Duisburg

Endlich verschwindet Duisburgs Schandfleck: So könnte es mit dem Gelände weitergehen

Die Plane vom Tentorium muss runter - die Feuerwehr ist mit Höhenrettern im Einsatz

Nach dem Sturm Friederike ist die Plane der ehemaligen Disco nur noch Fetzen. So ist sie eine Gefahr für Autofahrer auf der A 59.
Kathrin Hänig

Nach dem Sturm Friederike ist die Plane der ehemaligen Disco nur noch Fetzen. So ist sie eine Gefahr für Autofahrer auf der A 59.

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  • Das Tentorium wird ab 16. Mai abgerissen
  • Einst Groß-Disko, zuletzt Duisburgs Schandfleck
  • Wie es weitergeht, ist noch unklar: Nutzung als Parkfläche möglich

Duisburg. Einst wurden hier rauschende Party-Nächte gefeiert, zuletzt war es einer der größten Schandflecke Duisburgs - das „Tentorium“.

Hier wurde getanzt, getrunken und geknutscht - unvergessen sind die Beach-Partys in den Räumen der Zelt-Disco in Duisburg-Hamborn. Doch zuletzt siechte das Gelände vor sich hin. Zwei Großbrände zerstörten das Zelt, zuletzt drohte es auf die A59 zu fliegen.

Jetzt ist klar: die baulichen Überreste werden ab dem 16. Mai abgerissen. Das bestätigte Egbert Bodmann, Leiter der Bauhütte des Landschaftsparks Nord, gegenüber DER WESTEN. Ursprünglich war der 14. Mai für den Beginn der Abrissarbeiten geplant.

Abriss des Tentorium-Zeltes in Duisburg: ab 16. Mai geht es los

Zunächst soll der ganze Müll eingesammelt werden, dann Zug um Zug die Konstruktionsteile abgebaut werden. Auf dem Gelände stehen noch Container, Wohnwagen und Zeltüberreste herum, die allesamt entsorgt werden müssen.

Die gesamten Abrissarbeiten sollen laut Bodmann mindestens vier Wochen dauern.

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Betreiber soll Kosten tragen

160.000 Euro kalkuliert der Landschaftspark Nord für die Demontage - on top kommen noch die Kosten für die Entsorgung.

„Wir werden versuchen die Kosten beim Eigentümer des Tentoriums geltend zu machen“, erklärt Bodmann. Der Besitzer der Großdisko war vor knapp zwei Jahren insolvent geworden.

Zukunft des Geländes unklar

Wie geht es nach dem Abriss weiter mit dem ehemaligen Delta-Musik Park? Dazu hielt sich Bodmann noch bedeckt: „Fest steht: Es ist Teil des Parks und die neue Nutzung muss ins Gesamtkonzept passen.“

So viel ist durch einen Beschluss der Bezirksvertretung im Januar 2017 klar: Es soll eine „freizeit- oder touristenorientierte Nutzung“ sein.

Bodmann zeigte sich zunächst erleichtert, dass nun endlich die Abbruchgenehmigung der Stadt vorliege. „Wir sind froh, dass der Schandfleck wegkommt. Es war schon ein Ärgernis.“ Er hält auch eine Nutzung als einfache Parkfläche für möglich.

 
 

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