Schwere Verletzungen nach Brand in seiner Zelle: Siegauen-Vergewaltiger braucht Hauttransplantation

Eric X. hat starke Verbrennungen und braucht eine Hauttransplantation. (Archivbild)
Eric X. hat starke Verbrennungen und braucht eine Hauttransplantation. (Archivbild)
Foto: dpa

Köln. Am vergangenen Mittwoch hatte Eric X. - der Siegauen-Vergewaltiger - seine Zelle in der JVA Ossendorf in Brand gesetzt. Nun ist klar, dass er sich dabei schwere Verletzungen zugezogen hat und eine Hauttransplantation braucht. Das berichtet die Bild.

Gegen 1.45 Uhr in der Nacht hatte er das Feuer gezündet und sich dabei stark verbrannt. Knapp 30 Prozent seiner Haut sollen betroffen sein. Im Gesicht und am Bauch sind seine Verbrennungen so schwer, dass er im Krankenhaus in Köln-Merheim im künstlichen Koma liegt.

Wegen Brandstiftung droht deutlich längere Haftstrafe

Wegen vorsätzlicher Brandstiftung könnte X. jetzt sogar zwei bis zehn Jahre zusätzlich im Gefängnis verbringen. Im April 2017 hatte er bereits in seiner Zelle gezündelt und schlug danach einem JVA-Beamten ins Gesicht.

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Der 31-Jährige ist im Gefängnis sowieso als äußerst aggressiv bekannt. Schon mehrfach soll er gegenüber Mitarbeitern und Mithäftlingen negativ aufgefallen sein.

X. drohte Mitarbeiter nach Entlassung umzubringen

Im Januar drohte er laut Akte zwei Beamten damit, sie nach seiner Entlassung umzubringen. Zudem warf der Ghanaer Essen auf den Boden oder bespuckte Mitarbeiter.

„Beim Öffnen der Versorgungsklappe der Haftraumtür nahm der Inhaftierte seine Abendkost an und schüttete sofort seine Mittagskost (Nudeln) durch die Klappe auf den Hausflur von Haus 4“, steht unter anderem in der Akte, über die der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete. (Hier erfährst du mehr über seine Akte).

X. hatte im April 2017 ein junges Paar, das an der Bonner Siegaue zeltete, überfallen. Mit einer Säge hatte er das Zelt des Paares aufgeschlitzt und die 23-Jährige im Beisein ihres Freundes vergewaltigt.

Eric X. stritt Tat bis zuletzt ab

Bis zum Schluss hatte er die Tat im Prozess abgestritten, sein Opfer gar noch verhöhnt. Die Beweislage und eindeutige DNA-Spuren überführten ihn aber.

Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Haftstrafe von elfeinhalb Jahren. (fr)

 
 

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