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Borussia Dortmund: Hemmungslos, gierig, devot – Nübel-Berater attackiert BVB scharf

Borussia Dortmund wird von Nübel-Berater Stefan Backs heftig kritisiert.
Borussia Dortmund wird von Nübel-Berater Stefan Backs heftig kritisiert.
Foto: dpa, imago images

Dortmund. Die Europa-Tour von Alfie Haaland und Mino Raiola schlägt weiter hohe Wellen. Nun übt sogar ein Berater-Kollege heftige Kritik an Vater und Berater des Stars von Borussia Dortmund.

Borussia Dortmund: Nübel-Berater übt heftige Kritik am BVB

Ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel von Borussia Dortmund gegen Frankfurt hatten die Vertrauten von Erling Haaland öffentlichkeitswirksam Topklubs abgeklappert, um Gespräche über die Zukunft des norwegischen Youngsters zu führen.

Prompt ging das „Endspiel um die Champions League“ für den BVB verloren – was den Ärger um Haaland erst recht hochkochen ließ.

Raiola-Tour für Haaland? „Reine Selbstvermarktung“

Heftige Kritik kassiert Raiola nun sogar von einem Arbeitskollegen. Stefan Backs, der unter anderem die Bundesliga-Torhüter Alexander Nübel und Ralf Fährmann berät, rechnet mit italienischen Star-Agenten ab.

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„Mino Raiola hat mal wieder erreicht, was er wollte. Er ist in der Fußball-Szene in aller Munde“, kommentiert Backs den Vorfall auf der Website seiner Agentur „Siebert & Backs“.

Nübel kritisiert Borussia Dortmund für devotes Verhalten

Die Europa-Tour: In Backs Augen vielmehr Selbstvermarktung als die Arbeit an einer möglichst großen Karriere von Erling Haaland. „Dieser Vorgang ist typisch für Raiola. Es ist seine Masche. Mit Aktionen wie dieser hält er seine Maschine am Laufen“, lauten die Vorwürfe, die er in einem Kommentar äußert.

Die heftige Kritik richtet Backs aber nicht nur an Haalands Berater – auch Borussia Dortmund bekommt sein Fett weg.

„Raiolas dreistes Auftreten wäre […] nicht möglich, wenn die Klubs auf der Jagd nach den größten Talenten nicht alle Hemmungen fallen lassen würden“, verteilt der Nübel-Berater einen deftigen Seitenhieb an den BVB.

Backs: BVB „verhält sich seltsam devot“

„So macht Borussia Dortmund schon seit Jahren Geschäfte mit Raiola“, wettert Backs. „Zudem zahlt Dortmund auch im internationalen Vergleich großzügige Berater-Provisionen, um sich seine Top-Talente zu sichern. Das lockt automatisch Typen wie Raiola an. Der BVB kann sich also nicht beschweren und verhält sich dazu passend auch seltsam devot.“

„Mino Raiolas Masche wirft ein bezeichnendes Licht auf den Profifußball, der sich trotz Coronakrise nicht dauerhaft ändern wird. Die Gier der Klubs, aber auch der Eltern solcher Spieler machen ihn erst möglich. Von daher darf sich niemand beschweren“, lautet das vernichtende Urteil des Beraters, dem nach dem Nübel-Wechsel nach München häufig selbst Gier vorgeworfen worden war.

Zorc: „Raiola kann fliegen, wohin er will“

Ein kritisches Statement zur Affäre um Alfie Haaland und Mino Raiola ließ Borussia Dortmund bislang vermissen. „Raiola kann fliegen, wohin er will. Wir können das nicht verbieten, und warum sollten wir auch? Das hat keinen Einfluss auf unsere Leistungen auf dem Platz“, sagte Sportdirektor Michael Zorc der „WAZ“.

Das sieht nicht nur Stefan Backs anders – auch Experten kritisierten den BVB bereits für sein Nicht-Handeln >>