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Zoo Wuppertal in Trauer: Besucher-Liebling „Tsavo“ ist tot – „Das ist furchtbar“

Der Zoo Wuppertal trägt Schwarz. Der Tierpark musste „Tsavo“ von seinem Leid erlösen. Besucher trauern um das kleine Elefanten-Kind.

© IMAGO / biky

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Großer Schmerz im Zoo Wuppertal. Der Tierpark hat am Sonntag (20. November) Besucher-Liebling „Tsavo“ erlösen müssen. Der kleine Elefant wurde nicht einmal drei Jahre alt.

Dabei hatte sich der kleine Elefantenbulle nach Angaben des Grünen Zoos Wuppertal nach seiner Geburt am 6. März 2020 zunächst prächtig entwickelt. Im September musste er dann den ersten Schicksalsschlag hinnehmen. Doch plötzlich ging es rapide bergab für den kleinen „Tsavo“.

Zoo Wuppertal: Elefanten-Kind leidet

Seinen Stoßzahn-Bruch im September hatte das kleine Elefanten-Kind noch gut verpackt. Die Fraktur konnten seine Pfleger zusammen mit Zahnärzten erfolgreich behandeln. Doch seit vergangenem Freitag machte „Tsavo“ dem Team im Zoo Wuppertal große Sorgen.

Er habe kaum mehr gegessen, sehr nervös gewirkt und sei kaum mehr in der Lage gewesen, an der Zitze seiner Mutter Sweni zu trinken. „Außerdem zeigte er eine sehr angespannte Körperhaltung und Bewegungsunlust. Er hatte Schwierigkeiten beim Aufstehen und Ablegen“, erklärte der Tierpark bei Facebook. Seine Körperhaltung habe auf Schmerzen im Bauchbereich schließen lassen. Eine Blutuntersuchung habe auf einen bakterielle Infektion-hingedeutet.

Zoo Wuppertal muss Elefanten einschläfern

Erste Medikamente schienen zu wirken. „Leider verschlechterte sich Tsavos Zustand am darauffolgenden Tag dramatisch.“ „Tsavo“ habe äußerst angespannt gewirkt, nichts mehr zu sich genommen und sich kaum mehr bewegt. Er sei für die weitere Diagnose sediert worden. Eine Tetanus-Infektion, aber auch eine Infektion mit für Elefanten spezifischen Herpesviren (EEHV) habe im Raum gestanden.

Wuppertal Zoo
„Tsavo“, hier kurz nach seiner Geburt im Wuppertaler Zoo, musste eingeschläfert werden. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Strauch

„Tsavo“ habe eine breit aufgestellte Intensivtherapie erhalten. Doch alle Mühen der Tierärzte zum Trotz habe sich sich sein Zustand nicht gebessert. Er „konnte nicht mehr aufstehen, den Kopf heben und litt unter Streckkrämpfen in den Gliedmaßen.“ Seine schlechte Prognose habe den Zoo dann dazu bewogen, ihn von seinen Qualen zu erlösen.

Besucher trauern um Zoo-Liebling

Die Fans des Wuppertaler Zoos sind am Boden: „Es macht mich sehr traurig, habe deine Geburt mitbekommen und jetzt musstest, viel zu früh gehen, ich werde dich vermissen. Machs gut kleiner Elefant“, verabschiedet sich eine Besucherin. „Das ist furchtbar. Dein Verlust tut mir leid“, ergänzt ein anderer.


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Der Zoo Wuppertal teilte mit, dass „Tsavos“ Körper nun in der Pathologie untersucht wird. Dabei soll herausgefunden werden, woran der kleine Elefant gelitten hat.