Duisburg

Duisburger will bei Facebook einen Schäferhund verkaufen: Tierheim-Chef verrät, was beim Hundekauf im Netz wichtig ist

Einen Schäferhund wollte ein Duisburger per Facebook verkaufen. Er bekam einen Shitstorm daraufhin. (Symbolbild)
Einen Schäferhund wollte ein Duisburger per Facebook verkaufen. Er bekam einen Shitstorm daraufhin. (Symbolbild)
Foto: Imago/ Imagebroker
  • Duisburger will Hund verkaufen und erntet Shitstorm
  • Tierheim-Chef gibt Ratschläge
  • Schutzvertrag sollte abgeschlossen werden

Duisburg. Online-Shopping ist schon lange Trend - immer mehr Menschen kaufen sogar Haustiere über das Internet.

Als ein Duisburger einen Schäferhund in einer Kleinanzeigen-Gruppe in Facebook verkaufen will, erntet er einen Shitstorm. Nutzer Stefan schreibt daraufhin: „Wie sicherlich einige mitbekommen haben, wurde soeben versucht, einen Schäferhund zu verkaufen. Ich bin dafür, dass der Verkauf von Tieren hier unterlassen wird.“

Shitstorm in Duisburg-Gruppe: Deshalb solltest du deinen Hund nicht über Facebook verkaufen

Seine Begründung: „Damit schützt man das Tier vor falschen Käufern und untransparenten Verkäufern. In einen Notfall kann man hier niemanden zur Rechenschaft ziehen, zum Leide des Tieres“.

Das sieht auch Daniel May so. Er ist Leiter des Duisburger Tierheims und bekommt solche Fällen immer wieder mit.

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Viele unterschätzen Gefahren

Die Tendenz beim Tierkauf geht Richtung Internet, das hat auch der Tierheim-Chef festgestellt. „Es ist natürlich oft billiger und weniger aufwendig. Aber leider wird auch viel Schindluder getrieben.“ Aber viele Käufer sind sich den Gefahren eines Schnell-Kaufes im Internet und in sozialen Medien nicht bewusst.

Denn mitunter tummeln sich eben unseriöse Züchter und Kofferraumhändler unter den Verkäufern in Facebook oder Ebay. „Wenn die Kaufabwicklung an irgendwelchen Ecken oder Parkplätzen stattfinden sollen, sollte man hellhörig werden“, warnt May. „Vor allem viele Welpen werden im Internet zum Kauf angeboten“, hat er festgestellt.

Rat: Impfpass und Schutzvertrag

Er rät jedem Käufer, sich vor dem Erwerb eines Tieres Gedanken zu machen und keine Schnellschüsse zu tätigen. „Ist ein Impfpass vorhanden, wird ein Welpen nicht zu früh vom Muttertier getrennt und kann man das Tier vor dem Kauf erstmal sehen“, nennt er nur ein paar Fragen, die man sich rund um den Kauf eines Tieres stellen sollte.

Er empfiehlt außerdem einen Schutzvertrag, auch Tierabgabevertrag, zwischen Käufer und Verkäufer. „Ein Tier ist eben kein Schuh, den man einfach zurückgeben kann,“ sagt May. Deshalb sollten sich auch Verkäufer eine Selbstauskunft des potentiellen neuen Besitzers einholen. Nur so kann man sichergehen, dass das Tier auch in guten Händen ist. (ms)

 
 

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