Duisburg

Bürger-Wut auf neuen Tafelstandort? Diese Duisburger zeichnen ein anderes Bild

Anwohner der Dickelsbachsiedlung sprachen sich gegen den Einzug der Tafel in die alte Feuerwache aus. Herrscht dort wirklich eine Art „Bürger-Wut“?
Anwohner der Dickelsbachsiedlung sprachen sich gegen den Einzug der Tafel in die alte Feuerwache aus. Herrscht dort wirklich eine Art „Bürger-Wut“?
Foto: Tanja Pickartz

Duisburg. Knapp 100 Anwohner der Dickelsbachsiedlung versammelten sich in der letzten Woche. Das Thema war der mögliche Einzug der Tafel Duisburg in die alte Feuerwache im Stadtteil Wanheimerort (hier mehr lesen).

Einigen Anwohnern, die im Bürgertreff am Posadowskyplatz anwesend waren, gefiel das gar nicht. Doch herrscht dort wirklich eine Ablehnung gegenüber der Tafel? DER WESTEN hat sich umgehört im idyllischen Viertel.

Duisburg: Anwohner für die Tafel in der Dickelsbachsiedlung

Friedrich Winter wohnt mit seiner Frau in der Dickelsbachsiedlung und ist von den Beschwerden irritiert gewesen: „Die Tafel hilft den Menschen in Not. Ich finde das sogar sehr gut, wenn in der alten Feuerwache die Duisburger Tafel einziehen würde. Den Bedürftigen sollte geholfen werden.“

Aus seiner Sicht sei die alte Feuerwache eine zentrale Anlaufstelle, die gut zu erreichen sei: „Die Bushaltestelle an der Wacholderstraße ist fünf Minuten davon entfernt. Dann ist da noch eine Bahnhaltestelle in der Nähe.“

Warum einige Anwohner dagegen sind, dass die Tafel Duisburg in die Dickelsbachsiedlung kommt? Friedrich Winter vermutet: „Die Anwohner könnten Angst vor Randalen haben, aber die würden sich schnell legen.“

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Bessere Anlaufstellen in Wanheimerort

Anneliese Vosmerbäumer wohnt seit langem in der Dickelsbachsiedlung in Duisburg-Wanheimerort. Sie selbst hilft den bedürftigen Menschen: „Nicht benötigte Kleidung brachte ich nicht zum Altkleidercontainer, sondern stattdessen zu einer Frau, die bei der Tafel Duisburg arbeitete.“

Sie spricht sich ebenfalls nicht gegen den Einzug der Tafel in die alte Feuerwache aus, fügt aber hinzu: „Es gibt auch bessere Standorte für sie. Die leerstehenden Schulen wie die Buchenschule oder Hitzenschule wären bessere Anlaufstellen für die Menschen.“

 
 

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