezahl stetig ab. 2015 schloss das Delta.

Nur acht Monate später öffneten sich die Türen der Großraum-Disco wieder - diesmal unter dem Namen „Tentorium“.

Clubmanager Michael Viebahn setzte große Hoffnungen in die neue Disco. Doch schon nach kurzer Zeit zeichnete sich ab, dass einfach nicht genug Menschen in den Zelten tanzen wollten.

Wegen nicht bezahlter Rechnungen drehte die Stadt dem Tentorium zwischenzeitlich schon Strom und Wasser ab. Das führte zu Problemen mit nicht funktionierenden Toiletten und Stromausfällen.

„Die Zeit der Großraumdiscotheken ist vorbei“

Im Herbst 2016 kam das Aus. „Die Zeit der Großraumdiskotheken ist vorbei“, schrieb der Betreiber bei Facebook.

Eigentlich plante er, eine Laser-Tag-Halle in die leerstehenden Räume zu eröffnen. Doch nichts passierte. Das Tentorium gammelte monatelang vor sich hin.

Zwei Brände in vier Monaten

Am 8. Juni 2017 dann der Schock: Bei einem Großfeuer brannten die alten Zirkuszelte aus. Die Polizei ermittelte wegen Brandstiftung. Nur vier Monate später loderte es auf dem Gelände erneut. Die Feuerwehr musste die nahe A59 zwischenzeitlich sperren, weil Brandrauch darüberzog.

Jetzt fristen die Brandruinen ihr trauriges Dasein auf dem Gelände neben Ikea bis der Pachtvertrag zwischen der Chapiteau GmbH des Betreibers und dem Landschaftspark Nord Ende des Jahres ausläuft. Das Gelände wird Anfang 2018 für rund 250.000 Euro geräumt.

 
 

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