Duisburg

Duisburg: Familientragödie in Marxloh! Sohn verletzt Mutter mit Messer – beide sterben

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

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Duisburg kommt einfach nicht zur Ruhe! Nach der blutigen Schießerei am Hamborner Altmarkt am Mittwochabend (4. Mai) ist es einen Tag später zu einer schrecklichen Tragödie in Marxloh gekommen.

Eine Mutter (50) und ihr Sohn (20) wurden am Donnerstagabend (5. Mai) schwer verletzt in einem Einfamilienhaus an der Kaiser-Friedrich-Straße in Duisburg gefunden.

Die 50-Jährige starb noch im Haus – auch ihr Sohn sollte nicht überleben. Die Polizei stellte vor Ort ein Messer als mögliche Tatwaffe sicher. Mittlerweile ist klar, was am Donnerstagabend wirklich vorgefallen ist.

Duisburg: Mutter und Sohn sterben bei Messer-Tragödie in Marxloh

Gegen 19 Uhr ging der Notruf aus dem Haus in Duisburg-Marxloh bei den Behörden ein. Vor Ort konnte der Notarzt nur noch den Tod der Mutter feststellen. Rettungskräfte versuchten alles, um zumindest das Leben ihres Sohnes zu retten.

Der 20-Jährige wurde unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus gebracht, wo er jedoch verstarb.

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Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  • Bei einem Unfall die Unglücksstelle absichern und den Notruf unter 112 oder 110 wählen
  • lebenswichtige Funktionen des Verletzten kontrollieren
  • Im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten, Blutungen stillen, stabile Seitenlage
  • Person mit einer Rettungsdecke wärmen. Dabei auch auf Wärme von unten achten
  • Psychische Betreuung: Mit der betroffenen Person sprechen, ihr über den Kopf streichen. Auch Bewusstlose spüren diese Fürsorge

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Was genau sich zugetragen hatte, konnte eine Sprecherin der Polizei Duisburg am späten Abend noch nicht mit Sicherheit sagen. „Wir prüfen eine Familientragödie“, teilte die Polizeisprecherin auf Nachfrage von DER WESTEN mit.

Duisburg: Familientragödie! Sohn verletzt Mutter schwer

Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren noch drei weitere Familienangehörige vor Ort. Sowohl der Vater (40), als auch die beiden Töchter (15 und 17) stehen nach Angaben der Polizeisprecherin unter Schock.

Alle drei kamen am Abend zur Befragung mit auf die Wache, um ihre Aussagen aufzunehmen und zu klären, ob es sich um eine Familientragödie handelt.

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Am frühen Freitagmorgen wurden die Töchter bei Familienangehörigen untergebracht. Der Vater, der übrigens am Donnerstagabend auch den Notruf alarmiert hatte, blieb zur weiteren Vernehmung auf der Wache.

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Am Freitagmittag stand das Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin fest. Nach Auswertung der Spurenlage, den Aussagen der Familienangehörigen und dem Ergebnis der Obduktion gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem sogenannten erweiterten Suizid aus. Demnach hat der 20-Jährige seine Mutter mit dem Messer so verletzt, dass die 50-Jährige noch vor Ort starb. Anschließend verletzt er sich selbst und starb kurz danach im Krankenhaus.

Nach der Schießerei, die sich am Vortag am Hamborner Altmarkt zugetragen hatte, ist eine Anwohnerin entsetzt. Im Gespräch mit DER WESTEN schildert die Augenzeugin, was sich schon vor dem Vorfall zugetragen hat >>> (ak, kv)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.