Auf Schalke erklärt Finanzchefin Rühl-Hamers: SO kamen unsere Verluste zustande

Schalke 04: Die Talfahrt eines Traditionsvereins

Schalke 04: Die Talfahrt eines Traditionsvereins

Der FC Schalke 04 ist einer der großen Traditionsvereine in Deutschland. In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegen die Königsblauen Platz sieben. Sieben Mal wurden die „Knappen“ Deutscher Meister, zuletzt 1958. Fünf Mal gewannen die Schalker den DFB-Pokal, zuletzt im Jahr 2011.

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Schonungslose Analyse von Christina Rühl-Hamers beim FC Schalke 04!

Dass die Königsblauen in finanziellen Schwierigkeiten stecken, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun legte die Finanz-Vorständin auf der Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 dar, wie es zu diesem Absturz kommen konnte.

FC Schalke 04 und die finanziellen Schwierigkeiten

Ganz selbstkritisch gab sie zu: „Viele andere Vereine haben in den vergangenen Jahren bessere Entscheidungen getroffen als der FC Schalke 04. Wir wären nicht in dieser Situation, wenn wir nicht alle Fehler gemacht hätten.“

Fehler passierten auf Schalke in den vergangenen Jahren nicht nur im Finanz-Ressort. Auch die sportliche Führung lief in jüngerer Vergangenheit alles andere als erfolgreich.

Corona stellte Schalke vor große Probleme

Was ebenfalls zu den finanziellen Problemen beitrug: die Corona-Pandemie. „Pro Heimspiel ohne Zuschauer fehlen uns 2 Millionen Euro“, stellt Rühl-Hamers klar: „Alleine im vergangenen Geschäftsjahr sind uns durch Corona 70 Millionen Euro verloren gegangen.“

Nun könnte man entgegnen, dass auch andere Vereine mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen haben, ohne in derart große finanzielle Probleme zu geraten. „Andere Clubs haben auf Reserven zurückgreifen können oder auf externes Eigenkapital“, erklärt Rühl-Hamers: „Das ist für Schalke in der aktuellen Rechtsform nicht möglich.“

„Das ist ein dicker Brocken“

Fest steht für die Finanz-Vorständin des FC Schalke 04: „Die Pandemie wird uns noch lange verfolgen. Wir müssen in den kommenden Jahren 35 Millionen Euro Corona-Kredit zurückzahlen und wir müssen 12 Millionen Euro zahlen für Spieler, die in der zurückliegenden Saison gar nicht für Schalke gespielt haben. Das ist ein dicker Brocken.“

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Diese 12 Millionen Euro setzen sich aus Ratenzahlungen für Ablösesummen zusammen, die Schalke in den vergangenen Jahren für verschiedene Spieler auf den Tisch gelegt hatte. Um welche Spieler es dabei konkret geht, wollte Rühl-Hamers auf Nachfrage nicht sagen. (dhe)