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Attacke auf DFL! Profi-Klub mit schweren Vorwürfen: „Abstimmung ist unzulässig“

Eskaliert die Situation rund um einen DFL-Investoren-Einstiegs nun komplett? Ein Profi-Klub erhebt schwere Anschuldigungen gegen die DFL.

© IMAGO/Oliver Ruhnke

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Die Situation rund um den möglichen DFL-Investoreneinstieg droht zu eskalieren! Nach vielen Protesten der aktiven Fanszenen richtet sich nun erstmals einer der 36 Profi-Klubs gegen die DFL. Der Druck auf die Deutsche Fußball Liga steigt immens.

Die Fans von Hannover 96 sorgten mit Fadenkreuz-Plakaten gegen ihren Geschäftsführer Martin Kind am vergangenen Wochenende für Aufsehen. Nun richten sich die Niedersachsen als gesamter Verein gegen die DFL. Der Tenor: Die Abstimmung über den Investoren-Einstieg hätte aufgrund der Missachtung Kinds gegen die Meinung des eigenen Vereins nicht vollzogen werden dürfen.

Hannover erhebt schwere Vorwürfe gegen die DFL

Dieses Statement ist ein echter Hammer! Hannover 96 hat nach all den Wochen der Spekulationen rund um eine mögliche Falschabstimmung ihres Geschäftsführer nun für Klarheit gesorgt. Dabei besinnt man sich auf die 50+1-Regularien der DFL in Bezug auf das Abstimmungsverhalten Kinds.

Kind hatte, entgegen des Rates des eigenen Vereins, für einen Investoreneinstieg gestimmt. Obwohl die Abstimmung geheim war, kam dies durch die Abstimmungs-Statement der 35 anderen Profi-Klubs ans Licht. Das sorgte für große Zweifel an der, eigentlich von den Klubs ausgehenden demokratischen, Investoren-Abstimmung.

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„Die DFL wurde von uns im Vorfeld der Abstimmung über einen möglichen Investoreneinstieg sowohl über die Weisung an Martin Kind selbst, bei der Abstimmung mit Nein zu stimmen, als auch über die ablehnende Reaktion hierzu von Martin Kinds Anwälten, in Kenntnis gesetzt. Die DFL musste also ganz konkret davon ausgehen, dass sich Martin Kind, nach jahrelangen Verstößen gegen die Weisungen des Vereinsvorstands, erneut über diese hinwegsetzen würde“, erhebt Hannover 96 schwere Vorwürfe gegen Kind und die DFL.

„Scheinheilig und ein schwerwiegender Vertrauensbruch“

Doch damit nicht genug. Hannover 96 geht die Deutsche Fußball Liga konkret an und betont, dass die Abstimmung so nicht zu Stande kommen hätte dürfen. „Es ist scheinheilig und ein schwerwiegender Vertrauensbruch der Mitglieder des Präsidiums und der Geschäftsführung der DFL, sich jetzt auf eine formell wirksame Außenvollmacht von Herrn Kind berufen zu wollen. Denn eine solche Berufung greift nicht, wenn sich jemand treuwidrig vor einer Kenntniserlangung verschließen will“, schreiben die Niedersachsen.


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„Der Beschluss der DFL ist nicht wirksam, was mittlerweile auch zahlreiche Sportrechtsexperten bestätigen, weil die DFL-Verantwortlichen die eigene Satzung betreffend der 50+1-Regel missachten und das uneingeschränkte Weisungsrecht des Muttervereins nicht sichergestellt, sondern sogar proaktiv selber eingeschränkt haben“, heißt es in dem Statement.

Was für ein heftiges Statement des Traditionsklub. Es bleibt abzuwarten, wie die DFL auf diese Anschuldigungen reagieren wird. Aufgrund der Aktualität ist davon auszugehen, dass sich die DFL-Bosse wohl schon in Kürze zu dem Hannover-Statement zu Wort melden werden.