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Weihnachtsmarkt Bochum: Crêpes-Verkäuferin über Anti-Terror-Maßnahmen – „Dürfen nicht mal Müllsäcke lagern“

Tausende besuchen jährlich den Weihnachtsmarkt Bochum. Entsprechend streng sind die Sicherheitsregeln. Eine Crêpes-Verkäuferin packt aus!

Weihnachtsmarkt Bochum
u00a9 Cedric Triebsch/DER WESTEN

Das bietet der Bochumer Weihnachtsmarkt

Jährlich lockt der Weihnachtsmarkt Bochum Tausende Besucher in die Innenstadt. Allen voran der „Fliegende Weihnachtsmann“ ist DIE Attraktion in der City. Doch wo viele Menschen sind, müssen auch die Sicherheitsvorkehrungen stimmen. Und hier lassen sich Polizei und Stadt nicht lumpen!

Nicht nur die Anti-Terror-Sperren stoßen sofort ins Auge, machen es Autos unmöglich, auf das Gelände des Weihnachtsmarkts Bochum zu kommen. Auch andere Maßnahmen sollen für ein sicheres Erlebnis sorgen. Und die sind so hart, dass selbst Büdchen-Betreiber überrascht sind!

Weihnachtsmarkt Bochum: Crêpes-Verkäuferin von Anti-Terror-Maßnahmen überrascht

Susanne Petter (57) betreibt gemeinsam mit ihrem Ehemann einen Crêpes-Stand, und das seit 27 Jahren. Das kleine Familienunternehmen ist eine der ältesten Crêpes-Buden überhaupt auf dem Weihnachtsmarkt Bochum. Logisch, dass sie in all den Jahren auf dem Dr.-Ruer-Platz vieles kommen und gehen sah.

Die Bochumerin zu DER WESTEN: „Wir verkaufen hier Crepes, mein Sohn verkauft einige Stände weiter Hot Dogs. Dazu haben wir noch nebenan eine Champignon-Bude. Wir kennen viele hier persönlich, auch die Ladenbesitzer.“

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Susanne Petter (57) betreibt mit ihrem Mann seit 27 Jahren den Crepes-Stand auf dem Weihnachtsmarkt Bochum. Foto: Cedric Triebsch/DER WESTEN

„Dürfen nicht mal Müllsäcke lagern“

Umso überraschter ist sie vom strengen Sicherheitskonzept auf dem Weihnachtsmarkt Bochum. Nicht nur die Anti-Terror-Sperren verhindern das Durchfahren von Autos und nach dem islamistischen Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 insbesondere von Lkw. Auch sie als Büdchen-Betreiberin muss sich neuen Maßnahmen beugen.

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Anti-Terror-Sperren verhindern das Durchfahren von Fahrzeugen aufs Weihnachtsmarkt-Gelände. Foto: Cedric Triebsch/DER WESTEN

Jeden Morgen werde ein Sprengstoff-Spürhund über das Gelände geführt. Susanne Petter: „Wir als Anbieter von Essen dürfen nicht mal Müllsäcke hinter den Buden lagern. Manchmal schafft man es zeitlich nicht, sie in den zentralen Müllcontainer zu bringen, gerade am Wochenende, wenn viel los ist. Wenn sie dann hinten lagern, fordert uns die Polizei auf, sie sofort wegzubringen, weil da Sprengstoff drin sein könnte. Das ist schon verrückt!“


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Dennoch befürwortet sie die harten Regeln. Wichtig sei, dass die Sicherheit weiter gewährleistet ist, so die 57-Jährige. Und letztlich stehe die an oberster Stelle, wie sie zu DER WESTEN meint: „Klar, vor allem für die Besucher sind die Anti-Terror-Maßnahmen einschränkend. Aber das gehört mittlerweile dazu und muss eben auch sein.“