Duisburg

Duisburger radelt 15.000 Kilometer nach Peking – aus einem verdammt guten Grund!

Max Jabs aus Duisburg-Obermarxloh macht sich gemeinsam mit Kumpel Nono auf den Weg nach Peking.
Max Jabs aus Duisburg-Obermarxloh macht sich gemeinsam mit Kumpel Nono auf den Weg nach Peking.
Foto: privat

Duisburg. 15.000 Kilometer auf dem Fahrrad durch Wüsten und Berge - man muss schon ziemlich tollkühn sein, um auf diese Idee zu kommen.

Max Jabs aus Duisburg und Kumpel Nono Konopka sind tollkühn. Sie radeln aus Berlin nach Peking - aber nicht etwa zum Spaß, sondern für den guten Zweck im Rahmen ihrer Fundraising-Kampagne „Bikingborders“.

Duisburger fährt mit Kumpel 15.000 Kilometer mit dem Rad - für den guten Zweck

Aber von vorne: der Duisburger Max und sein Kumpel Nono aus Eckernförde haben gemeinsam internationales Marketing in Venlo/Niederlange studiert, vor kurzem erfolgreich ihre Bachelor-Arbeit abgeschlossen.

Was tun danach? In den beiden WG-Kumpels reifte Anfang des Jahres die Idee, in einem Gap year eine Radtour für den guten Zweck zu machen.

„Wir haben überlegt, was die längstmögliche Route ist, die man mit dem Rad fahren kann“, erzählt der 24-Jährige. Da Max schon für ein Praktikum in China war und dort eine prägende Zeit erlebte, fiel die Wahl auf Peking.

Zwischenstopp in Istanbul

Am ersten September-Wochenende geht die wilde Reise in Berlin los. Über Wien, den Balkan soll es bis Weihnachten nach Istanbul gehen. „Hier wollen unsere Freundinnen und Kumpels zu Besuch kommen - und hier müssen wir das Visum für den Iran beantragen“, erzählt Max den Grund für einen längeren Aufenthalt in der türkischen Hauptstadt.

Besonders freut sich Max auf den Iran. „Die Gastfreundschaft dort soll einzigartig sein. Ich habe von Radlern gelesen, die extra ganz früh losfahren, damit sie vorankommen, weil sie von den Einheimischen dort immer wieder eingeladen werden“.

Durch Wüsten und Berge

Durch 20 Länder führt sie insgesamt ihre Tour. Vor allem in Zentralasien warten körperliche Höchstleistungen auf die beiden. Die turkmenische Wüste und die Straße durch Pamir, mit Höhen von 4.500 m, gilt es zu meistern. Rad-Asse seien sie nicht, aber durch Klettern, Kampfsport und Fitnessstudio sollte die körperliche Grundfitness vorhanden sein, so Max.

Bis Ende des Sommers wollen die beiden in Peking sein - nicht nur physisch eine Herausforderung, sondern auch psychisch anspruchsvoll. Dessen sind sich die beiden bewusst: „Nono und ich kennen uns gut, aber es wird nochmal eine andere Herausforderung jeden Tag auf engstem Raum miteinander klarzukommen und sich immer wieder aufzuraffen weiter zu radeln.“

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Motivation: „Etwas zurückgeben“

Mit ihrer Radtour sammeln sie Spenden für die Non-Profit-Organisation „Pencils of Promise“. Die unterstützt Bildungsprojekte in Mittelamerika durch den Bau von Schulen. „Wir sind dankbar für die Bildung, die wir genossen haben und möchten etwas davon zurückgeben“, schreiben die beiden auf ihrer Homepage über ihre Motivation.

„Bei diesem Projekt lässt sich sehr gut nachvollziehen, wohin das Geld geht. Wir wollen auf jeden Fall nach unserer Rückkehr uns ansehen, was aus unseren Spendengeldern dort entstanden ist,“, erzählt Max.

Schon jetzt 2.200 Euro zusammen

Schon bevor die beiden losradeln, sind 2.200 Euro zusammengekommen. 70.000 Euro haben sie sich auf die Fahnen geschrieben. Denn 50.000 Euro sind die Hälfte der Summe, die es braucht um eine Schule zu bauen. 20.000 Euro reichen, dass 400 Kinder ein Jahr zur Schule gehen können.

Die Unterstützung ist schon jetzt riesig. „Fremde und Leute, mit denen ich schon lange keinen Kontakt hatte, haben mir geschrieben und gesagt, dass sie das toll finden und uns viel Glück gewünscht.“

Du kannst ihre Route via Social Media nachverfolgen

In den kommenden Tagen haben die beiden eine Testtour nach Polen geplant. So wollen sie sich auf die Extrem-Belastung einstellen. 35 kg schwer ist die Ausrüstung um Zelt, Schlafsachen, Koch-Equipment, Solar Panel und Laptop. Ausrüstung und Trip werden unterstützt von Sponsoren, für den Großteil kommen die beiden aber selbst auf. Entsprechend begrenzt ist das Budget. „Deshalb wollen wir so oft es geht Zelten, wenn es mal nicht geht, auch mal Couchsurfen oder ein Hostel nehmen.“

In den sozialen Medien werden sie regelmäßig von ihrer Tour berichten. Am Ende ist ein Film über ihre Erlebnisse geplant - genug zu erzählen dürften die beiden auf jeden Fall haben.

Hier kannst du dich über das Projekt informieren und Geld spenden.

 
 

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