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Duisburg: „Obdachlosenfeindlich“? Mann rastet bei DIESEM Anblick aus

In Duisburg ist ein Mann entsetzt , als er an einer Haltestelle ankommt. Direkt macht er der Stadt schlimme Vorwürfe. Wir haben nachgefragt.

© IMAGO / Reichwein

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

Der Winter rückt immer näher und die Tage werden eisiger. Schon bald fallen die Temperaturen in Duisburg unter die Null-Grad-Marke. Während sich Mieter in ihren Wohnungen die Heizung aufdrehen und auf dem Sofa in eine Decke kuscheln können, bleibt vielen Obdachlosen nur der kalte Asphalt.

Um es wenigstens ein bisschen „gemütlicher“ zu haben, suchen Obdachlose oftmals öffentliche Sitzgelegenheiten als Schlafplatz aus. Deshalb traute ein Mann seinen Augen nicht, als er an einer Haltestelle in Duisburg vorbei kam. Dort wurden die Sitzflächen nämlich ausgetauscht – gegen eine neue „obdachlosenfeindliche“ Variante, wie der wütende Twitter-Nutzer meint. DER WESTEN hat bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) nachgefragt.

Duisburg: Mann wütet als er DAS sieht – „Obdachlosenfeindlich?“

„Duisburg jetzt auch obdachlosenfeindlich?“, fragt der aufgebrachte Mann provokant auf Twitter. Zu sehen ist eine Haltestelle an einer Straßenbahnstation. Dort gibt es keine Standard-Sitzbänke mehr, sondern nur noch angewinkelte Holzplatten auf Hüfthöhe, an denen sich Wartende anlehnen können. Wie reagiert die DVG auf diese Vorwürfe? Unsere Redaktion hat nachgefragt.

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„Die Sitzbank an der betreffenden Haltestelle wurde ausgewechselt, da die alten Sitzmöglichkeiten in die Jahre gekommen waren“, erklärte eine DVG-Pressesprecherin gegenüber DER WESTEN. „Das Austauschen passiert mit allen Sitzmöglichkeiten im Stadtgebiet regelmäßig. Diese ist die erste Haltestelle, an der wir die neue Anlehnhilfe testen.“

HIER finden Obdachlose Schutz vor der Kälte

Weiter heißt es von der DVG: „Generell sind Sitzgelegenheiten nicht zum Liegen, sondern zum kurzweiligen Verweilen konzipiert. Vor allem älteren Menschen helfen diese Anlehnhilfen, leichter in den Stand zu kommen. Zudem bieten sie an der Haltestelle mehr Platz für Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator.“


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Zusätzlich weist die Pressesprecherin darauf hin, dass Obdachlosen seit Jahren in U-Bahnstationen Schlafgelegenheiten angeboten werden. Seit dem 11. November haben bedürftige Menschen jede Nacht die Möglichkeit, auf der Zwischenebene der U-Bahnstation (Ostseite/Mülheimer Straße/Ecke Neudorfer Straße) Schutz vor der Kälte zu finden.