Borussia Dortmund: Mario Götze drängt auf Stammplatz – mit diesen deutlichen Worten

Bei Borussia Dortmund will Mario Götze sich einen Stammplatz erkämpfen.
Bei Borussia Dortmund will Mario Götze sich einen Stammplatz erkämpfen.
Foto: imago/Kirchner-Media

Brügge. Von Euphorie war nichts zu spüren bei der schwarz-gelben Reisegruppe, die sich am Mittwochmittag am Gepäckband des Dortmunder Flughafens versammelte. Borussia Dortmund war mit einem 1:0-Sieg vom Auswärtsspiel beim Club Brügge zurückgekehrt, hatte erstmals seit dem 8. März 2017, seit 559 Tagen wieder ein Champions-League-Spiel gewonnen.

Aber zu Begeisterungsstürmen ließ sich auch Michael Zorc nicht hinreißen: „Ich bin erleichtert, dass wir gewonnen haben“, sagte der BVB-Sportdirektor. „Ich weiß aber auch, dass wir unsere Offensivleistung verbessern müssen.“

Borussia Dortmund: Mario Götze mit durchwachsener Leistung

Davon durfte sich auch der Mann angesprochen fühlen, der am Dienstag endlich einmal wieder durch seine Anwesenheit auf dem Platz von sich reden machte: Mario Götze, in allen drei Bundesligaspielen ohne Einsatz, stand in Brügge in der Startelf.

Der 26-Jährige stach nicht besonders positiv hervor, fiel in einer insgesamt schwachen Offensivabteilung aber auch nicht negativ auf: Für ihn sprachen sein großer Einsatz, seine feine Ballbehandlung, einige hübsche Pässe und kluge Laufwege in die Tiefe. Allerdings wussten die Mitspieler mit diesen Laufwegen wenig anzufangen, die insgesamt 32 Ballkontakte führten nicht zu torgefährlichen Szenen.

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„Nicht mein bestes Spiel gemacht“

Nach 62 Minuten wechselte Trainer Lucien Favre ihn aus – was Götze nicht gefiel: „Ich hätte natürlich gerne 90 Minuten gespielt“, sagte er. Auch für die Zukunft äußerte der Mittelfeldspieler klare Vorstellungen: „Mein Anspruch ist es, immer zu spielen und 90 Minuten zu spielen, daran wird sich auch nie etwas ändern“, sagte er. „Dafür habe ich zu viel erlebt, zu viel gespielt und zu viel Erfolg gehabt.“

Doch auch Götze wusste, dass er in den 90 Minuten zuvor nicht die ideale Bewerbung hinterlassen hatte: „Natürlich habe ich nicht mein bestes Spiel gemacht“, sagte der 26-Jährige. „Aber wir können uns alle ankreiden, dass wir nicht so aufgetreten sind, wie wir es uns gewünscht haben.“ Ähnlich sah es Kapitän Marco Reus: „Heute war es für uns alle schwierig, aber Mario ist trotzdem ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, weil er großartige Fähigkeiten besitzt.“

„Brauchen mehr Überraschungsmomente“

Doch am Dienstagabend wollte es nicht recht klappen. Nicht bei Götze, nicht bei seinen Mitspielern in der Offensive: Marius Wolf und Jadon Sancho kamen auf den Flügeln kaum durch, Reus zeigte in Abwesenheit des verletzten Paco Alcácer einmal mehr, dass Mittelstürmer nicht seine Idealposition ist.

„Wir brauchen mehr Überraschungsmomente in unserem Spiel“, forderte Zorc. Überraschend war gegen Brügge allenfalls, dass der BVB nach 85 Minuten doch noch ein Tor schoss – ein kurioses noch dazu.

Weil der Befreiungsschlag von Matej Mitrovic erst an Christian Pulisic’ Schienbein und von dort über Torhüter Karlo Letica ins Tor segelte. Der passende Höhepunkt eines Spiels, in dem der BVB Dusel gebraucht hatte, um drei Punkte mitzunehmen. „Momentan ist das Glück auf unserer Seite“, befand auch Reus, mahnte aber: „Ich bezweifle, dass das bis zum Ende der Saison so bleibt. Wir müssen spielerisch eine Menge draufpacken.“

Die Defensive immerhin funktionierte weitgehend, wieder einmal blieb der BVB ohne Gegentor – und damit weiterhin ohne Niederlage. „Vergangenes Jahr haben wir mit einer sehr guten Leistung in Tottenham verloren“, erinnerte Zorc. „Deswegen nehme ich das Ergebnis jetzt auch mal gerne mit.“

 
 

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