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Borussia Dortmund droht Problem – Abschied von Marco Reus könnte es in Gang setzen

Borussia Dortmund und Marco Reus gehen getrennte Wege – und das könnte für den BVB zum Problem werden. Hier mehr dazu lesen.

Marco Reus hinterlässt bei Borussia Dortmund ein Vakuum.
© IMAGO/osnapix

Das sind die Rekordspieler des BVB

Der BVB hat in seiner langen Vereinsgeschichte zahlreiche Erfolge gefeiert. Einige Spieler sind bei den Dortmundern zu Vereinslegenden geworden. Wir zeigen dir die Rekordspieler des BVB.

Am 18. Mai wird man bei Borussia Dortmund Taschentücher brauchen. Das letzte Heimspiel der Saison gegen den SV Darmstadt wird zeitgleich der letzte (Heim-)Auftritt von Marco Reus sein. Seit Freitag (3. Mai) ist klar: Die Vereinslegende bekommt keinen neuen Vertrag, seine Zeit im bei Schwarzgelb endet.

Damit verlässt das Gesicht von Borussia Dortmund den Verein. Jahrelang war er Fanliebling, Identifikationsfigur und Leistungsträger. Der Abschied von Marco Reus könnte für den BVB ein Problem in Gang setzen.

Borussia Dortmund verliert Identifikationsfigur

Der Verlust von Marco Reus ist ein schwerer. Das machen die Reaktionen der Fans deutlich, die sich einen neuen Vertrag für ihn gewünscht hätten. Man hätte es gerne gesehen, wenn er seine lange Karriere letztlich auch in Dortmund beendet (hier mehr dazu lesen). Dazu kommt es allerdings nicht. Nach dieser Saison ist Schluss.

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Mit dem Abschied Reus‘ verlieren die Fans ihre größte Identifikationsfigur im Klub. Man muss sich nur die jährlichen verkauften Trikots mit seinem Namen angucken, um zu wissen, welchen Stellenwert der Mann mit der Nummer 11 genossen hat.

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Sein Vertragsende bedeutet den Abschied einer der letzten Spieler einer sehr erfolgreichen BVB-Zeit mit zahlreichen Vereinsikonen. Marcel Schmelzer, Lukasz Pisczczek, Neven Subotic, Sven Bender, Marco Reus – mit ihnen allen identifizierten sich die Fans damals gerne. Alle genossen (und genießen auch noch heute) einen großen Stellenwert.

Wer wird das Gesicht des Teams?

Von diesen Gesichtern ist im Grunde jetzt nur noch Mats Hummels übrig. Und auch bei ihm steht noch nicht fest, ob Borussia Dortmund im Sommer nicht auch verlässt. Bei den Schwarz-Gelben würde eine Art Identifikations-Vakuum entstehen.

Das Problem: In den letzten Jahren gab es im Kader oft große Fluktuationen. Man hat sich irgendwie dran gewöhnt, dass Spieler kommen, zwei Jahre sehr gut spielen und dann für viel Geld wechseln. Oder man erlebte viele Millionen-Transfers, die anschließend floppten. Den Fans fehlt ein Nachfolger für Reus oder Hummels, der als neues unumstrittenes Gesicht des BVB auftritt. Sicher wären Julian Brandt, Gregor Kobel oder Nico Schlotterbeck Kandidaten. Aber man ist in Dortmund vorsichtig damit geworden, zu erwarten, dass Spieler über viele Jahre im Verein bleiben – gerade, wenn es gute Angebote aus dem Ausland gibt.


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Noch bedeutender aber: Wenn die Identifikationsfiguren fehlen, kann auch der Rückhalt schneller schwinden. Gerade zu Saisonbeginn fand man bei Borussia Dortmund, ausgerechnet kurz nachdem man fast Meister geworden war, viel Fan-Frust vor, als die Mannschaft sehr holprig in die neue Spielzeit startete. Das Phänomen der schnelleren Unzufriedenheit könnte in Zukunft weiter wachsen, wenn die Fans immer mehr das Gefühl haben, dass in der Mannschaft kein(e) Spieler mehr ist/sind, mit denen man sich voll identifizieren kann.